Analyst: Intel wird aus Flash-Speichermarkt aussteigen

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Die NAND-Flash-Chips, wie sie in MP3-Playern und anderen Geräten zum Einsatz kommen, würden Intel nur Verluste bringen. Auf lange Sicht sollte der Chipriese aussteigen, empfiehlt Jim McGregor von In-Stat.

Intel investierte als Erster in die Flash-Technik – und wird wohl als einer der Ersten aussteigen müssen, heißt es in der “In-depth-Analyse” der Marktanalysten von In-Stat. Der Autor Jim McGregor stellt darin die Intel-Strategie in diesem Marktsegment in Frage. Vor allem Samsung und vier andere Wettbewerber würden Intel bei NAND in einen Preiskampf ziehen – doch der Flashbereich des Chipgiganten ist mehrere Jahre schon unrentabel und werde nur durch andere Intel-Aktivitäten quersubventioniert.

“In-Stat glaubt, dass Intel mit hoher Wahrscheinlichkeit den Markt für diskrete Flash-Speicher – wegen seiner Schwierigkeiten mit dem Erreichen eines positiven ROI – innerhalb weniger Jahre verlassen wird.”, schreibt McGregor. Wohl wegen der schlechten Zahlen stehe der Flash-Bereich in den Bilanzen nur noch als Teil von “alle anderen Geschäftsbereiche” – und die erreichten trotz der noch respektablen Intel-Gesamtleistung einen Verlust von 2,4 Milliarden Dollar.

Und obwohl es für Intel gut wäre, den Flash-Markt bald zu verlassen, würden vertragliche Verpflichtungen die Chipfirma noch ein paar Jahre an diesem nötigen Schritt hindern. Nach Marktforschung von iSuppli ist Intel nur der fünftrößte NAND-Lieferant – mit lediglich 3,2 Prozent Weltmarktanteil. Samsung führt, Toshiba folgt als Zweiter, Hynix und Micron folgen, bevor Intel endlich zum Zug kommt. (mk)

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