F-Secure hat Sicherheitslösung Protection Service for Business aktualisiert

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F-secure (Bild: F-Secure)

Die jüngste Version der cloudbasierenden Endpunkt-Sicherheitslösung bringt ein neu gestaltetes Management-Portal sowie zusätzliche Web-Security-Funktionen mit. Beispielsweise soll ein typenabhängiger Inhaltsfilter aktive Web-Inhalte wie Flash auf verdächtigen Websites blockieren.

F-Secure hat seine an Unternehmenskunden gerichtete Sicherheitslösung “Protection Service for Business” aktualisiert. Die jüngste Version der Cloud-basierenden Security-Software für Computer, Mobilgeräte und Server bringt laut dem finnischen Sicherheitsanbieter zusätzliche Funktionen zur Web-Sicherheit sowie ein neu gestaltetes Management-Portal mit, das Administratoren eine effizientere Bedienung ermöglichen soll.

F-secure (Bild: F-Secure)

F-Secure Protection Service for Business unterstützt dem Anbieter zufolge zum einen Windows 10 einschließlich des Device Guard, der es erlaubt, Windows-Rechner so zu konfigurieren, dass sie ausschließlich die Ausführung sicherer und vertrauenswürdiger Anwendungen erlauben. Zum anderen ist die als Managed Service angebotene und folglich auf F-Secures Servern gehostete Lösung auch zu Apples OS X 10.11 El Capitan kompatibel.

Mit den neuen Funktionen will F-Secure insbesondere auf die aktuelle Bedrohungslage in Unternehmen eingehen. Aktive Inhalte wie Flash sind immer noch ein beliebtes Ziel von Cyber-Kriminellen, um mit Hilfe von Exploits ein Firmennetzwerk zu infiltrieren.

Unter den mit der jüngsten Version hinzugekommenen Funktionen findet sich etwa ein typenabhängiger Inhaltsfilter (Content-Type-Filtering), der aktive Web-Inhalte wie Flash auf verdächtigen Websites blockiert. Das soll wiederum verhindern, dass Kriminelle mithilfe von Flash-Exploits ein Firmennetzwerk infiltrieren.

Die Funktion Connection Control soll bei der Arbeit in Netzwerken und Plattformen, die vertrauliche Firmendaten beinhalten können, etwa Intranets und Cloud-Dienste, automatisch das Sicherheitsniveau erhöhen, um diese Informationen zu schützen. Dadurch sollen beispielsweise Banking-Trojaner daran gehindert werden, entsprechend heikle Web-Sessions auszuspionieren und die dabei entwendeten Geschäftsdaten an Kriminelle zu senden. Nicht zuletzt soll eine Funktion namens Web Content Control es Arbeitgebern ermöglichen, Mitarbeiter an einer unproduktiven und unangemessenen Nutzung des Internets zu hindern.

Die F-Secure-Endpoint-Lösung ist laut F-Secure Teil eines ganzheitlichen, auf Sicherheit, Erfolg und schnelles Wachstum ausgerichteten Cyber-Security-Portfolios, das die komplette Bandbreite an Sicherheitsdienstleistungen abdecke: Die Vorhersage möglicher Bedrohungen, die Verhinderung direkter Angriffe, die Erkennung von sich bereits im Netzwerk befindenden Bedrohungen und Hilfe bei der Bewältigung von Datenschutzverletzungen durch Analyse und System-Bereinigung. Protection Service for Business soll Unternehmen hierbei mittels mehrschichtiger Sicherheitstechnologien vorausschauend vor aktuellen und kommenden Cyber-Bedrohungen schützen.

PSB_Screenshot_2 (Bild: F-Secure)
F-Secure Protection Service for Business gibt unter anderem einen Überblick darüber, wie es um den Virenschutz und die Aktualität der auf den Firmenrechnern installierten Software bestellt ist (Bild: F-Secure).

“Bei Protection Service for Business dreht sich für uns alles um die Tatsache, dass es keine Wunderwaffe gibt, die ganz alleine eine Firma schützen kann”, sagt Samu Konttinen, Executive Vice President der Unternehmenssicherheit bei F-Secure, in einer Pressemitteilung. “Es gibt kein Allzweckmittel, keine einzelne Sicherheitstechnologie, die jede Art von Angriff jedes Mal erfolgreich meistern kann. Cyber-Bedrohungen bedienen sich unterschiedlichster Angriffsmethoden und Übertragungsmedien, und so benötigen Unternehmen ebenfalls eine mehrschichtige Kombination von Schutzmechanismen, die sich gegenseitig unterstützen und so den Schutz der Firma sicherstellen,” stellt Konttinen den Nutzen von Protection Service for Business heraus.

Zwei der grundsätzlichen Schlüsseltechnologien von Protection Service for Business sind laut Anbieter die F-Secure Security Cloud sowie die DeepGuard-Technologie. Mithilfe von Bedrohungsanalysen, zum Beispiel über Reputationsabfragen und Prävalenz-Kontrollen, soll die F-Secure Security Cloud Gefahren möglichst schnell und präzise erfassen. Die zugehörige Datenbank werde hierzu kontinuierlich aktualisiert.

Zum Schutz vor neuen und noch unbekannten Bedrohungen, erfährt die Security Cloud Unterstützung durch F-Secures hauseigene Heuristik- und Verhaltensanalyse-Engine DeepGuard. Sobald diese einen Zero-Day-Angriff identifiziert, wird die Information direkt an die Security Cloud weitergeleitet und der Angriff nach Angaben von F-Secure in weniger als 60 Sekunden nach der erstmaligen Erkennung für alle Clients mit Protection Service for Business unschädlich gemacht.

Patch Management sei überdies ein weiterer entscheidender Aspekt des mehrschichtigen und vorausschauenden Sicherheitskonzepts von Protection Service for Business. Damit Unternehmen mit Aktualisierungen ihrer Software nicht in Verzug geraten, und sich so zum Ziel eines opportunistischen Angriffs machen, beinhaltet die Sicherheitslösung laut Hersteller zudem den F-Secure Software Updater, der automatisch fehlende Sicherheitsupdates in Windows und mehr als 2500 anderen Drittanbieter-Anwendungen sucht, herunterlädt und anwendet.

[mit Material von Anja Schmoll-Trautmann, silicon.de]

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