IT-News Streaming-Abmahnungen

(Bild: shutterstock/BackgroundStore)

Streaming-Abmahnungen: Hausdurchsuchungen bei Gutachter und Rechtsanwalt

Nach anderen Beteiligten an den im vergangenen Jahr viel Aufsehen erregenden Abmahnungen wegen angeblicher Urheberrechtsverletzungen durch Streaming von Filmen bei Redtube, hat es jetzt auch den IT-Experten Andreas R. erwischt. Ihm wird die Abgabe falscher eidesstattlicher Versicherungen vorgeworfen. Auch die Ermittlungen gegen den Berliner Rechtsanwalt, der ihn angestiftet haben soll, laufen weiter.

(Bild: shutterstock/BackgroundStore)

Betrüger kopieren im Namen eines britischen Anwalts die Redtube-Abmahnwelle

Den Empfängern des per Post zugestellten Briefes wird vorgeworfen, Filme der xfun film Ltd auf Tauschbörsen veröffentlicht und auf Streaming-Portalen konsumiert zu haben. Dafür sollen sie 280 Euro Schadenersatz zahlen. Doch weder existiert die Filmfirma noch weiß der britische Anwalt, der die Abmahnungen angeblich unterzeichnet hat, etwas von der Sache.

(Bild: Shutterstock /Sebastian Duda)

Redtube: EuGH erachtet Streaming als rechtens

Er bestätigt damit die Auffassung vieler Experten, die sich nach der Abmahnwelle wegen Streaming in Dezember in Deutschland damit befasst hatten. In dem aktuellen Urteil geht es um die Frage, ob die Zwischenspeicherung von Inhalten im Browser-Cache erlaubt ist. Das ist auch eine der strittigen Fragen bei den viel diskutierten Streaming-Abmahnungen.

(Bild: Shutterstock/Rugdal)

Nutzer vermeintlicher Streaming-Angebote abgemahnt

Auf mehrere Kanzleien kamen in den vergangenen Tagen Klienten zu, die Abmahnungen für die Nutzung des Dienstes Popcorn Time und der Site cuevana.tv. erhalten haben. Zwar sehen beide wie Streaming-Sites aus, tatsächlich greifen sie für ihre Inhalte auf das Torrent-Netzwerk zurück. Daher ist die Nutzung gefährlicher als bei der ersten Welle von Streaming-Abmahnungen im Dezember.

(Bild: shutterstock/BackgroundStore)

Streaming-Abmahnungen: Kölner Gericht beginnt mit der Fehlerbeseitigung

Das Landgericht Köln hat einzelne Auskunftsbeschlüsse aufgehoben. Mit ihnen hatten Anwälte bei Providern die Herausgabe von Adressdaten verlangt. So wurden sie die Grundlage für die Redtube-Abmahnwelle im Dezember. Bereits kurz vor Weihnachten hatten einige Richter ihre ursprüngliche Einschätzung revidiert.

Redtube-Abmahnungen: Überwachungs-Tool offenbar ein Witz

Der Berliner Anwalt Johannes von Rüden und sein Team betreuen über 650 Mandaten in Verfahren gegen Abmahnungen der Kanzlei Urmann + Collegen. Er hat nun das Gutachten zu der Software unter die Lupe genommen, mit der die IP-Adressen angeblich ermittelt wurden. Sein Urteil fällt vernichtend aus.

urteil-gericht

Bundesjustizministerium erachtet Streaming für legal

Es hat aufgrund einer Anfrage der Abgeordenten Halina Wawzyniak anlässlich der massenhaft verschickten Abmahnungen an Redtube-Nutzer dazu Stellung genommen. Ob die Nutzung von Streaming-Angeboten eine Vervielfältigung darstellt, wollte das Ministerium nicht entscheiden. Es verweist in dieser Frage auf die ausstehende Klärung durch die EU-Rechtsprechung.

(Bild: shutterstock/BackgroundStore)

Fall Redtube: Streaming-Abmahner ohne Filmrechte

Der Streit um das Abrufen bestimmter Filme erweist sich zunehmend als Gerichtsposse. Das schweizer Unternehmen The Archive, in dessen Namen viele Abmahnungen versendet wurden, besitzt wahrscheinlich gar nicht die Rechte zu den Movies. Und die Streifen, für die Vermarktungsrechte vergeben wurden, sind wohl selbst Raubkopien.