Vergleich: Google, Bing und seltsame Assoziationen

Microsofts neuer Suchdienst »Bing« ist schon zu Pfingsten gestartet, doch erst seit heute offiziell. Das Wort weckt allerlei vergnügliche Gedankenverknüpfungen. Doch kann es Bing mit Google aufnehmen? Der Suchmaschinenoptimierer Blackdog will nun zeigen, wie unterschiedlich die Ergebnisse sein können – und hat beide zum Test nebeneinandergestellt.

von Manfred Kohlen 10


Viel wurde geschrieben über Microsofts neue Suchmaschine. Diese hat einen Namen, der laut Microsoft-Chef Steve Ballmer – wie er in einer internen Mail schrieb –  das plötzliche Aha-Erlebnis nach einem Sucherfolg ausdrücken soll (»Bing!«).

Der Name des MS-Dienstes erinnert manche jedoch eher an einen deutschen Social-Networking-Dienst, andere an einen alten Sketch der Komikertruppe Monty Python (“Die Maschine mit dem Bing!“) und älteres Publikum an den Tänzer und Sänger Bing Crosby.

IT-Spezialisten aber fragen sich: Wo liegt der Vorteil jeder Suchmaschine? Kann das Borg-Imperium den »Googlehupf« vom Sockel stoßen? Braucht es einen »Googleschreiber« dazu?

Microsofts Versprechen, mehr Sinnvolles zu finden, ist nach unseren ersten Tests noch nicht ganz erfüllt. Erster Eindruck: Google zeigt mehr Ergebnisse, damit aber auch mehr »Nieten«. Bing scheint die Frage, was denn nun sinnvoll ist, nach dem amerikanischen Durchschnittsgeschmack zu beantworten – auch wenn man »Seiten aus Deutschland« auswählt.

Was denn nun wirklich wichtig ist, ist ohnehin eine persönliche Entscheidung. Bing scheint für viele Nutzer wirklich besser zu sein -aber eben nicht für alle, vor allem nicht für die, die sich ungern Prioritäten vorgeben lassen. Der SEO-Spezialist Blackdog hat sich nun gedacht, er stellt für Testzwecke einfach einmal beide nebeneinander, damit Nutzer selbst für sich vergleichen können. Die Web-Anwender entscheiden dann schnell selbst, ob sie lieber »googeln« oder »bingen«.

Bing hat vor allem einen entscheidenden Vorteil – der Google-optimierte Müll vieler Web-Anbieter erscheint nicht mehr unbedingt ganz oben. µ

L’Inqs:
Beide Suchmaschinen nebeneinander
Monty Pythons Maschine mit dem Bing
Microsoft Bing
Google

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Letzter Kommentar




10 Antworten zu Vergleich: Google, Bing und seltsame Assoziationen

  • 3. Juni 2009 à 10:31 von x

    “Bing scheint für viele Nutzer wirklich besser zu sein -aber eben nicht für alle, vor allem nicht für die, die sich ungern Prioritäten vorgeben lassen.”

    Bzw. für diejenigen die grundsätzlich in _allem_ was Microsoft so fabriziert ein Haar in der Suppe finden wollen, stimmt’s Inquirer?

  • 3. Juni 2009 à 13:43 von mkohlen

    @x: Nein, wir haben nicht grundsätzlich was gegen Microsoft. Haare in der Suppe findet man überall.

    Daran, dass MS bei Bing für den Nutzer mitdenkt, muss sich jeder erst gewöhnen, wenn er das Denken nicht sowieso schon (manchmal wider Willen) outgesourct hat.
    Viele Software will einem auch nur Arbeit abnehmen – danke, Microsoft! Aber das bereitet oft noch mehr Probleme. Und sei beruhigt: Das ist nicht nur bei Microsoft so.
    Jeder User will es anders, und ein paar Optionen, die Parameter zu beeinflussen, wünsche ich mir dann doch. Andere mögen DIESE Haare in der Suppe als Bonmot für den Feinschmecker sehen. Auch gut – jedem das Seine!

  • 3. Juni 2009 à 14:55 von VistaWas

    Mir geht schon das Hintergrundbild auf die Nerven. Die lernen das nie.

  • 3. Juni 2009 à 15:00 von Neocroth

    @VistaWas

    das Bild wechselt in Intervallen. Vor ein paar Tagen war ein Bild von Santorin zu sehen.

  • 3. Juni 2009 à 22:10 von VistaWas

    Hab schon so viele Bildschlimmschoner ;-).

    Wenn ich mich so erinnere, war einer der positiven Gesichtspunkte bei Google, dass eben nur das Nötigste dargestellt wird. Das ist bis jetzt so geblieben und die überladenen Suchmaschinenseiten der anderen werden nur noch in Notfällen aufgesucht.
    Schlank und schnell, eben genau das, was ich bei MS seit ein paar Jahren vermisse.

  • 4. Juni 2009 à 09:05 von godwi

    Wie jedem neuen Produkt muss man auch diesem erstmal die Chance geben, sich zu bewähren. Sehr interessant finde ich die Bilder- und Videosuche sowie die Vorschaufenster.

    Mehr dazu unter http://tonwertkorrekturen.wordpress.com/2009/06/03/bing/

    Godwi

  • 5. Juni 2009 à 07:08 von unmöglich

    Diese Filterfunktionen sind ja unmöglich.

    “Strumpfhose” fürt zu Warnhinweis das es eindeutig sexuelle Seiten gibt auf denen das Wort vorkommt. Also filtern wir mal alles. Ich weis ja nicht was die ammis so verwenden – ich nehme Kondome ;)

    Wobei dieses Wort net gefiltert wird… ich max derertige Zensur net wo mir einer vorschreibt was ich sehen darf und was net.

  • 5. Juni 2009 à 21:04 von spocky

    ich lass mir von Software nix vorschreiben. Dann doch googlen, nicht bingen…

  • 9. Juni 2009 à 13:31 von Tadeusz Szewczyk

    Bing ist leider eine Enttäuschung. Zwar hat Microsoft die semantische Suchmaschine Powerset aufgekauft die verstehen sollte was der Nutzer sucht doch diese ist kaum in die Ergebnisse von Bing eingeflossen. Einige Suchen wo ich die Ergebnisse kannte haben gleich schlechtere Ergebnisse geliefert bei Bing. Ich war also gleich wieder bei Google zurück.

  • 1. Juli 2009 à 23:11 von Christoph

    naja Mmicrosoft hat nicht wirklich das Rad neu erfunden. Es bleibt abzuwarten, wie sich Bing langfristig im Markt positionieren kann:

    http://knol.google.com/k/christoph-stockmann/bing-vs-google/2o6u2g6xfx3th/49#view

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