Effizient und schnell: stromsparende Office-PCs

Die steigenden Energiekosten zwingen auch Unternehmen, den Stromverbrauch der Desktop-PCs unter die Lupe zu nehmen. Das Dilemma: Stromsparende Minirechner taugen nur für einfache Office-Aufgaben, sind aber mit Multimedia-Anwendungen überfordert. Sollte man zusätzlich einen Highend-Rechner anschaffen? Die Antwort geben Experten von Intel, Dell, Fujitsu und Acer in exklusiven Statements.

von Mehmet Toprak 0

Der 19. Januar 2000 war ein besonderes Datum. An diesem Tag nämlich hat das Unternehmen Transmeta den Crusoe vorgestellt. Der Crusoe war ein “mobiler Internet-Prozessor”, der internettaugliche Mobilgeräte, damals häufig auch Web-Pads genannt, und Notebooks antreiben sollte. Der Prozessor sollte nicht nur ausreichend Leistung bieten, sondern auch besonders stromsparend sein.

Bemerkenswert ist nicht nur, dass energieeffiziente Mobil-Prozessoren bereits vor mehr als zwölf Jahren die Entwickler beschäftigt haben, also, lange bevor Smartphones und Tablet-PCs die IT-Welt erobert haben. Der Crusoe ist damit so etwas wie der Urknall im Universum der stromsparenden Prozessoren.

Das vielversprechende Projekt konnte sich am Ende nicht durchsetzen. Trotz illustrer Persönlichkeiten wie Linus Torvalds in der Führungsriege von Transmeta. Die Performance des Crusoe war dann doch nicht so gut wie versprochen und der Prozessor-Riese Intel ließ sich am Ende die Butter nicht vom Brot nehmen.

Intels Pentium M

Zwei Jahre später, am 14. April 2003, stellte Intel seinen Pentium M vor. Der Chip war als Stromspar-Prozessor für Notebooks gedacht. Schließlich war die Akkulaufzeit zu jener Zeit in der Regel noch auf drei bis vier Stunden beschränkt, da tat stromsparende Hardware not. Auch Konkurrent AMD zog nach und brachte im März 2005 den Turion 64 auf den Markt, ebenfalls als sparsamer Notebook-Prozessor konzipiert.

Intels Pentium M kam 2003 auf den Markt und war der erste erfolgreiche Stromspar-Prozessor. (Foto: Intel)

 

Inzwischen hat das Thema aber längst den Desktop-PC erreicht.

Die steigenden Energiepreise, vor allem im Zusammenhang mit der viel diskutierten Energiewende, zwingen Unternehmen, gerade auch bei den Desktop-Rechnern auf Energieeffizienz zu achten. Denn, obwohl Smartphones und Tablet PCs die Schlagzeilen beherrschen, wird der Großteil der Arbeit immer noch am Schreibtisch mit einem klassischen Desktop-PC erledigt.

Bei einem durchschnittlichen Strompreis von knapp 14 Cent pro Kilowattstunde (Quelle: Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft, BDEW) für Großkunden lohnt es sich schon, einen Blick auf besonders energieeffiziente Hardware zu lenken. Bei Privathaushalten, die deutlich weniger verbrauchen, liegt der Strompreis höher, laut BDEW bei knapp 26 Cent. Gebühren, die auch Freiberufler und sehr kleine Unternehmen zu zahlen haben. Deshalb sollten auch sie gerade bei den Geräten, die in der Regel den ganzen Tag laufen, auf die Leistungsaufnahme achten.

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