AT&T macht die US-Telekommunikationsbehörde Federal Communications Commission (FCC) dafür verantwortlich, dass T-Mobile USA in der vergangenen Woche 1900 Call-Center-Mitarbeiter entlassen hat.
AT&T zieht die Konsequenzen aus dem Widerstand der Behörden und gibt die geplante Übernahme von T-Mobile USA auf. Damit bleibt die Deutsche Telekom auf ihrer angeschlagenen US-Tochter sitzen, darf sich aber immerhin über eine milliardenschwere Entschädigung freuen.
Der Verkauf der US-Mobilfunktochter an AT&T war abgemachte Sache, doch der Widerstand der US-Mitbewerber extrem. Einige beschwerten sich bei der Handelsaufsicht ITC. Das hat die Telekom wohl so mürbe gemacht, dass sie ihren Antrag der Kaufgenehmigung zurückzog.
Nach Informationen des Handelsblatts soll sich Bundeskanzlerin Angela Merkel in den USA dafür stark machen, dass AT&T wie geplant, die US-Mobilfunktochter der Deutschen Telekom übernehmen kann. Denn derzeit droht der Deal am Widerstand des US-Justizministeriums zu scheitern.
Umsatzausfall, Strafgebühren und hohe Schulden samt Zinsen belasten den deutschen Konzern, wenn das Geschäft mit AT&T an den US-Behörden scheitern sollte.
Gegen die Entscheidung der Behörde, die 39-Milliarden-Dollar-Übernahme von T–Mobile USA durch AT&T zu stoppen, will AT&T kämpfen. Wenn der lange geplante Deal nicht stattfindet, muss der US-Telekommunikationsriese immerhin 3 Milliarden Dollar Schadensersatz an die Deutsche Telekom abdrücken.
Weniger Auswahl schafft automatisch höhere Preise, meldet das Marktforschungsunternehmen an die Aufsichtsbehörde FCC. Der Konzern AT&T greift schon vor und hackt den übermäßigen Verbrauch der Datensauger ab: Die unbegrenzte Mobilsurf-Flatrate geht den Weg alles Irdischen.
Die Übernahme schade dem Wettbewerb und mache Jahrzehnte der Regulierung durch US-Regierung und US-Gerichte zunichte, meint AT&T-Konkurrent Sprint und kündigt heftigen Widerstand an.
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