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Mehmet Toprak

Kommentar zur DSL-Drosselung: Die Telekom als Sündenbock

Mit ihrer Ankündigung, die Datenraten bei DSL-Zugängen ab einem bestimmten Datenvolumen zu drosseln, hat die Telekom einen Sturm der Empörung ausgelöst. Doch das wohlfeile Telekom-Bashing greift zu kurz. Schuld hat auch die Politik, die es in den letzten 20 Jahren versäumt hat, eine leistungsfähige Infrastruktur für die Internet-Wirtschaft aufzubauen.

Telekom-Chef René Obermann wehrt sich gegen die Kritik an der DSL-Drosselung (Bild: Telekom).

Telekom-Chef wehrt sich gegen Missbrauch des Begriffs Netzneutralität

Laut Telekom-Chef René Obermann werde der Begriff Netzneutralität in der aktuellen Debatte um die Drosselung von DSL-Anschlüssen dazu missbraucht, “einen Flatrate-Anspruch auf unbegrenztes Datenvolumen im Internet zu zementieren”. Obermann zufolge betreffen die meisten Kunden die Änderungen ohnehin nicht.

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EU-Wettbewerbskommissarin: Telekom-Kunden sollen kündigen

Laut Neelie Kroes sollten Verbraucher “mit den Füßen abstimmen”. Sie machte aber zugleich deutlich, dass die EU nichts gegen die Pläne der Deutschen Telekom zur DSL-Drosselung unternehmen werde. Der Konzern verteidigt die Drosselung als eine “faire Lösung”.

Drosselung (Bild: Shutterstock/Yuri Samsonov)

Deutsche Telekom: Kritik von allen Seiten für Drosselkom

Wirtschaftsminister Rösler (FDP) und Verbraucherschutzministerin Aigner (CSU) sorgen sich um die Netzneutralität. Wettbewerber weisen auf ihre auch künftig ungedrosselten Angebote hin, andere Marktteilnehmer und Verbände geben sich schockiert, Webnutzer schmähen den Konzern als “Drosselkom.”

Drosselung (Bild: Shutterstock/Yuri Samsonov)

Telekom macht mit DSL-Drosselung ernst

In den Leistungsbeschreibungen sollen die Volumenbegrenzungen ab 2. Mai 2013 enthalten sein. Technisch wird die Telekom aber wohl nicht vor 2016 in der Lage sein, die Drosselung auch durchzusetzen. Das Fernsehangebot Entertain sowie Telefonie werden nicht auf das Inklusivvolumen angerechnet.

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Ab 22. Mai gelten bei der Deutschen Telekom neue Mobilfunktarife

Die Deutsche Telekom bietet ab 22. Mai nur noch sechs Haupttarife an. Sie kosten pro Monat zwischen 19,95 und 99,95 Euro und enthalten alle ein Smartphone und eine begrenzte Datenflatrate. Wer das Telefon bereits besitzt oder anderweitig kauft, bekommt die Tarife 20 Prozent günstiger.

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TAL-Entgelte: Vorschläge der Bundesnetzagentur stoßen auf Widerstand

Die Anpassungen sollen laut Bundesnetzagentur dazu beitragen, den Breitbandausbau voranzubringen. Der VATM wirft der Behörde dagegen Augenwischerei vor: Die kommunizierten Senkungen würden sich nur auf einen Bruchteil der Fälle beziehen, in über 98 Prozent kassiere die Telekom von den Mietern künftig mehr.

Techniker beim Glasfaserausbau (Bild: Deutsche Telekom)

Telekom denkt bei DSL über Drosselung wie beim Mobilfunk nach

Pläne der Deutschen Telekom hat ein Mitarbeiter durchsickern lassen. Beim Angebot Call-and-Surf würde der Durchsatz beispielsweise nach einem Datenvolumen von 75 GByte auf 384 KBit/s gebremst. Der Konzern hat offiziell keine Details bestätigt, allerdings Überlegungen in dieser Richtung eingeräumt.

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Telekom schafft Gebühren für alle ihre Hotlines ab

Ab sofort können Kunden alle Hotlines der Deutschen Telekom kostenfrei anrufen. Das gilt sowohl für Festnetz- als auch für Mobilfunkkunden. Die Telekom ist eigenen Angaben zufolge der erste Telekommunikationsanbieter, der den Schritt macht.