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Microsoft beginnt mit der Auslieferung des Surface Hub

Microsoft Surface Hub (Bild: Microsoft)
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Der neuerlichen Ankündigung gingen mehrere Verzögerungen voraus. Nun soll das Whiteboard- und Konferenzsystem über spezialisierte Partner ausgeliefert werden. Es kommt in zwei Ausführungen mit Bildschirmdiagonalen von 55 respektive 84 Zoll. Die Preise steigerten sich zuvor schon um jeweils 2000 Dollar.

Microsoft hat nach mehreren Verzögerungen damit begonnen, sein Whiteboard- und Konferenzsystem Surface Hub an die Kunden auszuliefern. Für die Besteller sind weltweit derzeit zwei Modelle mit großflächigen Displays über spezialisierte Partner erhältlich. Hierzu gehören dazu Bechtle, Datavision, Glück & Kanja sowie Global Media Services (GMS).

Microsoft Surface Hub (Bild: Microsoft)
Das Surface Hub will Microsoft an Firmen verkaufen, die nach Wegen suchen, ihre Meetings effizienter zu machen (Bild: Microsoft).

Ursprünglich war die Auslieferung für den 1. September 2015 vorgesehen, später aber auf den 1. Januar 2016 verschoben worden. Ende Dezember gab Microsoft dann bekannt, dass sich die Auslieferung erneut verzögert. Zugleich passte der Softwarekonzern die Preise um jeweils 2000 Dollar nach oben an. Das ursprünglich für 6999 Dollar angekündigte 55-Zoll-Modell sollte nun 8999 Dollar kosten, das 84-Zoll-Modell wurde von 19.999 Dollar auf 21.999 Dollar angehoben.

Surface Hub tritt die Nachfolge der Perceptive-Pixel-Reihe mit großformatigen Displays an. Die Systeme verfügen über Displaydiagonalen von 55 beziehungsweise 84 Zoll und arbeiten mit einer angepassten Version von Windows 10. Mit an Bord sind zwei Kameras, Mikrofone und Lautsprecher, die sich für Videokonferenzen nutzen lassen. An Verbindungsmöglichkeiten sind WLAN, Bluetooth und die Nahfunktechnik NFC vorhanden. Hinzu kommen diverse Sensoren, die beispielsweise erkennen, wenn sich ein Nutzer dem Bildschirm nähert.

Microsoft Surface Hub (Bild: Microsoft)
Surface Hub im Einsatz (Bild: Microsoft)

Die Namenswahl überraschte bei der ersten Vorstellung im Januar 2015. Zuvor setzte Microsoft “Surface” für seine Tablet-Rechner ein. Noch früher bot es einen zusammen mit Samsung entwickelten Tischcomputer als Surface 2.0 an, der jedoch später in PixelSense umgetauft wurde. Microsoft positioniert das Surface Hub als Alternative zu gängigen Videokonferenzsystemen und digitalen Whiteboards. So lassen sich beispielsweise mittels OneNote Ideen, Aufgaben oder nächste Schritte miteinander teilen, bearbeiten oder organisieren. Auf dem Surface Hub erstellte Mitschriften aus Meetings können sofort allen Teilnehmern zur Verfügung gestellt werden.

Während der Sitzung lassen sich entstehende Fragen durch ein über das ebenfalls vorinstallierte Skype for Business spontan initiiertes Video- oder Telefongespräch mit nicht anwesenden Mitarbeitern klären. Die simultane Eingabe mit Stift- und Multitouch-Gesten erlaubt es, Inhalte aus anderen Apps einzufügen, zu bewegen und zu verschieben.

[mit Material von Bernd Kling, ZDNet.de]

Seit September 2013 ist Rainer hauptsächlich für ITespresso im Einsatz, schreibt aber gerne auch mal hintergründige Artikel für ZDNet und springt ebenso gerne für silicon ein. Er interessiert sich insbesondere für die Themen IT-Security und Mobile. Sein beständiges Ziel ist es, die komplexe IT-Welt so durchsichtig und verständlich wie möglich abzubilden.

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