Microsoft verkauft Dual-SIM-Ausführung des Lumia 650

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microsoft-lumia-650-dual-sim (Bild: Microsoft)

Das Windows-10-Smartphone Lumia 650 wird zunächst ausschließlich bei Amazon erhältlich sein. Andere Händler offerieren es dann ab Mitte Mai. Abgesehen von den zwei Einschüben für Nano-SIM-Karten unterscheidet sich die Ausstattung nicht von der Single-SIM-Variante. Identisch ist mit 229 Euro auch der Preis.

Ende April beginnt Microsoft mit dem Verkauf der Dual-SIM-Ausführung seines Windows-10-Smartphones Lumia 650. Diese wird zunächst ausschließlich bei Amazon verfügbar sein. Nutzer, die das 5-Zoll-Gerät bis 28. April direkt bei dem Onlinehändler bestellen, bekommen eine MicroSD-Speicherkarte von Intenso mit 32 GByte Kapazität als kostenlose Dreingabe. Bei anderen Händlern soll es dann ab Mitte Mai zu einer unverbindlichen Preisempfehlung von 229 Euro in den Farben Schwarz und Weiß erhältlich sein.

Auf dem mit Metallrahmen und Wechselakku ausgestatteten Mittelklasse-Smartphone ist wie bei den Top-Modellen Lumia 950 und 950 XL sowie der Einstiegsvariante Lumia 550 werkseitig Windows 10 Mobile als Betriebssystem installiert. Abgesehen vom Dual-SIM-Port unterscheidet es sich nicht von der seit Februar verfügbaren Single-SIM-Variante, die im Netz mittlerweile ab 185 Euro erworben werden kann. Die Dual-SIM-Funktion erlaubt es, zwei Nano-SIM-Karten und somit zwei Rufnummern gleichzeitig zu verwenden. Dadurch ist sowohl eine berufliche als auch eine private Nutzung des Smartphones möglich.

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Die Dual-SIM-Version des Lumia 650 ist mit 229 Euro genauso teuer wie die Single-SIM-Ausführung bei ihrer Markteinführung (Bild: Microsoft).

Der auf der AMOLED-Technik basierende 5-Zoll-HD-Bildschirm auf Basis ist durch eine Scheibe aus Gorilla Glass 3 vor Kratzern geschützt. Es bietet eine Auflösung von 1280 mal 720 Pixeln und erzielt somit eine Pixeldichte von 297 ppi. Angetrieben wird das Gerät von Qualcomms Einstiegsprozessor Snapdragon 212, dessen vier Kerne einen Takt von bis zu 1,3 GHz liefern. Für die Grafikberechnung zeichnet die in die CPU eingebettete Adreno-304-GPU verantwortlich.

An Speicher integriert das Lumia 650 1 GByte RAM und 16 GByte Flash-Storage. Ein MicroSD-Kartenslot erlaubt eine Erweiterung des internen Speichers um bis zu 200 GByte. Anwender haben zusätzlich Zugang zu Microsofts Cloudspeicher OneDrive.

Für Foto- und Videoaufnahmen mit Auflösungen von bis zu 720p (30 Bilder pro Sekunde) enthält das Smartphone eine 8-Megapixel-Hauptkamera mit 1/4-Zoll-Sensor, f/2.2-Blende, 28-Millimeter-Brennweite und LED-Blitz. Ergänzt wird die rückseitige Kamera noch durch eine 5-Megapixel-Frontkamera, die eine f/2.2-Blende für Selbstporträts und Videotelefonie integriert.

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An Kommunikationsmöglichkeiten bietet das Lumia 650 neben LTE der Kategorie 4 (bis zu 150 MBit/s im Downstream und 50 MBit/s im Upstream) auch UMTS mit dessen Erweiterung HSPA+ (höchstens 42,2 respektive 5,76 MBit/s), WLAN nach dem Standard 802.11n sowie Bluetooth 4.1 und NFC. Darüber hinaus kann es als Hotspot für bis zu acht WLAN-Geräte genutzt werden. Die Standortermittlung geschieht via GPS respektive Glonass. Ebenso vorhanden sind ein Micro-USB-2.0-Port und eine 3,5-Millimeter-Kopfhörerbuchse.

Das Lumia 650 ist 14,2 mal 7,1 Zentimeter groß und laut Microsoft “im Durchschnitt” 6,9 Millimeter dick. Die Linse der Hauptkamera steht hierbei leicht hervor. Durch die flache Bauweise wiegt es mit 122 Gramm trotz seines um 0,3 Zoll größeren Displays 20 Gramm weniger als das einen Zentimeter dicke Lumia 550. Das macht sich aber auch beim austauschbaren Akku bemerkbar. Mit 2000 mAh fällt der auch etwas kleiner aus als beim Lumia 550 mit seinen 2100 mAh. Bis zu 16 Stunden Sprechzeit sowie maximal 26 Tage Standby sollen damit im 4G-Betrieb möglich sein. 13 Stunden gibt Microsoft hingegen für das UMTS-Netz als maximale Sprechzeit an.

Wie bereits bei den anderen aktuellen Smartphones der Lumia-Serie stellt der Anbieter auch beim Lumia 650 in erster Linie das Betriebssystem heraus, das über PC, Tablet und Smartphone hinweg eine “konsistente Windows-10-Erfahrung” bieten soll. So können Nutzer zum Beispiel auf dem PC oder dem Surface Pro 4 ein Word-Dokument erstellen, es in Microsoft OneDrive ablegen und anschließend auf dem Smartphone weiter bearbeiten. Ebenso synchronisiert der Sprachassistent Cortana beispielsweise Erinnerungen geräteübergreifend. Als Browser kommt Edge zum Einsatz.

Die Funktion Glance Screen stellt auf Wunsch Uhrzeit, Datum, Wetterdaten, Benachrichtigungen, Kalendereinträge, empfangene E-Mails oder verpasste Anrufe dar. Dazu muss der Nutzer das Mobiltelefon nicht entsperren. Geschäftliche Nutzer sollen durch weitere Funktionen wie Geräteverschlüsselung, der einfachen Einrichtung von Office 365 sowie der Datensynchronisation per OneDrive angesprochen werden.

[mit Material von Björn Greif, ZDNet.de]

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