Google Maps soll angeblich Funktion zur Parkplatzsuche bekommen

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Google Entwicklungszentrum München (Bild: Google)

Die Funktion wurde in einer noch nicht veröffentlichten Vorabversion von Google Maps für Android gefunden. Sie informiert aber lediglich darüber, ob es es ist Gebiet schwierig ist, einen Parkplatz zu finden. Spezielle und detailliertere Apps für die Parkplatzsuche haben damit auch künftig eine Chance.

In einer Installationsdatei von Google Maps für Android Version 9.34 hat Android Police Hinweise auf neue Funktionen gefunden. Demnach könnte die App Nutzern künftig bei der Suche nach einem Parkplatz helfen, indem sie errechnet, wie schwierig es sein wird, im Zielgebiet der Route einen freien Stellplatz zu finden. Bei der von Android Police untersuchten Version 9.34 handelt es sich allerdings um eine Vorabversion von Google Maps. Ob und wann diese Funktionen allen Nutzern zur Verfügung stehen, ist nicht bekannt.

Die Parksituation stuft Google Maps demnach in drei Kategorien ein: einfach, mittel und eingeschränkt. Welche Kriterien für die Einstufung herangezogen werden, ist jedoch unklar. Möglicherweise bezieht Google Erfahrungswerte wie die Auslastung von Parkhäusern zu bestimmten Tageszeiten oder auch Großveranstaltungen in der Nähe ein. Android Police schließt aber auch nicht aus, dass die Schätzung nur auf der Zahl der insgesamt verfügbaren Parkplätze basiert.

Damit bleibt für diverse Start-ups, die Apps zur Optimierung der Parkplatzsuche beziehungsweise für das Parkraummanagemnt anbieten, also nach wie vorgenügend Spielraum. Eine davon ist das aus Telefónicas Start-up-Programm Wayra hervorgegangene und 2015 in der Finalrunde des Start-up-Wettbewerbs CODE_n vertretene Parkpocket. Es kümmert sich mit seiner gleichnamigen App, die für Android und iOS zur Verfügung steht, um die Suche nach einem freien Parkplatz.

Dazu wird jeweils die tatsächliche, aktuelle Belegung von Parkplätzen angezeigt. Die Daten bekommt Parkpocket von Städten und Parkhausbetreibern. Die App informiert außerdem über Preise der Parkgelegenheiten, Öffnungszeiten, verfügbare Behindertenparkplätze und andere Details.

App von Parkpocket (Bild: Parkpocket)
App zur Parkplatzsuche von Parkpocket (Bild: Parkpocket)

Ähnlich arbeitet auch ParkTAG. Das Berliner Unternehmen wurde auf der Automotive-Fachmesse TU Automotive 2015 zum Start-up-des Jahres gekürt. Auch bei ParkTAG dienen Smartphones als Helfer bei der Parkplatzsuche in Innenstädten. Langfristiges Ziel ist es, durch die Hilfe der Crowd einen frei werdenden Parkplatz bereits vor der Ankunft des nächsten Fahrzeugs zuteilen zu können.

App von ParkTAG (Bild: ParkTAG )
App zur Parkplatzsuche von ParkTAG (Bild: ParkTAG)

Außerdem will man die Voraussetzungen dafür schaffen, dass in Zukunft selbstfahrende Autos den dem Ziel nächstgelegenen freien Parkplatz selbsttätig ansteuern können. In dem Umfeld forscht etwa Audi in einem Vorort von Boston. Im Rahmen von zwei Pilotprojekten wird dort das sogenannte pilotierte Parken erprobt. Dabei sucht der Fahrer den von ihm gewünschten Ort auf, das Fahrzeug fährt von dort dann selbständig zu einem nahegelegenen Parkplatz. Ziel ist es, so zum Beispiel Parkhäuser deutlich dichter belegen zu können. Außerdem soll dadurch, wie auch beim Ansatz von Parkpocket, der Parkplatzsuchverkehr deutlich reduziert werden. Er macht Studien zufolge zwischen 30 und 40 Prozent des innerstädtischen Verkehrs aus.

Einen etwas anderen Ansatz verfolgt Parkinglist, eine Art AirBnB für Parkplätze. Das Start-up ermöglicht es auch Privatpersonen, Parkraum gegen entgelt zur Verfügung zu stellen. Das geht nicht nur dauerhaft, sondern auch nur für bestimmte Zeiten – etwa, während mna in der Arbeit ist, oder vorübergehend – etwa während man im Urlaub ist.

[mit Material von Stefan Beiersmann, ZDNet.de]

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