Die Wirtschaftskrise erfasst auch Cyberkriminelle

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Jede Krise birgt eine Chance – nicht zuletzt auch für die Versender von Spam: Faule Kreditangebote haben jetzt Hochkonjunktur. Doch – wer hätte das gedacht – auch diese Branche kämpft mit einem massiven Preisverfall für ihre professionalisierten Dienstleistungen.

Bis zu 95 Prozent des weltweiten E-Mail-Aufkommens sind Spam, schreibt der Security-Lösungsanbieter G Data. Und ein Drittel hiervon wiederum seien zweifelhafte Kreditangebote. So lässt sich aus Verzweiflung Kapital schlagen – selbst wenn bis zu 95 Prozent der Adressaten nicht auf die Falle hereinfallen. Doch das Prinzip von Angebot und Nachfrage gilt offensichtlich auch hier: Die Preise für das massenhafte Versenden von Spam-Mails, von sozusagen professionellen Dienstleistern betrieben, sollen gegenüber dem Vorjahr um bis zu 50 Prozent gesunken sein, heißt es. Die (auf der guten Seite arbeitenden) Müll-Mail-Sortierer von G Data berichten, dass im Jahr 2007 der Versand von 20 Millionen Spam-Mails im Durchschnitt noch 350 Euro gekostet habe, im vergangenen Jahr 290 Euro und in diesem Jahr schließlich nur noch 150 Euro, also knapp mehr als die Hälfte.

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