Dell kündigt Endpunkt-Sicherheitslösung Threat Defense für KMU an

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sicherheit_gefahr_shutterstock (Bild: Shutterstock)

Sie soll proaktiv vor fortgeschrittenen, andauernden Bedrohungen sowie Malware schützen. Dazu setzt sie auf Künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen. Dell verspricht einfache Verwaltung und geringen Ressourcenverbrauch. Threat Defense wird ab Juli als Abonnement erhältlich sein.

Dell hat sein Angebot Data Protection um die Sicherheitslösung Threat Defense ergänzt. Sie dient dem Schutz von Endpunkten und richtet sich insbesondere an kleine und mittelständische Unternehmen mit eingeschränkten IT-Ressourcen.

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Laut Anbieter verwendet Threat Defense Künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen, um fortschrittliche, andauernde Bedrohungen (Advanced Persistent Threats) sowie Schadsoftware – beispielsweise Zero-Day-Attacken, Spear-Phishing und Erpresser-Software – schon vorausschauend und nicht erst reaktiv abzuwehren. Dell verspricht ein signifikant höheres Schutzniveau im Vergleich zu herkömmlichen Antivirenlösungen: Das neue Angebot soll 99 Prozent aller Schadprogramm-Ausführungen verhindern.

Dell wendet sich mit Threat Defense vor allem an KMU, deren technisches Equipment oft nicht ausreichend ist, um mit der sich rasch entwickelnden Bedrohungslage Schritt zu halten. In dem Kontext zitiert Dell eine Mitte März von ihm publizierte Studie zur Datensicherheit, wonach 69 Prozent aller kleineren und mittleren Unternehmen Datensicherheit als eine große Belastung für ihr Budget und ihre Zeit empfinden. Gleichzeitig gaben 65 Prozent an, dass sie aufgrund von Sicherheitsbedenken Pläne hinauszögern, ihre Mitarbeiter mobiler zu machen.

Threat Defense soll Firmen einen einfachen Weg offerieren, ihren Mitarbeitern mehr Mobilität mit der gebotenen Sicherheit zu ermöglichen und zugleich den Ressourcenbedarf zu verringern, welcher normalerweise zur Implementierung einer solchen Sicherheitslösung erforderlich ist. Es integriert eine cloudbasierende Management-Konsole und erlaubt Aktualisierungen sowie Compliance-Berichte über ein einziges Verwaltungsfenster.

Überdies soll die Sicherheitslösung die Systemressourcen nur wenig belasten. Dell spricht konkret von ein bis drei Prozent CPU-Ressourcenverbrauch im Betrieb. Da Threat Defense keine Signatur-Updates braucht, ist es außerdem auch nicht auf eine permanente Internetverbindung angewiesen, um Gefährdungen zu erkennen.

Über Richtlinien oder signierte Zertifikate können Administratoren Dateien und Apps als sicher bewerten, damit keine Abwehrmaßnahmen gegen sie ergriffen werden. Sie haben zudem die Möglichkeit, verdächtige Dateien in die Cloud hochzuladen, um potenzielle Bedrohungen zu analysieren und Abwehrmaßnahmen einzuleiten. Damit keine schädlichen ActiveScripts und PowerShells ausgeführt werden, ist eine zusätzliche Skript-Kontrolle integriert.

Dell stellt Threat Defense im Rahmen von Data Protection ab Juli bereit. Es wird in Form eines Abos verfügbar sein, sodass kleinere Unternehmen ihre Budget-Ressourcen ihrem Wachstum anpassen können.

“Heutige Malware-Angriffe betreffen Unternehmen jeder Größe”, kommentiert Brett Hansen, Executive Director für Data Security Solutions bei Dell. “Kleinere Unternehmen sind oft überfordert, weil traditionelle Antivirus- und Threat-Protection-Lösungen ressourcenintensiv sind oder die Mittel wachsender Firmen rasch übersteigen. Mit Threat Defense greift Dell die Anforderungen dieser Unternehmen auf und bietet eine effektive Lösung zur Abwehr fortschrittlicher Angriffe, die einfach zu verwalten ist und die Multiplattform-Realität moderner Unternehmen abbildet.”

[mit Material von Björn Greif, ZDNet.de]

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