Netgear bringt IP-Kamera mit PoE-Support und MicroSD-Slot für 250 Euro

Netzwerke
netgear-arlo-q-plus (Bild: Netgear)

Dank der Power-over-Ethernet-Schnittstelle muss für die Arlo Q Plus weder ein separates Stromkabel noch eine eigene Steckdose gelegt werden – ein LAN-Kabel reicht aus. Der Speicherkarteneinschub erlaubt im Falle eines Netzwerkausfalls die lokale Aufzeichnung auf einer MicroSD-Karte.

Netgear hat sein Angebot an IP-Überwachungskameras um das Modell Arlo Q Plus erweitert. Mit der Neuvorstellung richtet sich der Netzwerkausrüster in erster Linie an kleine und mittlere Unternehmen, die rund um die Uhr Aktivitäten in Läden, Büros, Lagerräumen, Verladerampen und Eingangs- sowie Kassenbereichen überwachen wollen. Anders als die seit Februar erhältliche Netzwerkkamera Arlo Q kommt die voraussichtlich ab Juni für rund 250 Euro verfügbare Arlo Q Plus mit Power-over-Ethernet-Unterstützung (PoE) und einem MicroSD-Karteneinschub.

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Die IP-Kamera Arlo Q Plus bietet Power-over-Ethernet-Unterstützung und erlaubt das lokale Aufzeichnen von Videos bei einem Netzwerkausfall (Bild: Netgear).

Erstere gewährleistet neben der benötigten Netzwerkkonnektivität gleichzeitig auch die Stromversorgung der IP-Kamera mit einem einzigen LAN-Kabel. Dadurch soll ein separates Stromkabel ebenso überflüssig werden wie eine in unmittelbarer Umgebung erforderliche Steckdose. Die Arlo Q Plus lässt sich nach Angaben des Herstellers sowohl mit den PoE- respektive PoE+-Switches von Netgear als auch mit Switches von Drittanbietern verbinden. Anbindungsmöglichkeiten an ein Unternehmensnetzwerk bestehen zudem noch über WLAN nach dem Standard 802.11n sowie über herkömmliches Ethernet.

Der MicroSD-Karteneinschub soll es Firmeninhaber darüber hinaus erlauben, bei einem Netzwerkausfall die in HD- beziehungsweise 1080p-Auflösung mit 30 Bilder pro Sekunde (fps) erfolgende Videoaufzeichnung mit der Arlo Q Plus lokal fortzuführen. Außerdem ist eine kostenlose Aufzeichnung in der Cloud möglich. Darin abgelegte Videos bleiben sieben Tage lang abrufbar, bevor sie automatisch gelöscht werden.

Des Weiteren gibt es optionale kostenpflichtige Tarife, die die Aufzeichnungen für 14 oder 30 Tage in der Cloud vorhalten. Ebenso ist es möglich, für besonders wichtige Anwendungsbereiche wie der Überwachung von Kassenarealen gegen ein Entgelt die sogenannte durchgängige Videoaufnahmefunktion (CVR) zu aktivieren, die kontinuierliche Aufzeichnungen rund um die Uhr an sieben Tagen in der Woche erlaubt.

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Die Arlo Q Plus bietet auch wieder eine Nachtsichtfunktion sowie die Möglichkeit zur Zweiwege-Audiokommunikation (Bild: Netgear).

Überdies kommt die Arlo Q Plus auch wieder mit einer Zweiwege-Audiofunktion. Die ermöglicht über Mikrofon und Lautsprecher die Kommunikation mit Mitarbeitern, die sich beispielsweise in Hinterzimmern oder Warenhäusern befinden. Innerhalb weniger Minuten kann ein Firmeninhaber zudem Alarmierungen aufgrund von Bewegungen und Geräuschen einrichten. Generell ist die Konfiguration der Netzwerkkamera laut Hersteller ebenfalls binnen weniger Minuten auch mit mobilen Endgeräten möglich. Hierzu kann die kostenlose Arlo-App für Android und iOS und Android genutzt werden, die neben dem direkten Zugriff auf sämtliche Kameras der Arlo-Serie auch Zugang zur Arlo-Bibliothek bietet und gleichermaßen zur Zweiwege-Audiokommunikation eingesetzt werden kann. Letztere ist via Tablet, Smartphone oder Desktop-PC aber ebenso über den Browser möglich.

Die Arlo Q Plus bringt auch wieder eine Nachtsichtfunktion mit, die die Überwachung eines Firmengeländes selbst bei absoluter Dunkelheit erlauben soll. Um dabei möglichst jeden Winkel abzudecken, bietet die IP-Kamera, die sich laut Anbieter nahtlos in vorhandene Arlo-Systeme integrieren lässt, einen Aufnahmebereich von 130 Grad. Im Lieferumfang enthalten sind neben der Arlo Q Plus noch Halterungen für Schreibtisch und Wand sowie eine magnetische Halterung für die flexible Positionierung der Kamera.

Tipp der Redaktion: Videoüberwachung ist aufgrund gesunkener Preise und verbesserter Technik für immer mehr Einsatzbereiche interessant. Allerdings sind im professionellen Umfeld einige Aspekte im Vorfeld zu bedenken, damit das Projekt ein Erfolg wird. D-Link-Spezialist Robert Rudolph erklärt im Expertenbeitrag für ITespresso, worauf es ankommt.

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