Samsung will 2017 angeblich erstmals Smartphones mit faltbarem Display zeigen

MobileSmartphone
samsung-flexibles-oled-display (BIld: Samsung)

Eines davon soll sich samt Screen in der Mitte zusammenklappen lassen. Das zweite Modell integriert im Smartphone-Modus angeblich eine 5-Zoll-Anzeige, die sich auf eine Tablet-Display-Größe von 8 Zoll ausklappen lässt. Die Präsentation finde frühestens Anfang 2017 statt.

Angeblich will Samsung im nächsten Jahr zwei Smartphones mit faltbarem Display in den Handel bringen. Das berichtet jedenfalls Bloomberg unter Bezugnahme auf “mit den Plänen vertraute Quellen”. Die Präsentation finde jedoch frühestens Anfang 2017 statt.

samsung-flexibles-oled-display (BIld: Samsung)
Samsung hat bislang nur biegsame OLED-Displays in seine Smartphones integriert. Künftig sollen sich die Screens sogar falten lassen (Bild: Samsung).

Eines der neuen Geräte soll sich samt Bildschirm wie eine Puderdose in der Mitte zusammenfalten lassen, wie die anonymen Quellen berichteten. Das zweite Modell offeriert ihnen zufolge einen 5-Zoll-Screen im Smartphone-Modus, der sich auf eine Tablet-Display-Größe von 8 Zoll ausklappen lässt.

Ein Samsung-Sprecher wollte nicht konkret Stellung nehmen zu dem Bericht und sagte lediglich: “Wir kommentieren keine Marktspekulationen.”

Die faltbaren Bildschirme sollen in beiden Neuvorstellungen auf der OLED-Technik beruhen, die Samsung auch in seinen Smartphones der Galaxy-Reihe verwendet. Organische Leuchtdioden erfordern keine Hintergrundbeleuchtung und können dadurch einfacher für faltbare Displays verwendet werden als Liquid Crystal Displays (LCD).

Sowohl Samsung als auch LG haben auf Fachmessen schon mehrmals Prototypen flexibler Bildschirme gezeigt. Bisher hat die Technik aber nicht den Weg in ein marktreifes Produkt gefunden, obwohl erste Gerüchte über ein faltbares Smartphone bereits zur Markteinführung des Galaxy S3 im Jahr 2012 in Umlauf waren.

Samsungs Galaxy-Edge-Reihe nutzt zwar biegsame Displays mit abgerundeten Kanten, diese lassen sich aber nicht in eine andere Form bringen. Für faltbare Geräte müssten außer dem Bildschirm auch weitere Komponenten wie der Stromspeicher formbar sein, was nochmals deutlich schwieriger umzusetzen ist. Hohe Ausschussraten bei der Produktion macht die Fertigung solcher Komponenten darüber hinaus noch sehr teuer.

Seit 2007 stellt Samsung OLED-Displays her und engagiert sich seit Anfang 2015 verstärkt in diesem Bereich. Im Februar vergangenen Jahres kündigten die Koreaner eine Investition von 3,6 Milliarden Dollar in dem Segment an, um neue Fertigungsstraßen für kleine und mittelgroße Bildschirme auf der Grundlage organischer Leuchtdioden zu errichten. Im Januar hieß es, die Investitionssumme solle sich 2017 auf bis zu 7,47 Milliarden Dollar erhöhen, um Apple mit iPhone-Displays beliefern zu können. Seine LCD- und OLED-Teams hat das Unternehmen mittlerweile in zwei separate Abteilungen aufgeteilt.

Außer Samsung engagiert sich insbesondere sein koreanischer Mitbewerber LG in Sachen OLED-Technik. Anfang Dezember 2014 gründete er eine eigene Geschäftseinheit für OLEDs, die sich um alle Aspekte dieser Technik kümmert. Bis 2018 will das Unternehmen knapp 8,5 Milliarden Dollar in die Entwicklung und Fertigung von Bildschirmen auf Basis organischer Leuchtdioden investieren.

[mit Material von Björn Greif, ZDNet.de]

Anklicken um die Biografie des Autors zu lesen  Anklicken um die Biografie des Autors zu verbergen