Interview: Ökologisch, authentisch, erfolgreich

Wie kann ein Unternehmen sein Green IT-Engagement bekannt machen, ohne seine Glaubwürdigkeit zu verlieren? Im eWEEK-Interview erklärt Hannelore Grunwald, Geschäftsführerin der Marketing-Agentur Grunwald, wie man das Green IT-Profil schärft und wie die vielzitierten LOHAS ticken.

von Mehmet Toprak 1

Hannelore Grunwald ist Geschäftsführerin der Agentur Grunwald. Die Agentur zählt auch Großunternehmen wie Allianz, BMW oder Porsche zu ihren Kunden. Mit ihrer Unit Greenpartner kümmert sich Grunwald speziell um das Thema Green IT. Dabei geht es vornehmlich darum Unternehmen zu helfen, ihr »ökologisches Profil weiterzuentwickeln« und das eigene »grüne« Engagement bekannt zu machen.

Als Zielgruppe hat Greenpartner dabei vor allem die LOHAS ausgemacht (Lifestyle of Health and Sustainability). Gut gebildete, kritische Verbraucher, die bei ihrem Konsumverhalten auch ökologische oder soziale Aspekte berücksichtigen. Zugleich handelt es sich meistens um sehr kaufkräftige Konsumenten. Das macht sie für die Hersteller besonders interessant. Nach Schätzungen von Greenpartner gibt es in Deutschland inzwischen schon 13 Millionen LOHAS.

Wie ein Unternehmen seine Green IT-Aktivitäten so glaubwürdig gestaltet, dass dies auch von den Kunden honoriert wird, erklärt Hannelore Grunwald im eWEEK-Interview.

eWEEK: Gibt es im Bereich der Hightech-affinen Kunden viele LOHAS? Wie wichtig sind diese für Unternehmen?

Grunwald: Das ist eine Frage der Definition. LOHAS sind die am schnellsten wachsende Zielgruppe. Wenn man nun auch noch bedenkt, dass 80 Prozent der LOHAS bereit sind, für ethisch einwandfreie Produkte 20 Prozent mehr zu zahlen, kann man sich vorstellen, wie wichtig diese wachsende Zielgruppe für Unternehmen heute ist.

LOHAS sind auf jeden Fall durch hohes Gesundheitsbewusstsein, nachhaltigen und ethischen Lebensstil sowie ein hohes Bildungsniveau geprägt. Sie kaufen in der Regel am liebsten von Unternehmen, die ihre Werte teilen, entscheiden sich für Firmen mit Verbraucherverantwortung und fordern naturgemäße Lösungen.

Welche Branchen sind davon betroffen? Und wie sieht das im Bereich Hightech aus?

Besonders wichtige Teilbereiche hierbei sind naturverträgliches Bauen, erneuerbare Energien und sozial verantwortliche Investments. Im Konsumgüterbereich spielt das Thema besonders im Bereich Lebensmittel, Körperpflege und Kosmetik eine große Rolle.

Und natürlich betrifft das auch den Bereich technischer Produkte. Top-Qualität, wenig Verbrauch – so lässt sich der Wunsch der Verbraucher heutzutage generell auf den Punkt bringen. Hightech-affine Konsumenten kommen an diesem Thema heute also gar nicht mehr vorbei.

»Nachhaltigkeit sollte immer drei Komponenten beinhalten: Soziales Engagement, Ökologie, Ökonomie.« Grunwald-Geschäftsführerin Hannelore Grunwald. (Foto: Agentur Grunwald)

Kann ein Unternehmen Green IT noch ignorieren?

Nein. An der nachhaltigen Ausrichtung von Unternehmen führt definitiv kein Weg mehr vorbei. Hierbei handelt es sich auch längst nicht mehr um einen Trend, sondern viel mehr um einen Sinneswandel.

Nachhaltigkeitsmanagement ist immer ganzheitlich zu sehen und umfasst soziale, ökonomische und ökologische Aspekte. Man beginnt mit kleinen Schritten, senkt hier Kosten, kommuniziert, gewinnt da neue Kunden.

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