Infortrend: Skalierbare virtuelle Speicher bis 112 Tbyte gegen »FCOE«-Angriff

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Die Enterprise Scalable Virtualized Architecture (ESVA) soll als neues Storage Area Network bis zu 112 TByte Daten für das Firmennetz bereitstellen. Der Hersteller verspricht günstige Storage-Virtualisierung ohne Ausfallzeiten.

Der Storage-Markt nahm im Rahmen der Wirtschaftskrise Schaden – der einstige Garant für guten Umsatz brauchte also neue Energie. Mitbewerber von ESVA-Anbieter Infortrend versuchten, den Speichermarkt mit FCOE-Lösungen zu retten – FibreChannel over Ethernet sei preiswerter und schaffe die Möglichkeit, die in den schnellen FibreChannel-Netzen üblichen Datenpakete auch per Netzwerk-Standard Ethernet zu versenden.

Den Anbieter von großen Speichersystemen Infortrend ficht das nicht an: Seine ESVA sei schnell, skalierbar und leicht zu virtualisieren. Die Plattform des Storage-Altmeisters komme auch mit den herkömmlichen iSCSI- und FC-Speicherfunkionen zu ordentlicher Leistung. Ein integrierter “Scale-out”-Mechanismus, der Daten ohne Ausfallzeiten auf größere Systeme migrieren könne  und virtuelle Laufwerksfunktionen seien ideal für große Netze.

Die Systeme bauen auf dem FC- oder iSCSI-SAN-Protokoll auf, der Datendurchsatz von drei der fünf Modelle erreicht die FC-Geschwindigkeit von 8 GBit/s.

Die kleinen Varianten F40 und F60 nehmen SAS-Laufwerke auf, die Version ESVA-F20 schluckt SATA-II-Festplatten. In den Gehäusen E20 und E60 findet sich ein iSCSI-Anschluss mit einem Datendurchsatz von 1 GBit/s. Eine Auswahl der Modelle präsentiert der Hersteller in einer PDF-Datei.

Der riesige Superspeicher hat einen Hasenfuß: er lässt sich nicht in bestehende Speicherstrukturen einbinden. Dass die Systeme mit Windows Server 2008, Solaris, Linux, IBM-AIX und HP-UX zusammenarbeiten sowie mit Virtualisierungs-Umgebungen wie VMware oder Microsoft Hyper-V einwandfrei funktionieren, mag beim Aufbau neuer Speicherstrukturen perfekt sein. Bei einem Preis ab 29.000 Euro je nach Modell und Ausstattung (für die Leistung einigermaßen vertretbar) sollten IT-Leiter jedoch zwei Mal überlegen, ob nicht doch noch eine ältere Speicherstruktur im Weg steht. (Manfred Kohlen)

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