Google gibt erste Beta-Version von Android N frei

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android-n (Screenshot: ZDNet.de)

Diese ist zur neuen Grafikschnittstelle Vulkan kompatibel und soll sowohl Sicherheit als auch Produktivität verbessern. Darüber hinaus baut Google darin auch einen Virtual-Reality Modus ein. Die zugehörige Plattform namens Daydream soll dann ab Herbst verfügbar sein.

Google hat aus Anlass seiner Entwicklerkonferenz I/O eine erste Beta von Android N freigegeben. Bei der Entwicklung des kommenden Mobilbetriebssystems stehen laut Dave Burk, Vice President of Engineering bei Google, die Bereiche Performance, Sicherheit und Produktivität im Fokus. Daneben ist aber auch ein Virtual-Reality-Modus neu hinzugekommen. Erste Geräte, die zur VR-Plattform Daydream kompatibel sind, sollen im Herbst verfügbar sein.

Zu Daydream zählen ein Headset, ein Controller und spezielle Apps, die Google in seinem Play Store offerieren wird. Unterstützte Smartphones erfordern leistungsstarke Prozessoren und Sensoren. Zu Googles VR-Partnern gehören unter anderem Asus, Huawei, LG, Samsung und ZTE. Zudem präsentierte Google ein Referenzdesign für ein VR-Headset.

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Unter anderem will Google seinen Play Store, Street View und Youtube an die VR-Plattform Daydream anpassen (Bild: Google).

Virtual-Reality-Inhalte sollen dann von Anbietern wie Hulu, Netflix und IMAX bereitgestellt werden. Überdies aktualisiert Google auch seinen Play Store, damit Anwender in der virtuellen Realität nach Apps und Spielen suchen können. Ebenso sollen Google Fotos und Street View an die Daydream-Plattform angepasst werden. Am heutigen zweiten Tag von Google I/O will Google Entwicklern zudem weitere Einzelheiten zu Daydream präsentieren.

Leistungsstarke Smartphones sind hierbei eine wichtige Voraussetzung für Daydream. Die Performance soll unter Android N insbesondere durch den schon in den ersten Vorabversionen enthaltenen neuen JIT Compiler gesteigert werden. Die nun freigegebene Beta umfasst außerdem den OpenGL-Nachfolger Vulkan. Die Low-Overhead-Grafikschnittstelle soll anhand von Low-Level-Zugriffen auf CPU- und Grafik-Hardware ein Spieleerlebnis liefern, welches bislang Konsolen wie PlayStation 4 und Xbox One vorbehalten war.

Durch einen neuen Aktualisierungsprozess will Google außerdem die Sicherheit seines Betriebssystems verbessern. In Zukunft sollen Updates dann automatisch im Hintergrund installiert werden, wie es schon bei Chrome OS der Fall ist. Ein neues Testprogramm soll überdies die Sicherheit von Apps im Play Store verbessern. Neu ist auch eine Datei-basierende Verschlüsselung.

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Der Multi-Window-Modus soll die Produktivität von Android N verbessern (Bild: Google).

Mithilfe neuer Multi-Tasking-Funktionen will Google auch die Produktivität von Android N steigern. Ein Doppelklick auf den Button für die kürzlich benutzten Apps startet nun eine Quick Switch genannte Funktion, die einen schnellen Wechsel zwischen geöffneten Apps ermöglicht. Das schließt auch den Multi-Window-Modus ein, der sich schon in der ersten Preview ausprobieren ließ.

Die Beta-Ausgabe von Android N ist für Nexus 6, 9, 5X, 6P, Nexus Player, Pixel C und Android One (General Mobile 4G) verfügbar. Anwender, die sich schon für das Preview-Programm registriert haben, bekommen das Update automatisch.

[mit Material von Stefan Beiersmann, ZDNet.de]

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