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Praxis
Konform komprimieren

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Fast jede Digitalkamera speichert Bilder im JPEG-Format ab. Dieser Artikel verrät, wie man mit dem richtigen Kompressionsfaktor eine optimale Bildqualität erhält.

Kompressionsfaktor

Praxis

Im JPEG-Format (Joint Pictures Experts Group) abgelegte Bilder benötigen deutlich weniger Speicherplatz als die unkomprimierten TIFF-Pendants. Trotz Kompression treten mit richtig gewähltem JPEG-Kompressionsfaktor keine sichtbaren Störungen oder Artefakte auf. Sinnvoll sind Werte von 1:10 – das komprimierte Bild schrumpft auf ein Zehntel der originalen Größe zusammen.

Nahezu jede aktuelle Digitalkamera speichert aufgezeichnete Bilder standardmäßig in komprimierter Fassung ab. Ein unkomprimiertes Bild mit 24 Bit Farbtiefe belegt bei 1024 x 768 Pixeln rund 18 MByte Speicherplatz. Selbst eine mit 128 MByte großzügig dimensionierte Speicherkarte fasst lediglich sieben Aufnahmen dieser Größe.


Standardmäßig komprimiert

Praxis

Bei digitalen Kameras wird fast ausschließlich das JPEG-Format eingesetzt.

Mit diesem Verfahren bearbeitete Bilder weisen abhängig vom gewählten Kompressionsgrad sehr unterschiedliche Dateigrößen und Qualitätsstufen auf.

Je nach Komprimierungsgrad -einstellbar über das Menü der Kamera – besitzen die Bilder neben qualitativen Verlusten an Farb- und Detailinformation auch formattypische Störungen durch Artefaktbildung (Kachelung). Wird eine Bilddatei mittels des JPEG-Verfahrens auf ein Viertel bis ein Achtel der ursprünglichen Größe reduziert, sind die dabei auftretenden Verluste und Fehler normalerweise nicht wahrnehmbar (Visually-lossless-Komprimierung).


Zwischen den Komprimierungsfaktoren 8 bis etwa 20 nehmen Datenverluste und damit die Bildstörungen sichtbar zu, sind aber erst bei sorgfältiger Betrachtung erkennbar. Bei noch höheren Packraten wird mit dem Kacheleffekt eine JPEG-Eigenart ersichtlich: Im Bild sind acht mal acht Pixel messende Flächen als homogene Kacheln zu erkennen.


Optimale Bildqualität

Praxis

Oben genannte Kacheln verändern ein Bild auch bei geringen Vergrößerungen bereits unschön. Daher empfiehlt es sich, Bilder nur bis zu einem JPEG-Faktor von 1:10 zu komprimieren. Um die Größe der Dateien weiter zu verringern, sollte dann die Bildauflösung reduziert werden – die meisten aktuellen Kameras verfügen über beide Optionen. Zudem lassen einige Modelle zu hohe JPEG-Kompressionsfaktoren erst gar nicht zu, sondern reduzieren bei den Einstellungen für sehr starke Komprimierung automatisch die Auflösung.

Bei Kameramodellen mit einer Auflösung um die vier Megapixel – beispielsweise 2272 x 1704 Punkte – beansprucht ein mit dem JPEG-Kompressionsfaktor 1:6 aufgenommenes Bild rund zwei MByte Speicherplatz. Dementsprechend passen auf eine 16 MByte große Speicherkarte ungefähr acht Bilder. Wird die Auflösung auf drei Megapixel (beispielsweise 2048 x 1536 Punkte) reduziert und der Kompressionsfaktor auf 1:12 erhöht, vergrößert sich die Zahl der möglichen Aufnahmen auf das
2,7fache. Auf einer 64-MByte-Speicherkarte lassen sich nun bei gleicher Qualität rund 54 Aufnahmen unterbringen.


TIFF-Format – nicht sinnvoll

Praxis

Das von vielen digitalen Kameras unterstützte TIFF-Format (Tagged Image File Format) ist selten praxistauglich. Neben ökonomischen Gründen ist es auch aus qualitativen Überlegungen heraus nicht sinnvoll, das TIFF-Format einzusetzen.

Jedes Element der digitalen Kamera – Projektion, Sensorik, A/D-Wandlung, Interpolation und Bildaufbereitung – fügt dem aufgenommenen Bild minimale Fehler und Veränderungen zu. Infolgedessen wird kein Digitalkamerabild unverändert auf der Speicherkarte abgelegt. Dies bedeutet allerdings auch, dass der enorme Speicheraufwand für eine unkomprimierte Datei in den meisten Fällen keine sichtbare Verbesserung der Bildqualität mit sich bringt.