Hamburger Innenstadt bekommt freies WLAN

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Hamburg (Bild: Shutterstock/dovla982)

Jetzt wurde der Probebetrieb für ein kostenloses WLAN-Netz aufgenommen. Zu Beginn wird nur das Gebiet zwischen Jungfernstieg und Thalia Theater abgedeckt. Bis Ende des Jahres soll die gesamte Hamburger Innenstadt versorgt sein.

In der Hamburger Innenstadt wurde diese Woche der Probebetrieb für ein kostenloses WLAN-Netz aufgenommen. Zunächst steht es in einem kleinen Gebiet zwischen Jungfernstieg und Thalia Theater zur Verfügung. Über die von den Firmen willy.tel und Stromnetz Hamburg eingerichteten Zugangspunkte können sich einem Bericht des Hamburger Abendblatts Nutzer ab sofort für 24 Stunden ins Internet einwählen. Der erforderliche, vierstellige Zugangscode wird ihnen per SMS aufs Smartphone geschickt.

Hamburg (Bild: Shutterstock/dovla982)

Insgesamt sollen Bürgern und Touristen Bandbreiten von bis zu 1 GBit/s zur Verfügung stehen, verspricht willy.tel-Geschäftsführer Bernd Thielk. Ihm zufolge können sich bis zu 500 Nutzer gleichzeitig in einen der Access Points mit der Kennung “MobyKlick” einwählen. Zur Eröffnung ergab ein Geschwindigkeitstest dem Zeitungsbericht zufolge eine Downloadrate von 142 MBit/s. Die Anzahl der Zugangspunkte in der Hamburger Innenstadt soll bis Jahresende auf über 150 steigen, vorausgesetzt, bis dahin liegen die erforderlichen behördlichen Genehmigungen vor.

Zwar ist Hamburg Jahre später dran als zum Beispiel München, Köln oder andere Orte, bietet aber mit der gewählten Lösung einige Vorteile. Neben der Nutzungsdauer von 24 Stunden gehört dazu, dass sich Anwender nur einmal anmelden müssen, und sich dann in dem WLAN-Netz ohne Unterbrechung bewegen können. Sie müssen sich alos nicht bei jedem Access Point neu einloggen.

Ursprünglich sollte das Netz bereits vor rund einem Jahr in Betrieb genommen werden, das scheiterte jedoch an der mangelnden Stromversorgung. Der Plan, die WLAN-Access-Points mit Zugang zum Glasfasernetz an Laternenpfählen anzubringen, den zum Beispiel auch der Stromversorger EnBW propagiert, ließ sich zumindest in Hamburg nicht umsetzen. Nun kümmert sich die städtische Stromnetz Hamburg GmbH mit dafür entwickelten Netzverteilerstationen um die Energieversorgung.

Das WLAN-Netz soll Geschäften, Cafés und Restaurants gegen Gebühr angeboten werden. Diese könnten so ihren Kunden auch in Innenräumen kostenlosen Internetzugang bieten. Wie bei ähnlichen Hotspot-Angeboten von Telekom, Vodafone, Unitymedia oder NetCologne übernimmt in dem Szenarion dann willy.tel die Störerhaftung. Die Firmen müsen keine rechtlichen Probleme bei illegaler Internetnutzung durch ihre Kunden befürchten.

Die Hamburger Hochbahn experimentiert derzeit ebenfalls mit kostenfreien WLAN-Zugängen. In Bussen und zwei U-Bahnstationen will sie den Probebetrieb am kommenden Donnerstag aufnehmen.

[mit Material von Björn Greif, ZDNet.de]

Tipp der Redaktion: Vor allem die Kabelnetzbetreiber und die Telekom investieren in jüngster Zeit verstärkt in schlüsselfertige WLAN-Hotspot-Pakete für Hotels, Gastronomiebetriebe oder Kleinfirmen. Doch auch Hardwareanbieter wie TP-Link, D-Link und Lancom verfügen über ein entsprechendes Portfolio. ITespresso gibt daher einen Überblick, wie Firmen mit Publikumsverkehr zum eigenen WLAN-Hotspot kommen können.

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