AVM stellt Fritz Box 4040 vor

BreitbandNetzwerke
AVM (Bild: AVM)

Es ist das zweite Modell ohne integriertes Modem. Der erste derartige, reine Router von AVM kam im Sommer vergangenen Jahres mit der Fritz Box 4020 in den Handel. Die Fritz Box 4040 ist etwas besser ausgestattet und soll im Laufe des zweiten Quartals 2016 zur UVP von 89 Euro in den Handel kommen.

Neben den bereits zum Mobile World Congress vorgestellten Highend-Modellen Fritz Box 7581 und Fritz Box 7582, die für VDSL mit Bonding und Supervectoring 35b respektive für Supervectoring 35b und G.fast ausgelegt sind, präsentiert AVM auf der CeBIT mit der Fritz Box 4040 auch ein günstiges Modell. Es soll im zweiten Quartal 2016 zur UVP von 89 Euro auf den Markt kommen. Die Neuvorstellung ist dann nach der im vergangenen Jahr eingeführten Fritz Box 4020 der zweite reine WLAN-Router von AVM.

Die Fritz Box 4020 (Bild: AVM)
Die Fritz Box 4040 wird äußerlich kaum von der hier abgebildeten Fritz Box 4020 zu unterscheiden sein, bringt aber für den 30 Euro höheren Preis einen USB-3.0-Port und bessere WLAN-Technik mit (Bild: AVM).

Da er ohne integriertes Modem kommt, kann er hinter jedem Modem angeschlossen werden und ist so von der bereitstehenden Internetzugangstechnik unabhängig. Zur Markteinführung der Fritz Box 4020 hatten viele Beobachter bezweifelt, dass AVM in diesem von vielen asiatischen Anbietern mit günstigen Modellen überschwemmten Markt Fuß fassen kann und eher zur Konzentration auf Highend-Modelle geraten. Offenbar entwickelten sich die Verkäufe aber erwartungsgemäß, ansonsten würde man den Bereich jetzt wohl kaum ausbauen.

Die Fritz Box 4040 bietet einen Gigabit-Ethernet-Port zum Anschluss an ein Kabel-, DSL- oder Glasfasermodem. Intern stehen vier weitere Gigabit-Ethernet-Ports zur Verfügung. Außerdem besitzt die Fritz Box 4040 einen USB 2.0-Anschluss und einmal USB 3.0.

Von der Fritz Box 4020 unterscheidet sich die Fritz Box 4040 zum einen durch den schnelleren USB-3.0-Anschluss, der für die Anbindung eines NAS praktisch ist. Zum anderen bietet sie für den Mehrpreis auch bessere WLAN-Technologie. Die Fritz Box unterstützt lediglich den Standard 802.11n mit bis zu 450 MBit/s im 2,4-GHz-Frequenzband. Die jetzt angekündigte Fritz Box 4040 bietet zudem auch Support für 802.11ac und kommt mit 2×2-Dualband-WLAN also auf 866 und 400 MBit/s. Damit sind dann auch mehrere gleichzeitige Multimedia-Streams möglich.

Mit der Fritz Box 4040 zeigt AVM auf der CeBIT einen weiteren reinen WLAN-Router (Bild: ITespresso).
Mit der Fritz Box 4040 zeigt AVM auf der CeBIT einen weiteren reinen WLAN-Router (Bild: ITespresso).

Wie alle Fritz Boxen kommt auch die 4040 mit der aktuellen Version von Fritz OS und bietet dann die darüber angebotenen Möglichkeiten zur Verwaltung, Konfiguration und Nutzung. Insbesondere hebt AVM hier den WLAN-Gastzugang, die Kindersicherung und den VPN-Support hervor.

Auf der Messe zeigt AVM zudem in einem Fritz-Labor auch eine Vorschau auf kommende Funktionen für den WLAN-Gastzugang in seiner Firmware. Künftig lassen sich etwa die Zugangszeiten für den WLAN-Gastzugang wochentags- und stundengenau über eine grafische Zeitschaltung einstellen. Außerdem wird für die eine optionale Vorschaltseite, das sogenannte “captive portal”, die Möglichkeit eingeführt, Logo und Text zu ergänzen. Laut Anbieter können dann Cafés, Arztpraxen, Autowerkstätten und ähnliche Betriebe ihren Gästen und Kunden dann wenn die Neuregelung des Gesetzes zur WLAN-Störerhaftung durch ist, so einen individuell gestalteten privaten Hotspot anbieten. Interessenten, die über eine Fritz Box 7490 verfügen, können die Version 11.03.2016 bereits ausprobieren.

Tipp der Redaktion: Vor allem die Kabelnetzbetreiber und die Telekom investieren in jüngster Zeit verstärkt in schlüsselfertige WLAN-Hotspot-Pakete für Hotels, Gastronomiebetriebe oder Kleinfirmen. Doch auch Hardwareanbieter verfügen über ein entsprechendes Portfolio. ITespresso gibt einen Überblick, wie Firmen mit Publikumsverkehr zum eigenen WLAN-Hotspot kommen können.

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