Samsung reduziert im Juli seine Flash-Speicher-Lieferungen

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Nur noch Kapazitäten für den Großkunden Apple? Den anderen Käufern jedenfalls hat Samsung kurzerhand mitgeteilt, dass sie im Juli besser keine großen Orders für NAND-Flash abgeben sollen. Firmen sollten also ihre Speicherwünsche vor der zu erwartenden Preiserhöhung erfüllen.

Samsung hat seinen Kunden mitgeteilt, das Angebot an NAND-Speicherchips im Juli massiv zurückzusetzen. Grund sei der Großkunde Apple, der eine riesige Zahl von Orders abgegeben habe. Dies berichtet die taiwanische Digitimes unter Bezug auf Samsung-Kunden.

Erst vor kurzem hatte Samsung seinen Kunden mitgeteilt, man würde wohl demnächst so um die 50 Millionen 8-GB-Flasch-Chips nur für Apples Verwendung im iPhone zurückhalten. Nun also ist es so weit: die Apfel-Firma hat den Vortritt, alle anderen müssen warten.

Es kommt aber noch hinzu, dass Samsung im letzten Quartal wegen des Ausbleibens der Apple-Aufträge im Mai – und aus Angst vor Überkapazitäten und damit verbundenen Preissenkungen – seine NAND-Speicherproduktion heruntergefahren hatte und die Produktionskapazitäten anders verwendete.

Viele andere Hersteller würden die 50-Millionen-Angabe von Samsung aber bezweifeln, schreibt Digitimes. Apple habe doch erst im Juni 25 Millionen dieser Chips bestellt – und wenn Samsung sich darauf einließe, andere Hersteller zu benachteiligen, sei der koreanische Speicherriese doch absolut vom iPhone abhängig. (Manfred Kohlen)

Meinung: Liebe macht blind und Samsung hat keine Augen mehr für andere als Apple. Und das wiederum könnte bedeuten, dass USB-Sticks und SSD-Speicher bald wieder teurer werden. Kaufen Sie also vorher die Birnen, um sie später entspannter mit den Äpfeln vergleichen zu können.

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