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Samsung produziert 256 GByte großen Flashspeicher für Smartphones und Tablets

samsung_256gb-ufs (Bild: Samsung)
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Die Massenproduktion hat jetzt begonnen. Universal-Flash-Storage-Module sind kleiner als eine MicroSD-Karte und liefern gegenüber den seit einem Jahr erhältlichen 128-GByte-Chips die doppelte Kapazität und Übertragungsgeschwindigkeit. Beim Lesen beträgt die sequentielle Übertragungsrate 850 MByte/s.

Als erster Hersteller hat Samsung mit der Massenproduktion von 256 GByte fassendem Universal Flash Storage (UFS) für Mobilgeräte begonnen. Mit einer sequentiellen Leserate von bis zu 850 MByte/s erzielen die neuen Speicherchips ihm zufolge nahezu die doppelte Übertragungsgeschwindigkeit gewöhnlicher SSDs und mit einer Schreibrate von maximal 260 MByte/s das dreifache Tempo externer MicroSD-Karten.

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Die jüngsten 256 GByte großen UFS-Module haben eine doppelt so hohe Kapazität und sind im Vergleich zur Vorgängergeneration doppelt so schnell (Bild: Samsung).

“Der Chip wird in der nächsten Generation von Premium-Smartphones zum Einsatz kommen”, sagte ein Samsung-Sprecher. Kunden oder konkrete Modelle nannte er allerdings nicht. Eventuell wird Samsung ihn in einer verbesserten Plus-Version seiner gerade erst auf dem Mobile World Congress (MWC) in Barcelona vorgestellten Flaggschiff-Smartphones Galaxy S7 und S7 Edge verbauen.

Die 256-GByte-Speichermodule basieren auf Samsungs proprietärer V-NAND-Flash-Technik samt sehr kleinem Controller. Die Performance beim zufälligen Lesen und Schreiben gibt der Hersteller mit bis zu 45.000 respektive 40.000 Ein-/Ausgabebefehlen pro Sekunde (IOPS) an. Bei der Vorgängergeneration lagen die Werte bei 19.000 beziehungsweise 14.000 IOPS.

Dank ihrer hohen Geschwindigkeit sollen die neuen Chips problemlos die ruckelfreie Wiedergabe von Ultra-HD-Videos und Multitasking-Funktionen auf großformatigen Mobilgeräten ermöglichen. Beispielsweise könne auf einem geteilten Bildschirm parallel ein 4K-Film angesehen und nach Dateien gesucht oder ein Videoclip heruntergeladen werden. Ein 256-GByte-Modul biete Platz für 47 Full-HD-Filme mit 90 Minuten Länge. Via USB 3.0 ließen sich solche rund 5 GByte großen Filme in 12 Sekunden übertragen.

Zugleich sind die Speicherchips laut Samsung auch sehr kompakt und sogar kleiner als eine externe MicroSD-Karte. Das erlaube Geräteherstellern mehr Flexibilität bei der Entwicklung ihrer Smartphones. Generell kommen in Mobilgeräten zunehmend UFS-Module als interner Speicher zum Einsatz, die eingebettete Multimedia Cards (eMMC) ersetzen.

Erst im Februar 2015 hatte Samsung mit der Massenproduktion von UFS-Speicher mit 128 GByte begonnen. Es hat also nur ein Jahr benötigt, um die Kapazität und auch die Geschwindigkeit der NAND-Flash-Chips zu verdoppeln.

[mit Material von Björn Greif, ZDNet.de]

Seit September 2013 ist Rainer hauptsächlich für ITespresso im Einsatz, schreibt aber gerne auch mal hintergründige Artikel für ZDNet und springt ebenso gerne für silicon ein. Er interessiert sich insbesondere für die Themen IT-Security und Mobile. Sein beständiges Ziel ist es, die komplexe IT-Welt so durchsichtig und verständlich wie möglich abzubilden.

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