Panda-Report: Malware und Spam von 10 Millionen Zombies

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74% aller eingehenden Nachrichten sind Spam-Mails, die meisten davon wurden über infizierte PCs versendet.

Antiviren-Spezialist Panda und Mail-Security-Anbieter Commtouch kommen in ihr gemeinsamen Studie zu dem Schluss, dass im zweiten Quartal 2008 täglich über 10 Millionen Zombie-Rechner Spam und Malware verteilt haben. Schon im Juli verbreitete die Mutterfirma ihren Report dazu, doch nun verteilt auch das Marketing der deutschen Tochter die alarmierenden Zahlen . Die Besitzer der infizierten Systeme wüssten aber nicht einmal bescheid, was ihre Rechner da im Hintergrund tun. So seien zwischen April und Juni 2008 ganze 74% der eingehenden Mails Spam gewesen – der Großteil käme eben über diese “Zombies”.

Die beiden Firmen sehen nicht einmal mehr die verbreiteten Schädlinge und Spam-Mails als die eigentliche Gefahr – die habe man ja mit passender Software halbwegs im Griff. Das geheime Riesen-Netzwerk übernommener Systeme stelle aber die eigentliche Gefahr dar.

Waren in einer Studie von Sophos vom Juli noch die meisten Spam-Mails aus USA und Russland – an dritter Stelle folgte die Türkei – hat die Türkei laut Panda mittlerweile die Nase vorn im gefährlichen Tun der PC-Zombies: In diesem Land seien schon 11% der PCs infiltriert. Danach folge Brasilien mit 8,4% und Russland mit 7,4%. Die USA sei vom ersten auf den neunten Platz zurückgefallen. Deutschland, dem G Data im April schon die meisten Zombie-Rechner nachsagte, belegt im weltweiten Zombie-Ranking laut Panda-Studie mittlerweile nur noch Platz sechs.

Panda, neuerdings umbenannt von Panda Software in Panda Security, erklärt, dass sich an der Vorgehensweise der Müll-Versender nicht viel geändert habe im vergangenen Halbjahr. Nur, weil die Cyberkriminellen ihre Zombie-Netze durch Technik-Optimierung noch ausbauen konnten, sei die Menge der Schädlinge und Spams so stark gestiegen. Als Trend sei der Missbrauch von Google Adwords im vergangenen Quartal hinzugekommen. Panda: “Dieser Trend hält weiterhin an. Zudem werden Social Engineering Techniken immer noch gerne eingesetzt, um Anwender zur Preisgabe von geheimen Informationen zu bewegen.” (Manfred Kohlen)

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