Bericht: Hersteller bauen Dual-Tablets nur noch wegen »Wintels« Marktmacht

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Aus Kostengründen spare man sich als Hersteller bis zu 70 US-Dollar pro Gerät, wenn man auf Intel und Microsoft verzichte, berichten die Produzenten in Taiwan ihrem Haus- und Hof-Informationsmedium Digitimes. Nur wegen des Status der Wintel-Produkte im Markt müsse man noch Dual-Tablets bauen.

Die taiwanischen Hersteller würden ARM-Prozessoren und Android bevorzugen, statt Intel-CPUs und Windows zu installieren, berichtet die taiwanische Digitimes nach Gesprächen mit mehreren taiwanischen Unternehmen. Davon hatten kürzlich mehrere so genannte »Dual-Platform Tablet-PCs« angekündigt. Das mache man aber eigentlich nur verschämt – wegen der hohen Marktmacht der Intel- und Microsoft-Symbiose.

Es sei peinlich, dass man dem Wintel-Lager nicht widerstehen könne, aber dessen Marktstatus lasse sich eben nicht verleugnen. Zur Zeit seien Lösungen rund um Googles Betriebssystem und ARMs Prozessorarchitektur finanziell weitaus reizvoller: CPUs von Qualcomm, Freescale und NVidia auf Basis der ARM-Schaltungen würden für gerade mal 20 bis 25 US-Dollar verkauft, während Intels Oak Trail für Tablet-PCs erst 2011 zu einem Preis von rund 40 Dollar veröffentlicht würde.

Im gleichen Stil läuft es mit Windows und Android ab: Für Windows müsse man 50 bis 60 Dollar abdrücken, während für Android nur minimale Lizenzgebühren von etwa 10 Dollar anfielen.

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