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Forscher warnen: Sonnenstürme killen 2012 unsere IT

2012 endet der Maya-Kalender. Am Ende der Zeit könnte auch das Ende der digitalen Zeitmesser kommen, denn alle Elektronik werde in drei Jahren von der Sonne bedroht.

Momentan verhält sich die Sonne ungewöhnlich ruhig. Doch das werde sich ändern, warnt die “National Academy of Sciences” (NAS) gemeinsam mit anderen Sonnenexperten. Für 2012 sagen sie einen Höhepunkt bei den Solarstürmen voraus. Dabei würden derartige Mengen elektromagnetischer Strahlung abgesondert wie seit 1859 nicht mehr. Damals brannten alle Telegraphen-Verbindungen durch. Ein kleinerer Sonnensturm knockte 1989 das kanadische Stromnetz aus. In 2005 erlitten US-Systeme aus gleichen Gründen ein paar Ausfälle.
Die heraufziehenden Stürme könnten allerdings die heftigsten werden, die in der Moderne je beobachtet wurden: 1 bis 2 Billionen Dollar Schaden, Zusammenbruch von Transport, Kommunikation, Geldverkehr und Finanzsystem (was davon übrig ist) sowie der staatlichen Einrichtungen sehen die Forscher als mögliche Folge. Sogar der Zusammenbruch der Wasserversorgung aufgrund ausfallender Pumpen wäre denkbar. Selbst die Kühlschränke seien gegen diese elektromagnetische Attacke nicht gefeit. Bei der heutigen Digitalisierung in Küche und Haushalt könnte es für die Versorgung der Familien schwierig werden. In den betroffenen Regionen wären selbstverständlich auch Computer und Internet gefährdet. Nur speziell geschützte Serverfarmen, Datenvaults und Rechenzentren haben eine Chance. Das GPS-System und alle darauf basierenden Services dürften dagegen komplett ausfallen.


Von den geomagnetischen Stürmen werde sich die Zivilisation erst nach vier bis zehn Jahren erholen, warnt das NAS-Szenario. Ein Bericht der Züricher ETH ergänzt, dass beim Ausfall des Internets das Bruttosozialprodukt pro Woche 1,2 Prozent verlieren werde. Wie wir uns das Ganze vorzustellen haben, wird uns sicher bald Roland Emmerich im Kino zeigen. Ach halt, er hat 2012 ja schon verfilmt. (rm)

io9

New Scientist