Test: Mobil diktieren mit Dragon Naturally Speaking 12

Die neue Version der Spracherkennung von Nuance zeigt, was mit Spracherkennung am PC heute möglich ist. Die Fehlerrate beim Diktieren ist sehr klein. Features wie die Unterstützung von Bluetooth-Mikrofonen und Diktiergeräten bringen zusätzlichen Komfort.

von Mehmet Toprak 3

Nicht perfekt, aber schon sehr gut. Mit diesen Worten könnte man die Leistung von Nuances neuer Version 12 des Spracherkennungsklassikers Dragon Naturally Speaking zusammenfassen. Version 1 war schon 1997 erschienen. Damals waren die Fähigkeiten der Spracherkennung noch sehr beschränkt, der Anwender musste langsam und abgehackt sprechen.

Seit ein paar Jahren ist Spracherkennung – auch dank der enormen Rechenleistung aktueller Mehrkern-Prozessoren – so gut, dass der Anwender ganz ungezwungen und beliebig schnell sprechen kann. Bei einfachen Diktaten erkennt die Software fast alles, bei schwierigeren bringt sie zumindest eine brauchbare Textgrundlage auf dem Bildschirm.

Falsch erkannte Wörter werden direkt in der Textverarbeitung korrigiert.

Inklusive Diktiergerät von Philips

Dieser Test soll klären, ob das Update von der Vorversion sich lohnt und wie gut die Zusammenarbeit mit einem Diktiergerät funktioniert. Im Test ist deshalb die “Premium Mobile Edition” inklusive Diktiergerät von Philips für 249 Euro.

Bereits die Vorgängerversionen waren schon ziemlich komplett ausgestattete Softwarepakete. Die Zahl der Neuerungen hält sich deshalb in Grenzen. Die Entwickler der Version 12 haben sich darauf konzentriert, die Erkennungsleistung zu verbessern. Laut Hersteller ist die “anfängliche Erkennungsgenauigkeit um 18 Prozent” besser als bei der Vorgängerversion.

Viel wichtiger für den Anwender ist aber die Erkennungsrate, zu der das System nach dem Training und dem Aufbau des persönlichen Wortschatzes fähig ist. Nützlich dabei: Wie schon in der Vorgängerversion kann man die Erkennungsrate verbessern, indem man Textdokumente einlesen und analysieren lässt und dann neue Begriffe in das Vokabular integriert.

Den Bedienkomfort verbessern soll eine neue Technologie namens Smartformat, die von selbst die Vorlieben des Nutzers bei der Formatierung erkennt, dazu gehören beispielsweise auch Schreibweisen von Abkürzungen oder Nummerierungen.

Für die Installation von Dragon Naturally Speaking 12 muss man etwa eine Stunde einkalkulieren, inklusive Einrichtung des Mikrofons und Übernahme eines vorhandenen Benutzerprofils aus der Vorversion.

App für iOS und Android

Nützlich ist die Unterstützung für Headset-Mikrofone mit Breitband Bluetooth-Verbindung. Damit kann der Anwender in ein drahtloses Mikrofon sprechen und ist nicht mehr durch das Kabel an den PC gebunden. Für Besitzer von Apples iPhone und Android-Handys gibt es eine App, mit der sich das Smartphone zum schnurlosen Mikrofon umfunktionieren lässt.

Die weiteren Neuerungen sind eher zweitrangig. So klingt die Stimme in der Text-to-Speech-Funktion jetzt noch natürlicher und diverse Leistungsassistenten und Möglichkeiten zur Personalisierung der Software sollen ebenfalls helfen, das Programm noch effizienter einzusetzen.

Unterstützt werden daneben auch die Webmaildienste GMail und Hotmail. Dabei kann der Anwender nicht nur innerhalb des Textfeldes diktieren, sondern auch die gängigsten Formatierungen und Befehle der Mailprogramme per Sprachbefehl aufrufen.

Für Nutzer von Apples iPhone und Android-Smartphone gibt es eine App, die das Handy in ein drahtloses Mikrofon verwandelt (Foto: Nuance)

Bewährte Bedienoberfläche

Bei der Bedienoberfläche haben sich die Entwickler dankenswerterweise zurückgehalten und nur wenig geändert. Anwender, die bisher schon mit Naturally Speaking gearbeitet haben, werden sich in der bewährt einfachen und logisch aufgebauten Bedienoberfläche sofort zurechtfinden.

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3 Antworten zu Test: Mobil diktieren mit Dragon Naturally Speaking 12

  • 1. Oktober 2012 à 15:18 von Rosa

    Ich bin total begeistert von Comodo.
    Dragon, ist wirklich sehr hilfreich, in Sachen reinige deinen EMailbrowser von nutzlosen Dingen, die anderen Sagen, wo du gewesen bist.

  • 23. November 2012 à 17:35 von Weber Reinhard

    Mich hats gewundert das die günstige Version auch so gut funktioniert, die einfache Spracherkennung soll aber die gleichen Grundfunktionen wie die Pro Version haben.

  • 1. August 2013 à 20:01 von RA Talic

    Top Produkt, sehr hilfreich im Beruf beim Verfassen von Schriftsätzen oder E-Mails.Bei der Android-App wäre es wünschenswert, wenn diese nicht nur als drahtloses Mikro sondern als vollwertiges Diktiergerät für unterwegs konzipiert wäre.

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