Operas kostenloser VPN-Dienst ist nun auch für iOS erhältlich

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Auch die App-Variante des schon für die Entwicklerversion des Desktop-Browsers verfügbaren VPN-Clients kommt ohne Datenlimit. Als virtuelle Standorte sind anfangs Deutschland, Kanada, die Niederlande, Singapur und die USA wählbar. Der Dienst enthält zudem einen Werbeblocker und einen Trackingschutz.

Der norwegische Browseranbieter Opera hat den jüngst in seinen Desktop-Browser integrierten VPN-Dienst (Virtual Private Network) nun auch in Form einer App für iOS bereitgestellt. Wie im Desktop-Browser kann der Service ohne Datenlimit kostenlos genutzt werden. Die Lösung enthält zudem einen Werbeblocker sowie einen Trackingschutz. Vorausgesetzt wird zumindest iOS 8.0.

Die verwendete Technik stammt von dem im März vergangenen Jahres aufgekauften kanadischen VPN-Spezialisten SurfEasy. Dessen Software war ebenfalls in der Lage, die Daten des Nutzers zu verschlüsseln und auch dessen Identität zu verbergen. Sie ist sowohl für Android als auch für iOS als App verfügbar. Über eine bestimmte Basisversorgung hinaus müssen Bandbreite und Funktionen dort allerdings innerhalb der App hinzugekauft werden.

Dank der Nutzung eines Virtuellen Privaten Netzwerks können Anwender sicher und anonym online gehen, auch dann wenn sie einen öffentlichen WLAN-Hotspot zum Surfen einsetzen. Hierzu wird ein mit 256 Bit chiffrierter VPN-Tunnel zwischen dem Endgerät und den VPN-Servern des Anbieters an der Stelle errichtet, an der der Datenverkehr ins Internet übergeben wird. Nutzer können zudem ihre eigene IP-Adresse verbergen, wenn sie ihren Standort nicht offenlegen und sich vor Tracking durch Dritte schützen wollen. Dabei haben sie die Möglichkeit, zwischen IP-Adressen aus verschiedenen Ländern zu wählen. Anfangs sind als virtuelle Standorte Deutschland, Kanada, die Niederlande, Singapur und die USA verfügbar. Deutsch zählt auch zu den fünf angebotenen Sprachen.

opera-vpn-ios (Screenshot: ZDNet)
Opera VPN für iOS (Screenshot: ZDNet)

Durch die Wahl einer anderen IP-Adresse können Anwender unter anderem Streaming-Dienste in Anspruch nehmen, die am eigenen Standort für gewöhnlich nicht verfügbar sind. Streaming-Anbieter wehren sich jedoch verstärkt gegen solche Versuche, ihre Geoblockaden zu überwinden. So hat Netflix Ende Februar offenbar damit begonnen, den VPN-Zugriff aus Deutschland zu sperren. Nutzer können damit nicht mehr problemlos auf das US-Angebot zugreifen. Auch Hulu blockiert bereits seit April 2014 von VPN-Dienstleistern genutzte IP-Adressen, um ausländische Zuschauer fernzuhalten.

Für seine App nennt Opera jedoch andere Anwendungsszenarien, und zwar die Verwendung in Firmennetzen oder an Universitäten, wo kostenlos offeriertes WLAN oftmals “Social Media und Video-Streaming-Websites” außen vor lässt. Die Verschlüsselung verhindert darüber hinaus personalisierte Werbung sowie seitenübergreifende Nutzerverfolgung.

Ein nahezu funktionsgleicher VPN-Client ist seit Mitte April in der Entwicklerversion des Opera-Browsers erhältlich. “Jeder Nutzer sollte die Möglichkeit haben, seine Privatsphäre im Netz zu schützen”, erklärte dazu Krystian Kolondra, Senior Vice President bei Opera. “Durch das Integrieren eines kostenlosen VPN ohne Datenlimit direkt in den Browser werden zusätzliche Downloads oder Erweiterungen unbekannter Drittanbieter überflüssig.”

Operas Privatsphäre-Initiative in den vergangenen Wochen umfasste zudem das vor einer Woche eingeführte Angebot eines Browsers mit integriertem Adblocker, der in erster Linie schnelleres Surfen erlauben soll: Opera verspricht eine im Schnitt um 62 Prozent schnellere Ladegeschwindigkeit bei gleichzeitig reduziertem Speicherbedarf. Der Werbeblocker ist ab Werk nicht aktiviert; Ausnahmen können leicht hinzugefügt werden.

[mit Material von Florian Kalenda, ZDNet.de]

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