IT-News Streaming-Abmahnungen

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Streaming-Abmahnungen: Hausdurchsuchungen bei Gutachter und Rechtsanwalt

Nach anderen Beteiligten an den im vergangenen Jahr viel Aufsehen erregenden Abmahnungen wegen angeblicher Urheberrechtsverletzungen durch Streaming von Filmen bei Redtube, hat es jetzt auch den IT-Experten Andreas R. erwischt. Ihm wird die Abgabe falscher eidesstattlicher Versicherungen vorgeworfen. Auch die Ermittlungen gegen den Berliner Rechtsanwalt, der ihn angestiftet haben soll, laufen weiter.

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Betrüger kopieren im Namen eines britischen Anwalts die Redtube-Abmahnwelle

Den Empfängern des per Post zugestellten Briefes wird vorgeworfen, Filme der xfun film Ltd auf Tauschbörsen veröffentlicht und auf Streaming-Portalen konsumiert zu haben. Dafür sollen sie 280 Euro Schadenersatz zahlen. Doch weder existiert die Filmfirma noch weiß der britische Anwalt, der die Abmahnungen angeblich unterzeichnet hat, etwas von der Sache.

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Redtube: EuGH erachtet Streaming als rechtens

Er bestätigt damit die Auffassung vieler Experten, die sich nach der Abmahnwelle wegen Streaming in Dezember in Deutschland damit befasst hatten. In dem aktuellen Urteil geht es um die Frage, ob die Zwischenspeicherung von Inhalten im Browser-Cache erlaubt ist. Das ist auch eine der strittigen Fragen bei den viel diskutierten Streaming-Abmahnungen.

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Nutzer vermeintlicher Streaming-Angebote abgemahnt

Auf mehrere Kanzleien kamen in den vergangenen Tagen Klienten zu, die Abmahnungen für die Nutzung des Dienstes Popcorn Time und der Site cuevana.tv. erhalten haben. Zwar sehen beide wie Streaming-Sites aus, tatsächlich greifen sie für ihre Inhalte auf das Torrent-Netzwerk zurück. Daher ist die Nutzung gefährlicher als bei der ersten Welle von Streaming-Abmahnungen im Dezember.

Gerichtsurteil (Bild: Shutterstock/Gunnar Pippel)

Amtsgericht Potsdam bügelt Ansprüche von The Archive als unbegründet ab

Das Unternehmen hatte im Dezember an zehntausende Personen Abmahnungen verschicken lassen. Es warf ihnen vor, durch Streaming von Inhalten beim Porno-Portal Redtube Urheberrechte verletzt zu haben. Diese Behauptung hatte eine intensive Diskussion über die Urheberrechtslage bei Streaming überhaupt ausgelöst.

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Streaming-Abmahnungen: Kölner Gericht beginnt mit der Fehlerbeseitigung

Das Landgericht Köln hat einzelne Auskunftsbeschlüsse aufgehoben. Mit ihnen hatten Anwälte bei Providern die Herausgabe von Adressdaten verlangt. So wurden sie die Grundlage für die Redtube-Abmahnwelle im Dezember. Bereits kurz vor Weihnachten hatten einige Richter ihre ursprüngliche Einschätzung revidiert.

Redtube-Abmahnungen: Überwachungs-Tool offenbar ein Witz

Der Berliner Anwalt Johannes von Rüden und sein Team betreuen über 650 Mandaten in Verfahren gegen Abmahnungen der Kanzlei Urmann + Collegen. Er hat nun das Gutachten zu der Software unter die Lupe genommen, mit der die IP-Adressen angeblich ermittelt wurden. Sein Urteil fällt vernichtend aus.

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Bundesjustizministerium erachtet Streaming für legal

Es hat aufgrund einer Anfrage der Abgeordenten Halina Wawzyniak anlässlich der massenhaft verschickten Abmahnungen an Redtube-Nutzer dazu Stellung genommen. Ob die Nutzung von Streaming-Angeboten eine Vervielfältigung darstellt, wollte das Ministerium nicht entscheiden. Es verweist in dieser Frage auf die ausstehende Klärung durch die EU-Rechtsprechung.

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Fall Redtube: Streaming-Abmahner ohne Filmrechte

Der Streit um das Abrufen bestimmter Filme erweist sich zunehmend als Gerichtsposse. Das schweizer Unternehmen The Archive, in dessen Namen viele Abmahnungen versendet wurden, besitzt wahrscheinlich gar nicht die Rechte zu den Movies. Und die Streifen, für die Vermarktungsrechte vergeben wurden, sind wohl selbst Raubkopien.

em IT-Experten Andreas R. aus Ingolstadt wird die Abgabe falscher eidesstattlicher Versicherungen im Zusammenhang mit der Redtube-Abmahnwelle vorgeworfen (Bild: Shutterstock / Brian A Jackson)

Streaming-Abmahnungen: Staatsanwalt ermittelt gegen IP-Adressermittler

Das hat ein Sprecher gegenüber Medien bestätigt. Bisher war geprüft worden, ob der zur Aufnahme der Ermittlungen erforderliche Vorverdacht gegeben ist. Offenbar bestehen aber Zweifel an der Lauterkeit der Person, die an Eides statt versichert hat, dass die IP-Adressen korrekt erhoben wurden.

Streaming-Abmahnungen: Schweizer Medien nehmen The Archive AG ins Visier

Der Inhaber der Urheberrechte an den wegen Streaming abgemahnten Filmen hat möglicherweise gegen Schweizer Recht verstoßen. Außerdem hat das Unternehmen in der Schweiz einem Bericht zufolge noch keine Steuern gezahlt. Das gibt dem Verdacht neue Nahrung, dass es sich um eine Briefkastenfirma handelt.

Anwalt bei der Arbeit (Bild: Shutterstock)

Neue Dokumente sollen Mauscheleien der Kanzlei Urmann + Collegen belegen

Es handelt sich um Kontenbewegungen und eine exemplarische Kostennote der Regensburger Kanzlei an einen ihrer Mandanten. Auch bei diesen Unterlagen aus dem Jahre 2010 geht es um Abmahnungen im Auftrag von Porno-Produzenten. Bereits vergangene Woche kam ein Gutachten zu dem Schluss, eien Mandantenvereinbarung der Kanzlei U+C “könne als illegal bezeichnet werden”.

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Streaming-Abmahnungen: Redtube weist Vorwürfe zurück

Dem Unternehmen hinter dem Portal zufolge sind die Vorwürfe an deutsche Nutzer haltlos. Besucher der Website hätten durch Streaming der Inhalte keinerlei Urheberrechtsverletzungen begangen. Es droht den für die Abmahnungen Verantwortlichen nun Gegenmaßnahmen an.

Johannes von Rüden Rechtsanwalt

Berliner Kanzlei veröffentlicht Strafanzeige gegen Abmahnanwalt Sebastian

Die Kanzlei Wedermann | von Rüden hat am 10. Dezember Strafanzeige gegen Daniel Sebastian gestellt. Der Anwalt hatte beim Landgericht Köln die Herausgabe der Daten von Redtube-Nutzern erwirkt. Nun wird ihm Verstoß gegen das Datenschutzgesetz sowie banden- und gewerbsmäßiger Betrug vorgeworfen.

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Gutachten wirft Kanzlei Urmann + Collegen rechtswidrige Mandantenvereinbarung vor

Die Piratenpartei hat eine ihr zugespielte Mandantenvereinbarung der Kanzlei U+C veröffentlicht. Die wegen Streaming-Abmahnungen in die Schlagzeilen geratene Kanzlei hatte diese 2010 mit einem Videoproduzenten abgeschlossen. Einem beim Anwalt Christian Solmecke in Auftrag gegebenen Gutachten zufolge ist sie rechtswidrig.

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Streaming: Weitere Abmahnwellen sind zu erwarten

Bisher waren in erster Linie Kunden der Deutschen Telekom betroffen. Der abmahnende Anwalt Thomas Urmann hat im Gespräch mit einem Berufskollegen allerdings angekündigt, dass auch Nutzer anderer DSL-Anbieter Post von ihm erwarten müssen. Offensichtlich gibt es genug Angeschriebene, die entgegen dem Rat von Anwälten bereitwillig zahlen.

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Trittbrettfahrer verbreiten mit Streaming-Abmahnungen per E-Mail Malware

Das Schreiben ähnelt in Form und Inhalt weitgehend den von der Kanzlei Urmann + Collegen massenhaft per Brief verschickten Abmahnungen wegen Urheberrrechtsverletzungen durch Streaming-Nutzung bei Redtube. Allerdings enthält der Anhang Malware. Anwender sollten die Mail am besten sofort löschen.

Copyright Abmahn-Barometer

Kölner Anwalt stellt Abmahn-Barometer für Webnutzer vor

Seit einigen Tagen werden tatsächliche oder vermeintliche Nutzer des Streaming-Portals Redtube massenhaft abgemahnt. Nicht nur die Anzahl der Abmahnungen, auch die Tatsache, dass erstmals Streaming-Nutzer solche Briefe erhalten, sorgt für Aufruhr. Anwalt Christian Solmecke hat daher eine Übersicht über die Abmahngefahr bei der Mediennutzung im Netz erstellt.

Johannes von Rüden Rechtsanwalt

Abmahnung von Streaming-Nutzern: nur ein Missverständnis?

Möglicherweise entbehren die in den vergangenen Tagen versandten massenhaften Abmahnungen von Nutzern des auf Porno-Filme spezialisierten Streaming-Portals Redtube jeglicher Grundlage: Das Kölner Gericht, das dem Auskunftsersuchen der Rechteinhaber stattgegeben hat, scheint den Unterschied zwischen Filesharing und Streaming nicht verstanden zu haben.

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Abmahnwelle gegen Nutzer von Streaming-Angeboten

Absender ist die Regensburger Kanzlei U+C im Auftrag der Schweizer “The Archive AG”. Sie fordert wegen Urheberrechtsverletzungen bei Nutzung eines Streaming-Angebots für Pornofilme 250 Euro. Der Kölner Anwalt Christian Solmecke geht von “vermutlich mehr als 10.000 Menschen” aus, die abgemahnt wurden.