Zensur

Verurteilung (Shutterstock/Sofiia Kovryga)

Google-Suche könnte künftig Gott spielen

Der Leiter von Googles Suchsparte hat erstmals öffentlich eingeräumt, dass es Nutzern möglich sein sollte, persönliche Informationen aus den Suchergebnissen löschen zu lassen. Als ein Beispiel für eine mögliche Löschung nannte er “Jugendsünden”, nicht in Frage kämen dagegen Prozesse zu ärztlichen Kunstfehlern. Bei allem dazwischen greift dann wohl Google dem Jüngsten Gericht vor.

Internetsperren (Bild: Shutterstock / Matthias-Pahl)

Bürgerrechtler: HTTPS eignet sich als Mittel gegen Zensur

Die Electronic Frontier Foundation untermauert ihren Ratschlag mit dem Verweis darauf, dass die komplette Blockade von Wikipedia wegen eines unliebsamen Artikels in Russland nach wenigen Stunden wieder aufgehoben wurde. Bei mit HTTPS verschlüsselten Domänen lassen sich kaum einzelne URLs sperren. Alles zu untersagen, ist aber selbst Zensurbehörden offenbar oft zu viel.

Russland Flagge (Bild: Shutterstock)

Russland will Wikipedia wegen Artikel über Drogen sperren

Ein Beitrag über ein in Russland verbotenes Cannabis-Produkt wurde von Wikimedia zwar ergänzt, aber nicht wie von der Zensurbehörde gefordert gelöscht. Da aufgrund der HTTPS-Verschlüsselung von Wikipedia einzelne Seiten kaum gesperrt werden können, sollen russische ISPs nun die gesamte Domain blockieren.

Türkei (Bild: ITespresso.de)

Türkei schaltet Twitter und YouTube wieder frei

Am Wochenende konnten Nutzer die beiden Dienste für mehrere Stunden nicht verwenden. Neben Twitter und YouTube sperrte die Regierung auch Facebook und weitere 160 Websites. Als Grund führten die Behörden an, dass die Netzwerke ein Foto eines getöteten Staatsanwalts verbreitet hätten.

Logo Google (Bild: Google)

Vergessen 2.0: Deutsche lassen bei Google 50.000 Links verschwinden

Seit dem der Europäische Gerichtshof der Klage (Az. C131/12) eines spanischen Nutzers im Mai 2014 stattgegeben hat, können Privatpersonen zum Schutz ihrer Privatsphäre Links bei Google und anderen Suchmaschinen löschen lassen. Insgesamt stellten deutsche Internetnutzer 31.700 Anträge für fast 120.000 Links. Für ganz Europa registrierte Google 190.000 Anfragen für 685.000 Links.

Internetsperren (Bild: Shutterstock / Matthias-Pahl)

Britischer Geheimdienst manipuliert angeblich Webinhalte und belauscht Skype

Ihm stehen dazu laut Unterlagen von Edward Snowden mehrere Tools zur Verfügung. Damit soll der Geheimdienst unter anderem Online-Umfragen beeinflussen und Videos zensieren sowie die Verbreitung von Videos auf Youtube beeinflussen können. Außerdem kann der Geheimdienst angeblich auch Skype-Kommunikation unmittelbar mithören.

Internetsperren (Bild: Shutterstock / Matthias-Pahl)

Ein Pornofilter ist keine Lösung

In ihren Bemühungen um den Jugendschutz hat die britischen Regierung weitreichende Filterpläne für das Web vorgelegt. Um die Suche nach illegalen Inhalte zu unterbinden, sollen durch Suchmaschinen auch dubiose Suchbegriffe blockiert werden. Das ist nicht nur eine verfehlte Maßnahme, sie ist sogar gefährlich.

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Vorstoß für weitergehende Regulierung des Internets abgewehrt

Die USA und ein weiteres Dutzend Länder unterzeichnen das von arabischen Staaten, China und Russland auf der Weltkonferenz der Telekommunikation vorgeschlagene Abkommen nicht. Die Debatte über das Internet und seine Verwaltung geht allerdings weiter: 2014 wird es in Südkorea wieder Verhandlungen über ein ITU-Abkommen geben.

(Bild: shutterstock / Matthias Pahl)

Trotz Rückzieher: Kampf um Kontrolle des Internets geht weiter

Bei der Weltkonferenz der Telekommunikation (WCIT) ist der umstrittene Vorschlag zurückgenommen worden, der von Delegierten der Regierungen bestimmten ITU die bisher auf viele Säulen verteilte Kontrolle des Internets zu übertragen. Die Forderungen sind allerdings noch nicht endgültig vom Tisch. Und auch die Ideen der europäischen Netzbetreiber sorgen für Diskussionsbedarf.