Acer und Google stellen kleines Konferenzsystem Chromebase vor

SoftwareZusammenarbeit
Chromebase (Bild: Google)

Es soll Videokonferenzen einfach nutzbar machen. Mit dem Anspruch hat Google vor zwei Jahren bereits die Chromebox ins Rennen geschickt. Chrombase soll ihn nun auch in kleineren Räumen und mit verbessertem Remote Management einlösen.

Google baut sein Angebot für Videokonferenzen zusammen mit Acer um das All-in-One-System Chrombase aus. Laut Vidya Nagarajan, Senior Product Manager, Chrome for Work bei Google, wird der 24 Zoll große Monitor mit Zusatzfunktionen zunächst ab rund 800 Dollar nur in den USA, Kanada, Großbritannien, Irland und Australien angeboten.

In dem Betrag sind die jährlich anfallenden Management- und Support-Gebühren in Höhe von 250 Dollar für die ersten zwölf Monate bereits enthalten. Bald nach dem Verkaufsstart soll Chromebase auch in Ländern angeboten werden, in denen bisher bereits die Chromebox-Modelle verkauft werden. In Europa sind das neben Großbritannien und Irland nur Frankreich, Spanien, Finnland und Norwegen. Deutschland, Österreich und die Schweiz gehören bislang nicht dazu.

Chromebase (Bild: Google)
Acer und Google stellen kleines Konferenzsystem Chromebase vor (Bild: Google).

Mit dem zusammen mit Acer vermarkteten Chromebase erweitert Google sein Angebot im Videokonferenzbereich eigenen Angaben zufolge um ein für kleine Meeting-Räume und ein oder zwei Teilnehmer pro Ort. Wesentliche Änderungen gegenüber den Chrombox-Angeboten ist die weitgehende Autonomie der Geräte: Sie aktualisieren sich selbst, sollen mit Chrome und WebRTC ein schärferes Videobild liefern sowie bessere Audioqualität und Screen Sharing ermöglichen. Über einen Gastzugang können auch Teilnehmer ohne Google-Konto über einen Link eingeladen werden: Es reicht diesen anzuklicken, um sich in die Konferenz einzuwählen.

Bei Chromebase soll die dahinterstehende Technologie für die Nutzer eigentlich keine Rolle spielen: Sie sollen den Meeting-Monitor lediglich einstecken und intuitiv nutzen können. Für Personen, die über die Anschaffung entscheiden, ist sie für den Vergleich mit alternativen Systemen aber dennoch relevant. In dem 24 Zoll großen LED-Monitor, in dem eine justierbare HD-Webcam (720p) verbaut ist, steckt auch ein Dual-Core-Prozessor (Intel Celeron) mit 4 GByte RAM.

Als Schnittstellen stehen HDMI, dreimal USB 3.0, einmal USB 2.0 sowie eine Kopfhörerbuchse und ein SD-Kartenleser zur Verfügung. Die Netzwerkanbindung ist via WLAN (802.11ac) oder Gigabit-Ethernet-Port möglich. Bluetooth 4.0 sowie Stereolautsprecher sind ebenfalls an Bord.

Acer Chromebase lässt sich im Zusammenspiel mit Google Apps for Work oder auch unabhängig davon nutzen. Gleichzeitig mit dem Monitor hat Google pauschal abgerechnete Remote Management Tools für die Videokonferenzlösung vorgestellt. Administratoren werden damit bei Problemen automatisch benachrichtig und können jeweils den aktuellen Status aller Geräte in ihrem Unternehmen einsehen. Fehlermeldungen lassen sich damit aus der Ferne untersuchen und so etwa feststellen, Audio- und Videoqualität verbessern oder Bandbreitenproblem beheben. Zudem lässt sich die Oberfläche nun mit Hintergrundbildern der Firma anpassen.

Für eine ähnliche Zielgruppe wie Google und Acer nun Chrombase hat Logitech vor kurzem das Videokonferenzsystem Group vorgestellt. “Group” kostet einmalig rund 1200 Euro, ist technisch aber auch wesentlich aufwändiger ausgestattet. Das Produkt besteht aus einer Kamera, der Steuereinheit “Speakerphone” sowie einem Hub. Die Kamera kann auf einem Fernseher oder Display montiert werden. Der Hub bekommt die Daten von der Kamera und leitet diese an PC oder Notebook weiter und bindet das Speakerphone an. Im Inneren des Speakerphone sind neben den Bedienelementen auch Lautsprecher sowie vier omnidirektionale Mikrofone integriert, externe Mikrofone werden an das Speakerphone angeschlossen.

Wer den Verwaltungsaufwand oder die Gerätevielfalt scheut, der kann zudem unter diversen, cloud-basierenden Videokonferenzangeboten wählen, die sich in der Regel mit den ohnehin bereits im Unternehmen vorhandenen Geräten nutzenlassen. Neben Diensten, wie sie Microsoft mit Skype for Business, die Deutsche Telekom und Citrix mit der Go-To-Reihe anbieten, gehören dazu auch neue Anbieter wie das US-Unternehemn Blue Jeans Network und das Schweizer Unternehemn Veeting Rooms.

Anklicken um die Biografie des Autors zu lesen  Anklicken um die Biografie des Autors zu verbergen