HP baut Notebook-Reihe Stream um 11- und 14-Zoll-Modelle aus

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Stream Notebooks 2016 (Bild: HP Inc.)

Auch die dritte Generation der als Gegenentwurf zu Googles Chromebooks gedachten Stream-Notebooks von HP kommt mit Windows 10 Home als Betriebssystem. Neben einem 14-Zoll-Rechner werden auch zwei mit 11-Zoll-Display angeboten, einer davon mit um 360 Grad umklappbarem Touchscreen.

HP hat seine Cloud-Notebook-Reihe “Stream” aktualisiert. Der Hersteller, der selbst auch Chromebooks anbietet, hat mit den “Stream”-Notebooks jedoch auch eine ganz klar als Alternative positionierte Produktreihe im Programm. Beide Ansätze sind in erster Linie für die Nutzung mit dem Browser ausgelegt. Das vorinstallierte Windows 10 und die verbauten Komponenten sollen aber bei den Stream-Notebooks dafür sorgen, dass sich auf ihnen Anwendungen auch lokal ausführen lassen.

Ausdrücklich erwähnt HP diesbezüglich Microsoft Excel, Word, PowerPoint, OneNote, Outlook, Acces. Sie erhalten Nutzer im Zuge des im Kaufpreis enthaltenen Einjahresabos von Office 365 Personal samt 1 TByte Online-Speicher. Die Preise der in Deutschland voraussichtlich Ende September erhältlichen neuen Notebook-Modelle liegen ungefähr auf dem Niveu der Vorgängerreihe. Das Stream 11×360 wird laut HP zur UVP von 299 auf den Markt kommen, das 11-Zoll-Modell ohne Touchschreen und das 14-Zoll-Stream je nach Speicherausstattung (zu der es noch keine exakten Auskünfte gibt) ab 229 Euro.

Die dieses Jahr neuen drei Modelle sind Ein 11-Zoll-Laptop, eine 11-Zoll-Laptop mit Touchscreen (gekennzeichnet durch den Zusatz x360 in der Produktbezeichnung) und ein 14 Zoll großes Modell. Beim HP Stream 11×360 lässt sich zudem das Display um 360 Grad nach hinten klappen, so dass es dann im Tablet-Modus verwendet werden kann. Wie von derartigen Convertibles her bekannt, lässt es sich aber auch im “Zelt-Modus” aufstellen.

Das HP Stream 11×360 bietet einen Touchscreen und kann komplett umgeklappt und dann wie ein Tablet verwendet werden (Bild: HP Inc)
Das HP Stream 11×360 bietet einen Touchscreen und kann komplett umgeklappt und dann wie ein Tablet verwendet werden (Bild: HP Inc)

Eine Verbesserung gegenüber der Vorjahresversion findet sich bei der WLAN-Ausstattung: Statt 802.11b/g/n ist nun 802.11ac mit 2 x 2 MIMO und Dual-Band an Bord. Zum verbauten Prozessor (bislang eine Intel-Celeron-CPU) macht HP noch keine Angaben. Wahrscheinlich hat sich daher diesbezüglich nicht viel getan. Sicher ist, dass auch die neue Generation ohne Lüfter auskommt.

Der von HP als Besonderheit erwähnte USB-3.0-Anschluss ist nicht neu, er fand sich auch schon im Vorgänger. Auch zum verbauten Speicher hält sich HP noch bedeckt. Allerdings kann davon ausgegangen werden, dass wieder 32 GByte Flashspeicher verbaut sind.

Möglich sind jedoch auch 64 GByte. Damit wird nämlich eine für den Bildungsbereich konzipierte Variante der Stream-Notebooks in “ausgewählten Ländern” angeboten werden. Die bessere Speicherausstattung begründet HP mit dem für Lernmaterialen benötigten Platz.

Neu ist offenbar, dass es Modelle mit entspiegeltem Display geben wird. Ob nur bei der 14-Zoll-Ausführung oder auch bei der 11-Zoll-Variante ist aber noch offen. Wie bereits im Vorjahr wird wohl auch diesmal hintergrundbeleuchtete WLED-Displays verwendet und wahrscheinlich bleibt es auch bei einer Auflösung von 1366 mal 768 Bildpunkten.

Da auch keine neuen Angaben zur Akkulaufzeit gemacht werden und die sonstigen Komponenten ja sehr ähnlich sind, kann wahrscheinlich beim 11-Zoll-Modell mit 10 bis 11 Stunden und bei der 14-Zoll-Ausführung mit knapp 8 Stunden gerechnet werden. Das Gehäuse wird grundsätzlich in Blau, Weiß, Lila, Schwarz angeboten. Ob alle Farbvarianten in Deutschland erhältlich sein werden, ist noch offen: Im Vorjahr kamen die Stream-Notebooks hierzulande auch nur in Blau auf den Markt.

HP Stream Cloud-Notebook 2016 (Bild: HP)

Im April hatte Intel auf dem IDF in China sein Konzept der “Cloudbooks” vorgestellt. Darunter sollen OEMs Windows-Notebooks mit den von Intel für die zweite Jahreshälfte angekündigten Apollo-Lake-Prozessoren vermarkten. Die Preise sollen in den USA zwischen 169 und 269 Dollar liegen.

Allerdings soll das Referenzdesign dafür erst “in der zweiten Jahreshälfte” vorliegen. Die neuen HP-Notebooks können – trotz einiger Gemeinsamkeiten – daher eigentlich nicht darunter fallen. Die “Cloudbooks” werden laut Intel in der Regel über lediglich 2 GByte RAM und 32 GByte SSD-Speicher verfügen. Ein alternatives Referenzdesign, das Intel bereits vorgestellt hat, sieht einen 11,6 Zoll großen Bildschirm mit einer Auflösung von 1920 mal 1080 Pixeln und 4 GByte RAM vor. Als Chip soll hier ein Vertreter der – ebenfalls für die zweite Jahreshälfte 2016 angekündigten – Apollo-Lake-Reihe zum Zuge kommen.

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