Wi-Fi Certified ac integriert Wave-2-Features

Netzwerke
WiFi Alliance

MU-MIMO erlaubt mehreren Geräten, gleichzeitig ohne Leistungsverlust auf einen WLAN-Access-Point zuzugreifen. Die Kanalbreite wird zudem von 80 auf 160 MHz erhöht. Erste Geräte, die die Wave-2-Features unterstützen, sind bereits im Handel erhältlich.

Die Wi-Fi Alliance hat den WLAN-Standard 802.11ac um neue Funktionen erweitert. Die sogenannten Wave-2-Features sollen vor allem die Leistung drahtloser Netzwerke verbessern. Dazu gehört Multi-User Multiple Input Multiple Output (MU-MIMO), das es mehreren zertifizierten Geräten erlaubt, ohne Geschwindigkeits- oder Leistungsverluste gleichzeitig dasselbe Netzwerk zu nutzen.

WiFi-Alliance

Höhere Geschwindigkeiten versprechen auch die neuen 160-MHz-Känale – bisher war die Kanalbreite auf 80 MHz beschränkt. Außerdem sind nun bis zu vier Streams erlaubt statt nur drei, was sich ebenfalls positiv auf die Übertragungsraten auswirken soll.

Darüber hinaus unterstützt der Standard nun erweiterte Kanäle im 5-GHz-Band. Je breiter ein Kanal ist, je geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich WLAN-Signale überschneiden, was wiederum zu weniger Interferenzen und damit zu höheren Geschwindigkeiten führt.

Einige der neuen Funktionen werden schon von aktuellen Routern unterstützt, darunter die Modelle Linksys EA8500 und Netgear R8500. Allerdings bezieht sich der Support nur auf den bisher veröffentlichten Entwurf. Bei anderen Geräten sind die Funktionen zwar enthalten, aber noch nicht aktiviert. In beiden Fällen können Firmware-Updates die vollständige Kompatibilität zum neuen Standard herstellen.

Laut der Wi-Fi Alliance arbeiten 68 Prozent der heute erhältlichen WLAN-Geräte im 2,4- und 5-GHz-Band. Viele davon unterstützen den Standard 802.11ac, der zumindest auf dem Papier höhere Bandbreiten erlaubt als Gigabit-Ethernet. Es wird erwartet, dass bis 2020 95 Prozent aller Geräte zwei Bänder nutzen. Außerdem sollen in fünf Jahren die meisten WLAN-Access-Points die Wave-2-Features unterstützen.

[mit Material von Dong Ngo, News.com]