Start-up MINEKO erlaubt kostenlose Prüfung der Mietnebenkosten

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Anwalt bei der Arbeit (Bild: Shutterstock)

Um das Geschäft auszubauen, hat auf Companisto heute eine Kampagne für die Schwarmfinanzierung begonnen. MINEKO prüft eingereichte Abrechnungen teils automatisiert, teils durch Experten zunächst kostenlos. Erst wenn es zu einer Rückzahlung kommt, erhält das Start-up 35 Prozent der eingesparten Summe als Erfolgshonorar.

Das Berliner Start-up-Unternehmen Mineko www.mineko.de hat heute auf Companisto eine Crowdinvesting-Kampagne gestartet. Bereits wenige Stunden später hatten rund 100 Investoren fast 75.000 Euro zugesagt. Am Ende der noch 61 Tag laufenden Kampagne hat MINEKO als Finanzierungsziel 300.000 Euro angepeilt. Die Investmentschwelle, also der Betrag, ab dem das Crowdinvesting als erfolgreich erachtet wird, liegt aber lediglich bei 100.000 Euro und ist damit nahezu schon erreicht.

MINEKO 1200 (Grafik: Mineko)

Mit dem so eingenommenen Geld will MINEKO vor allem das künftige Wachstum finanzieren. Denn nachdem das seit 2014 aktive Unternehmen seitdem über 4500 Nebenkostenabrechnungen für Mieter digital geprüft hat ist es überzeigt, dass sich das Geschäft lohnt: 9 von 10 der eingereichten Abrechnungen seien falsch berechnet gewesen.

Sofern das für die Deutschland insgesamt vermieteten rund 20 Millionen Wohnungen repräsentativ ist, zahlen Mieter in Deutschland pro Jahr fünf Milliarden Euro zu viel Nebenkosten. Das MINEKO im Falle einer Rückzahlung 35 Prozent der Erstattungssumme erhält, lohnt sich die Prüfung nicht nur für den Mieter, sondern auch das Start-up. Selbst wenn man berücksichtigt, dass die Zahl zu hoch ist, da sich wohl vor allem Mieter mit Zweifel an der Korrektheit ihrer Abrechnung an das Start-up wenden, bleibt noch ein ansehnlicher Markt übrig.

Im Rahmen seines Angebots hat MINEKO Prüfprozesse mittels Algorithmen automatisiert. Dazu müssen Mieter die Abrechnungen einscannen und hochladen. Ihnen wird dann eine Antwort binnen 24 Stunden zugesagt. Bis dahin durchlaufen die Zahlen einen teilautomatisierten Prozess.

“Im Durchschnitt spart jeder private Mieter durch MINEKO circa 260 Euro pro Jahr – und das mit nur einem Datei-Upload”, sagt Mitgründer Daniel Schlör. Neu ist ab sofort, dass die Prüfung für Nutzer zunächst kostenlos ist. Bislang wurde dafür eien Pauschale von 39 Euro verlangt. Nun werden Nutzer erst wenn MINEKO Fehler festgestellt hat informiert und erhalten dann ein Angebot.

Als lizenzierter Inkasso-Dienst setzt MINEKO in diesem Fall die Forderung beim Vermieter durch. “Die meisten Vermieter reagieren umgehend”, sagt Schlör. Von der Rückzahlung behält das Start-up ein Erfolgshonorar in Höhe von 35 Prozent ein.

Als Ursache für die vielen Fehler hat Schlör zum einen die Tatsache ausgemacht, dass viele Wohnungen über standardisierte Prozesse abgerechnet werden und keine Einzelfallprüfung vorgenommen wird. Zum anderen ändere sich auch das Mietrecht häufig, wobei nicht alle Vermieter alle Änderungen mitbekommen. Fehler fänden sich vor allem bei den nicht umlagefähige Kosten, außerdem würden oft falsche Verteilerschlüssel angegeben oder allgemeine Formfehler gemacht. Böswillige, zu hohe Forderungen der Vermieter sind offenbar die Ausnahme.


Seine Vorgehensweise erklärt das Start-up MINEKO auch in einem Video bei Youtube.

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