Unternehmen ignorieren Powermanagement für PCs

Powermanagement-Lösungen für PCs könnten bis zu 40 Prozent Strom sparen. Doch viele Unternehmen ignorieren das Thema trotzdem. Das behaupten die Marktforscher von Ovum.

von Mehmet Toprak 1

Trotz der offensichtlichen Vorteile für den Umweltschutz und die Stromrechnung werden Lösungen für das Powermanagement von PCs (PCPM) in Unternehmen vielfach immer noch links liegen gelassen. Und dies, obwohl sie damit bis zu 40 Prozent an Energie einsparen könnten.

Nach Ansicht der Analysten von Ovum liegt dies in erster Linie daran, dass IT-Administratoren den Lösungen misstrauen. Sie haben Angst, eine PCPM-Lösung könnte zum zeitweiligen Ausfall von Rechnern führen und den Geschäftsbetrieb unterbrechen.

Außerdem hätten viele IT-Administratoren möglicherweise übertriebene Erwartungen an die Wirksamkeit der Stromspar-Mechanismen, die bereits im PC oder im Betriebssystem integriert sind.

Diese seien zwar in der neuen Generation der Desktops und Betriebssysteme verbessert worden, aber immer noch nicht ausreichend.

Einsparungen von 36 Dollar pro PC

Für die Studie hat Ovum nach eigenen Angaben elf der führenden PCPM-Lösungen ausgewählt und getestet. Demnach ergeben sich pro Jahr Einsparungen von rund 36 Dollar pro Arbeitsplatz-Rechner und gleichzeitig eine jährliche Reduzierung des Stromverbrauchs um 380 Kilowattstunden bei jedem PC – mit entsprechend positiven Auswirkungen auf die CO2-Emissionen.

Laut Ovum haben viele PCPM-Lösungen ihren Anschaffungspreis schon nach sechs Monaten amortisiert.

PCPM senkt die Betriebskosten

Die Autorin des Reports, Ovum-Analystin Rhonda Ascierto (Senior Analyst), meint: »Angesichts steigender Energiekosten und zunehmendem Drucks auf Organisationen, Maßnahmen zur Nachhaltigkeit zu treffen, können PCPM-Lösungen ein wirksamer Weg sein, den Energieverbrauch zu drosseln und damit auch die Betriebskosten zu senken.«

Ascierto will auch IT-Manager, die PCPM nach wie vor misstrauen, beruhigen. Die Sorge, dass Powermanagement-Lösungen den Geschäftsbetrieb unterbrechen, sei unberechtigt. Keiner der elf Lösungen, die Ovum für die Studie untersucht hätte, hätte zu irgendwelchen Unterbrechungen oder Störungen geführt.

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Eine Antwort zu Unternehmen ignorieren Powermanagement für PCs

  • 5. Januar 2012 à 22:03 von Karl-Dieter Lemcke

    Das kann doch gut sein, wenn man als Unternehmensstrategie auf Personaleinsparung pocht und damit den IT-verantwortlichen Mitarbeitern nicht mehr die Zeit lässt, außer dem Notwendigsten auch noch das Vernünftige zu tun.

    Es es sattsam bekannt, dass Unternehmensleitungen in Deutschland von IT-Sicherheit keine Ahnung haben und den negativen Folgen erst recht nicht, dass sie daher auch Null/Nothing/keinen Euro investieren.

    Nach 35 Jahren IT-Tätigkeit finde ich auch nach weiteren 10 Jahren Rentnerdasein nur wenige Ansätze zum Umdenken.

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