Surface Studio: Microsoft stellt All-in-One-PC mit neuem Bedienkonzept vor

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Surface Studio (Bild: Microsoft)

Der All-in-One-PC kommt mit hochauflösenden 28-Zoll-Touchdisplay. Er lässt sich neigen und dann auch als Grafiktablett nutzen. Eingaben unterstützt er per Zeichenstift oder über das Puck-förmige Surface Dial. Es soll scrollen, zoomen und navigieren intuitiver machen.

Microsoft hat auf seinem gestrigen Presseevent in New York nicht nur das Creators Update für Windows 10, sondern auch neue Hardware vorgestellt. Dazu gehört der All-in-One-PC Surface Studio, der sich auch als Grafik-Tablet nutzen lässt. Ergänzt wird der Rechner durch das in Form und Größe einem Puck ähnelnde Surface Dial, das laut Microsoft “völlig neue Wege für die Bedienung eines Rechners am Schreibtisch ermöglicht”.

Das Surface Studio stattet Microsoft mit einem 28 Zoll großen Touch-Display im Format 3:2 mit einer Auflösung von 4500 mal 3000 Bildpunkten aus. Die insgesamt 13,5 Millionen Pixel ergeben eine Dichte von 192 DPI. Das Kontrastverhältnis beträgt 1100:1. Der Bildschirm unterstützt zudem die Farbprofile sRGB, DCI-P3 (Cinema) und Vivid (P3-D65).

Surface Studio und Surface Dial (oben links auf dem Surface Studio) im Einsatz (Bild: Micosoft)
Surface Studio und Surface Dial (oben links auf dem Surface Studio) im Einsatz (Bild: Micosoft)

Angetrieben wird der All-in-One-PC von Intel-Core-Prozessoren der sechsten Generation. Zur Auswahl stehen die Varianten i5-6440HQ und i7-6820HQ, denen 8 beziehungsweise 16 oder 32 GByte DDR4-RAM zur Seite stehen. Das Einstiegsmodell verfügt zudem über eine Nvidia-Grafikkarte vom Typ GTX965M mit 2 GByte GDDR5-Speicher und eine Hybrid-Festplatte, die 1 TByte herkömmlichen Speicher mit einer 64 GByte großen SSD kombiniert. Der i7-Prozessor lässt sich alternativ mit der Grafikkarte GTX980M sowie einer bis zu 2 TByte großen Hybrid-Festplatte mit 128 GByte Flash-Speicher konfigurieren.

Für externe Geräte stehen vier USB-3.0-Ports und ein Mini-DisplayPort zur Verfügung. Außerdem sind ein SD-Kartenleser, der auch UHS-II unterstützt, und ein 3,5-mm-Klinkenanschluss für Kopfhörer und Mikrofon mit an Bord. Die Frontkamera mit einer Auflösung von 5 Megapixeln erlaubt die Anmeldung per Windows Hello. Mit einem Netzwerk verbindet sich das Gerät per WLAN-Standard 802.11ac oder per Gigabit-Ethernet.

Surface Studio (Bild: Microsoft)
Der All-in-one-PC Surface Studio verfügt über ein 28 Zoll großes Touch-Display (Bild: Microsoft).

Die Bedienung erfolgt über die mitgelieferte Surface-Tastatur sowie Surface-Maus. Der Verpackung liegt aber auch ein Surface Pen bei. Nicht zum Lieferumfang gehört das speziell für das Surface Studio entwickelte Surface Dial. Es erlaubt laut Microsoft “intuitiveres Scrollen, Zoomen und Navigieren beim kreativen Arbeiten”. Das Surface Dial soll zudem die Arbeit mit einem digitalen Stift natürlicher machen.

Es kann auf dem Schreibtisch oder auch direkt auf dem Bildschirm des Surface Studio platziert werden. Dafür lässt sich das Display in den sogenannten Studio Modus bringen, der wie ein klassisches Zeichenbrett einen 20-Grad-Winkel bietet und sich damit “optimal für das digitale Zeichnen und Designen eignet”. Das Surface Dial erlaubt in diesem Modus beispielsweise durch einfaches Drehen die Auswahl einer Zeichenfarbe für den digitalen Stift oder das Drehen von Objekten. Die Nutzung des Surface Dial zeigt Microsoft auch in einem Video.

In den USA kann Surface Studio bereits vorbestellt werden. Die Auslieferung erfolgt ab Mitte Dezember. Das Einstiegsmodell mit Core-i5-Prozessor kostet 2999 Dollar. Für die beiden Modelle mit Core-i7-CPU verlangt Microsoft je nach Ausstattung 3499 beziehungsweise 4199 Dollar. Sie sind allerdings erst ab Frühjahr 2017 verfügbar. Für das Surface Dial, das ab Mitte November erhältlich ist, werden weitere 99,99 Dollar fällig. Im deutschen Microsoft Store sind beide Produkte noch nicht gelistet.

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