Kühlt die WiMAX-Euphorie ab?

Netzwerke

Die Entwicklung von WiMAX-Netzen und -Zubehör kühlt ab, orakelt die taiwanische Digitimes.^

Mit dem Boom bei der Entwicklung von WiMAX-Produkten sei es erstmal vorbei, deuten die Digitimes-Mitarbeiter weltweite Entwicklungen. Die weltweite Einstellung oder Kürzung von WiMAX-Projekten einiger großer Player ergäbe eine ungewisse Zukunft für die Technik.

Ericsson hatte etwa kürzlich verlautbart, seine Entwicklungen von WiMAX-Produkten aufzugeben – man könne Breitband-Dienste auch über die schon bestehenden 3G-Netze anbieten, ohne in die neue Technik investieren zu müssen.

Marktgerüchte über den US-Anbieter Sprint Nextel und dessen neuem “konservativen Blick” auf WiMAX würden zudem eine Verlangsamung der Entwicklung von WiMAX-Netzen nahelegen. Auch der Service-Provider Clearwire, der WiMAX-Netze in den USA anbietet, leidet unter Geld-Entzug: seine Aktien fielen im frühen März um rund ein Drittel in ihrem Wert.

In Taiwan schließlich schloss die Notenbook-Firma Mitac Technology Corporation ihre komplette WiMAX-Abteilung, die eigentlich mit dem US-Telekom-Anbieter Nortel kooperieren wollte.

Über Intels Centrino-II-Chipsätze, die gleichzeitig WiFi und WiMAX beherrschen, verloren die Telekom-Spezialisten des taiwanischen Nachrichtendienstes allerdings kein Wort. Verfrühtes Jammern oder Ruhe vor dem Sturm? (mk)

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