Fujitsu stellt Authentifizierungssystem mit Handvenenscanner vor

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Fujitsu PalmSecure ID Access PSN900 (Bild: Fujitsu).

Das auf Scan-Technologie für Handflächenvenen basierende Gerät soll die Gebäudezutrittskontrolle erleichtern. PalmSecure ID Access kann einfach in bereits bestehende Hardware-Infrastrukturen integriert werden.

Mit PalmSecure ID Access PSN900 hat Fujitsu eine Lösung vorgestellt, die sich als physische Zugangskontrolle und als Zeiterfassungssystem in Unternehmen unterschiedlichster Größe anbietet. Das auf biometrischer Technologie basierende Authentifizierungssystem besteht aus einem Endgerät mit Touchscreen und integriertem PalmSecure-Sensor, der die Identität einer Person anhand eines berührungslosen Venenscans erkennt.

Die PalmSecure ID Access-Lösung lässt sich in bereits bestehende Hardwareinfrastrukturen integrieren und ist ab sofort direkt über Fujitsu erhältlich. Das Unternehmen hat unterschiedliche Konfigurationen im Portfolio und bietet Multi-Faktor-Authentifizierungen, wie zum Beispiel optionale Mifare- oder HID-Kartenleser. Das Gerät kann aber auch nur mit dem PalmSecure Sensor eingerichtet werden. Der Preis ist abhängig von der Konfiguration.

Fujitsu PalmSecure ID Access PSN900 (Bild: Fujitsu).
Fujitsu PalmSecure ID Access PSN900 (Bild: Fujitsu).

Biometrische Authentifizierung bietet im Vergleich zu Authentifizierungsmethoden, die mit PIN-Codes, Passwörtern, Schlüssel- oder Zugangskarten funktionieren, ein hohes Maß an Sicherheit. Die Authentifizierungsmerkmale können zudem im Gegensatz zu herkömmlichen Zugangskontrollmethoden nicht verloren, kopiert oder gestohlen werden. Außerdem können Unternehmen bestimmte Handlungen zu individuellen Personen zurückverfolgen.

Das PalmSecure ID Access Gerät PSN900 basiert auf der biometrischen Handflächenvenen-Scan-Technologie PalmSecure von Fujitsu. Handflächenvenen liegen unter der Haut und sind mit bloßem Auge nicht erkennbar. Die Muster ändern sich im Laufe des Lebens nie und sind bei jeder Person individuell. Handflächenvenen sind besonders komplex und enthalten mehr als fünf Millionen Referenzpunkte zur Erstellung einer Algorithmenvorlage.

PalmSecure nutzt Nahinfrarotlicht und scannt so das Muster des sauerstoffarmen Bluts, das in den Venen des Nutzers fließt. Der von Fujitsu entwickelter Algorithmus erstellt anhand dieser Daten ein individuelles biometrisches Muster. Benutzeridentitäten werden bestätigt, indem die Muster mit der bestehenden Datenbank an registrierten Nutzern abgeglichen werden. Die PalmSecure-Registrierung dauert Fujitsu zufolge weniger als eine Minute, die Authentifizierung nicht einmal eine Sekunde und ist laut Hersteller somit schneller und weniger fehleranfällig als das Eingeben eines Passwortes.

Der Scanner selbst arbeitet berührungslos und reduziert somit die Verbreitung von Viren, die oft über die Hände übertragen werden. PalmSecure lässt sich durch Faktoren wie Hauttyp, Handflächentemperatur und Schnitte oder Kratzer nicht beeinflussen. Da der Scanner Muster nur dann erfasst, wenn Blut durch die Venen fließt, werden Identitätsfälschungen laut Hersteller nahezu unmöglich.

 Die biometrischen Handflächenvenen-Scan-Technologie PalmSecure von Fujitsu (Bild: PalmPass/Fujitsu)

Die biometrischen Handflächenvenen-Scan-Technologie PalmSecure von Fujitsu (Bild: PalmPass/Fujitsu)

Das rund ein Kilo und 13,2 mal 30,2 mal 3,8 Zentimeter große Gerät ist mit einem 5-Zoll-Touchscreen ausgestattet, der 800 mal 480 Pixel auflöst. Der 4 GByte große Speicher ist optional erweiterbar. Zur Ausstattung zählen zudem ein 1-Watt-Lautsprecher. Die Kommunikation kann über LAN (10/100 10/100 MBit/s) und Wiegand 26/24 erfolgen. Außerdem ist eine USB-Schnittstelle an Bord.

Fujitsu zeigt seine Lösung unter anderem auf der Security-Messe it-sa 2016, die vom 18. bis 20. Oktober 2016 in Nürnberg stattfindet, wie auch auf dem Fujitsu Forum vom 16. bis 17. November 2016 in München.

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