IT-News Urheberrecht

Google einigt sich mit belgischen Verlegern

Damit geht ein seit 2006 andauernder Streit zu Ende. Die Verleger hatten sich beklagt, die Anzeige von Artikeln in Google News verletze das Urheberrecht – und damit vor belgischen Gerichten immer wieder Recht bekommen. Nun soll – trotz nach wie vor gegensätzlicher Rechtsauffassungen – eine Kooperation den wirtschaftlichen Interessen der Verleger Rechnung tragen.

Google Books: Google einigt sich mit US-Verlagen

Die Verlage können digitalisierte Bücher, an denen sie die Rechte haben, nun für Google Books freigeben oder sie aus dem Angebot entfernen lassen. Gundsätzliche Copyright-Fragen klammert der Vergleich allerdings aus. Und der US-Autorenverband hält an seiner Sammelklage gegen Google fest.

Youtube will weniger Videos fälschlicherweise sperren

Dafür hat die Google-Sparte ihren Algorithmus für das hauseigene Copyright-Schutzsystem Content ID überarbeitet. Die neue Fassung soll weniger Fehlalarme produzieren und generell genauer arbeiten. Außerdem gibt Nutzern ein erweitertes Einspruchsverfahren nun mehr Möglichkeiten, gegen die irrtümliche Sperrung von Videos anzugehen.

Verlage erringen Teilerfolg im Streit um Tagesschau-App

Das Landgericht Köln sprach kein Verbot aus, sondern beschränkte sich auf die Bewertung der vorgelegten Version vom 15. Juni 2011. Sie sei nicht mit dem Rundfunkstaatsvertrag vereinbar. Die Richter halten sie für zu presseähnlich und zu wenig sendungsbezogen.

Nach Verhaftung von Pirate-Bay-Gründer erhält Kambodscha 47 Millionen Euro

Das südostasiatische Land will gegen Gottfrid Svartholm Warg das Einwanderungsgesetz anwenden und kündigt eine schnelle Abschiebung an. Der Kniff ist erforderlich, da kein Auslieferungsabkommen mit Schweden besteht. Dass die USA oder Schweden die Verhaftung finanziell honorieren, wurde schon früher gemutmaßt.

Tauschbörsen: BGH verhandelt über Haftung von Eltern für ihre Kinder

Der Verhandlungstermin wurde für den 15. November angesetzt. Wie intensiv Eltern ihre Kinder überwachen müssen ist aber nur ein Aspekt, zu dem sich die Anwälte der Beklagten, die Kanzlei Beuger Wilde Solmecke, von dem Verfahren in Karlsruhe Klärung erhoffen: Es geht auch darum, wie jemand, der behauptet Rechteinhaber zu sein, dies belegen muss und welche Beträge er fordern darf.

Webnutzer dürfen auch geschützte Videos einbinden

Richter Richard Posner hat entschieden, dass es keinen Gesetzesverstoß darstellt, ein urheberrechtlich geschütztes Video in eine Webseite einzubinden. Er urteilte über eine 2010 eingereichte Klage des Porno-Produzenten Flava Works und widerrief das Urteil eines untergeordneten Gerichts aus dem vergangenen Jahr.

Ist der Kampf der BSA gegen “Dunkle Wolken” der Software-Piraterie in der Cloud sinnlos?

Die Business Software Alliance, die bereits seit Jahrzehnten (fast erfolglos) versucht, gegen das Kopieren von Software vorzugehen, stürzt sich nun auf die Cloud-Dienste. Sie sieht “dunkle Wolken” aufziehen, weil Web-Services illegal ohne Lizenzen genutzt würden. Dumm nur: Hier wird keine Software verkauft, sondern nur ein Online-Nutzungsvertrag. Ist das dann nicht eher Sache der Betreiber und der Security-Branche?

Richard Stallmans Feldzug gegen die Industrie

Der Gründer der Free Software Foundation und GNU/Linux-Pionier hält einen fulminanten Vortrag vor Studenten der Technischen Universität München. Dabei übt Stallman vernichtende Kritik an Branchenriesen wie Microsoft, Sony oder Apple. Und auch von E-Books hält Stallman nichts. Doch der Software-Aktivist beweist auch Humor.

YouTube stellt YouTube-MP3.org Ultimatum

YouTube hat die Betreiber von Youtube-MP3.org aufgefordert, ihren Dienst binnen sieben Tagen zu schließen. Das Herunterladen von Inhalten bei YouTube verstoße gegen die Nutzungsbedingungen. Anwälte bezweifeln aber, dass das Recht auf Privatkopie durch AGB ausgehebelt werden kann.

Viereinhalb Jahre Gefängnis für Gründer von Kino.to

Das Landgericht Leipzig hat ihn der massenhaften Urheberrechtsverletzung für schuldig befunden. Sein Geständnis legten die Richter positiv aus. Ihm drohten bis zu 15 Jahre Haft. Die Urteile gegen weitere führenden Köpfe des Portals fielen bereits früher.

Bedenkliche Websites: Google bereinigt Suchergebnisse

Millionen von Websites mit Urheberrechtsverstößen werden von Google nicht mehr gefunden. Der Suchmaschinenbetreiber hat auf Anfragen reagiert und 97 Prozent aller bemängelten URLs aus seinem Suchindex entfernt. Die meisten Anfragen hatte Microsoft zwischen Juli 2011 und April 2012 gestellt.

Studie: Mehr als die Hälfte der PC-Nutzer stiehlt Software

Software zu nutzen, die nicht offiziell lizenziert ist, sehen viele Nutzer eher als Kavaliersdelikt an, ergibt eine Studie, die das BSA bei den Marktforschern von IDC in Auftrag gegeben hatte. Weltweit seien es sogar 57 Prozent der Befragten, die keinen Hehl daraus machten, mit Raubkopien zu arbeiten.

EuGH bestätigt: Kein Urheberrechtsschutz auf Programmiersprachen

Im endgültigen Urteil zum Streit zwischen zwei europäischen Unternehmen  hat der Europäische Gerichtshof Zeichen gesetzt – wie ähnliche Fälle in den USA ausgehen werden, wo noch um die Sprache Java gestritten wird, kann das Luxemburger Urteil allerdings nicht beeinflussen.

Urheberrecht: Erste Abmahnung wegen Facebook-Pinnwand bekannt geworden

Am Wochenende hat sich ein Mandant an den Rechtsanwalt Arno Lampmann gewandt, weil er eine Abmahnung für Inhalte auf seiner Facebook-Pinnwand erhalten hat. Dabei geht es um ein von einem Dritten gepostetes Bild. Der Abmahner verlangt, dass es entfernt wird, die Abgabe einer strafbewehrten Unterlassungserklärung sowie Auskünfte, um eine Schadenersatzforderung vorzubereiten.

Trojaner verlangt im Namen des BSI Strafzahlungen wegen Raubkopien

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik weist darauf hin, dass Kriminelle mit einer bereits 2011 erprobten Masche erneut PC-Besitzer erpressen: Sie sollen Geld überweisen, da mit dem Rechner angeblich Raubkopien heruntergeladen wurden. Um glaubwürdig zu erscheinen, nutzen sie die Logos von BSI und GVU.

Mit Projekt Phenix soll DRM eine Zukunft haben

Ein Quartett aus Technologie- und Medienfirmen haben sich zusammen getan, um eine zukunftssichere Lösung für den Copyright-Schutz von Medien zu gewährleisten. Ergebnis ist das Phenix, eine moderne Variante des Digital Rights Management (DRM) .

Microsoft verklagt Händler wegen Raubkopien

Wegen angeblich raubkopierter CDs mit Windows Vista und Windows XP hat Microsoft einen Retailer in Großbritannien verklagt. Das geht aus einem Statement eines Microsoft-Anwalts hervor.

Hacker,Laptop

Die Filmpiraten sitzen bei Sony, Universal und Fox

Was viele Branchenkenner lange vermutet hatten, kam jetzt durch einen neuen IP-Webdienst ans Tageslicht: Wichtige Piraten und Raubkopierer sitzen direkt in den Schaltzentralen der Medienindustrie, an der Musik- und Film-Quelle.

EU: Programmiersprachen können nicht geschützt werden

Der EU-Gerichtshof (EuGH) steht auf dem Standpunkt, dass Ideen nicht geschützt werden könnten. Würde man den Computersprachen einen Copyright-Status zuerkennen, könnten sie den damit erzeugten Code monopolisieren.

EU: Amazon und eBay für Produktfälschungen haftbar

Auf Online-Marktplätze kommen womöglich ungemütliche Zeiten zu – wenigstens in der Union. Der Europäische Gerichtshof jedenfalls sieht die Anbieter in der Teilverantwortung, wenn Diebesgut oder Kopien über sie vertrieben werden.

Lange Haftstrafen für Software-Piraten

Weil sie jahrelang und wiederholt Software kopiert und im Internet verkauft hatten, wurden zwei Männer vom Landgericht Mühlhausen zu Haftstrafen von drei Jahren und sechs Monaten beziehungsweise drei Jahren und zehn Monaten verurteilt.