Zwei neue Kameramodule für den Raspberry Pi ab sofort für rund 22 Euro erhältlich

PCWorkspace
PiCamera-25 (Bild: Farnell/Element14)

Die Camera v2 und die NoIR Camera v2 werden über den britischen Distributor Farnell/Element14 verkauft. Sie sind zu allen Ausführungen des Einplatinencomputers kompatibel und eignen sich zum Beispiel für den Einsatz in Wetterballons. Ihr Bildsensor löst 8 Megapixel auf.

Der britische Distributor Farnell/Element14 verkauft ab sofort zwei neue Kameramodule für den ebenfalls über ihn vertriebenen Raspberry Pi. Die Raspberry Pi Camera v2 sowie die Raspberry Pi NoIR Camera v2 verfügen über einen 8-Megapixel-Bildsensor, der Fotos entsprechend mit bis zu 3280 mal 2464 Pixeln aufnimmt. Die seit 2013 verkauften Erstausfertigungen (v1.3) besitzen demgegenüber lediglich einen 5-Megapixel-Sensor, der maximal 2592 mal 1944 Pixel aufzeichnet.

PiCamera-27 (Bild: Farnell/Element14)
Die Kameramodule Raspberry Pi Camera v2 und Raspberry Pi NoIR Camera v2 werden von allen Modellen des Einplatinencomputers unterstützt (Bild: Farnell/Element14).

Mit den v2-Kameras können Videos in 1080p- beziehungsweise Full-HD-Auflösung mit bis zu 30 Bildern pro Sekunde aufgezeichnet werden. Unterstützt werden aber auch die Formate 720p (HD) mit maximal 60 Bildern pro Sekunde sowie 480p mit bis zu 90 Bildern pro Sekunde. Somit gibt es keine Leistungsunterschiede zu den Vorgängermodellen der Kameras.

Laut Anbieter verfügen die v2-Kameramodule auch über die gleichen Abmessungen (2,5 mal 3,5 mal 0,9 Zentimeter) und das identische Gewicht (rund 3 Gramm) wie ihre Vorgänger. Die NoIR-Kamera (No-InfraRed) verzichtet auf einen zusätzlichen Infrarotfilter und eignet sich damit auch für Fotografien in schlecht beleuchteten Umgebungen.

Wegen ihres kompakten Formats sollen sich beide Module auch als zentrale Komponenten in wissenschaftlichen Projekten eignen, beispielsweise beim Aufstieg eines Wetterballons in die Stratosphäre. Als weitere Anwendungsszenarien nennt Farnell/Element 14 den Einsatz in Drohnen, Videoüberwachungsanlagen (CCTV) und Wetterstationen sowie bei Schulprojekten. Überdies lässt sich die NoIR-Kamera zum Beispiel bei Restlicht-Fotografien einsetzen.

PiCamera-25 (Bild: Farnell/Element14)
Durch ihr kompaktes Format sollen sich die Module als zentrale Komponenten in wissenschaftlichen Projekten wie dem Aufstieg eines Wetterballons in die Stratosphäre eignen (Bild: Farnell/Element14).

Die zu allen bisherigen Raspberry-Pi-Ausführungen kompatiblen Kameramodule werden mit einem Flachbandkabel über das Kamera-Interface (CSI) an den Einplatinenrechner angeschlossen. Sowohl die Raspberry Pi Camera v2 als auch die Raspberry Pi NoIR Camera v2 gibt es für jeweils rund 22 Euro zu kaufen.

Farnell/Element14 vertreibt unter anderem auch den seit Februar verfügbaren Raspberry Pi 3. Das neueste Modell des Einplatinenrechners wird vom aktuellen Broadcom-Chip BCM2837 angetrieben, der eine 64-Bit-Architektur bringt und vier Cortex-A53-Kerne mit einem Takt von jeweils 1,2 GHz integriert. Als Grafikchip ist ein Videocore 4 verbaut. An Arbeitsspeicher stehen 1 GByte LPDDR2-900-RAM bereit.

Das Layout der 8,5 mal 5,6 mal 1,7 Zentimeter großen Platine hat sich im Vergleich zum Raspberry Pi 2 kaum geändert. Sie bietet weiterhin HDMI und Fast-Ethernet, vier USB-2.0-Ports, einen MicroSD-Speicherkartenleser, einen kombinierten 3,5-Millimeter-Audio- und Composite-Video-Anschluss, ein Kamera- (CSI) und Display-Interface (DSI) sowie einen 40-Pin-Anschluss. Hinzugekommen sind integriertes WLAN nach dem Standard 802.11n sowie Bluetooth 4.1 LE (Low Energy).

[mit Material von ZDNet.de]

Umfrage

Plant Ihr Unternehmen die Anschaffung von 2-in-1-Geräten auf Basis von Windows 10?

Ergebnisse

Loading ... Loading ...
Anklicken um die Biografie des Autors zu lesen  Anklicken um die Biografie des Autors zu verbergen