Lenovo rüstet ThinkPad-Reihen auf: Kaby-Lake-CPU, besseres Trackpad und Windows Hello

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ThinkPad Yoga 370 (Bild: Lenovo)

Mit neuen Features für Authentifizierung will Lenovo sicherheitsbewussten Kunden in Europa entgegenkommen. Der Hersteller steigt außerdem groß auf USB Typ C und Thunderbolt 3 ein. Die Signature Edition von Windows vermeidet unerwünschte Bloatware.

Lenovo hat mehrere neue Modelle für seine ThinkPad-Reihen angekündigt, die sich vor allem an geschäftliche Käufer von Notebooks richten. Auf der CES in Las Vegas wird dann voraussichtlich auch mehr über die Konsumenten-Reihen der Notebooks und Tablets von Lenovo zu erfahren sein.

Als einer der ersten Hersteller bietet Lenovo auf ausgewählten ThinkPad-Modellen optional SSDs mit Intels Optane-Technologie, die auf Microns 3D XPoint basiert, und vor allem einen schnellen Zugriff auf große Datenmengen bietet. Da der Optane-Speicher noch relativ teuer ist, bietet Intel ihn als zusätzlichen Cache mit einer Kapazität von 16 GByte an.

Auch ungewohnt: Das ThinkPad T470s ist auch in der Farbe Silber erhältlich (Bild: Lenovo).
Auch ungewohnt: Das ThinkPad T470s ist auch in der Farbe Silber erhältlich (Bild: Lenovo).

Die neuen ThinkPads kommen mit aktuellen Intel-Prozessoren der Kaby-Lake-Generation und mehr Features für die Authentifizierung, die vor allem in Europa verlangt wurden. Außerdem gibt es verbesserte Trackpads, nachdem frühere Ausführungen davon bei Kunden auf Kritik stießen. Sie bieten jetzt Unterstützung für Microsofts Windows Precision Touchpad. Erhalten bleibt aber auch auf den neuen Geräten der kleine rote TrackPoint-Button, den manche Nutzer nicht missen mögen.

Zu den Authentifizierungsmethoden zählt jetzt zusätzlich Windows Hello, das eine Infrarotkamera zur Gesichtserkennung einsetzt. Auf den ThinkPads T470 und T570 ergänzt es den schon bisher vorhandenen Fingerabdruckleser. Der Fingerabdrucksensor nutzt nun eine Onboard-Firmware, um die Fingerabdrücke abzugleichen. Lenovo will mit diesem Feature ausdrücklich Kunden in Europa entgegenkommen, da dort die Sicherheitsanforderungen höher sind.

ThinkPad Yoga 370 (Bild: Lenovo)
ThinkPad Yoga 370 (Bild: Lenovo)

Für mehr Sicherheit soll auch die unterstützte Verschlüsselung nach TPM 2.0 sorgen. Lenovo wechselt außerdem mit allen ThinkPad-Reihen zur Signature Edition von Windows, die auf zusätzlich installierte Bloatware verzichtet. Damit versucht sich Lenovo offenbar von den Sicherheitsproblemen abzusetzen, die wiederholt durch zusätzlich installierte Software auf vielen seiner Notebooks entstand.

Lenovo steigt außerdem in großem Umfang bei USB Typ C und Thunderbolt 3 ein. Das erlaubt ihm auch, neues Zubehör für einfachere Docking-Lösungen anzubieten im Vergleich zur herkömmlichen Docking-Station. Die Hardware wurde ausgelegt, um beim Laden des Akkus eine mögliche Schädigung durch USB Typ-C-Kabel oder Ladegeräte schlechter Qualität zu vermeiden.

Die ThinkPad-Reihen laufen unter weitgehend unveränderten Bezeichnungen weiter. ThinkPad 13 kommt preisbewussten Käufern mit einem Einstiegspreis von 674 Dollar entgegen. Die L-Serie ist für das geschäftliche Mittelfeld gedacht und bleibt auch preislich unter der T-Serie. ThinkPad Yoga kreuzt das klassische Business-Notebook mit Lenovos Yoga-Convertibles. Neben dem klassischen Mattschwarz sind einige neue Modelle auch in der neuen Farboption Silber erhältlich.