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Kostenlose App GlobeSnap erlaubt ortsbasierendes Teilen von Bildern

Globesnap (Bild: GlobeSnap)
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Die ab sofort im App Store zum Download bereitstehende App erlaubt das Hochladen von Bildern, die mit GPS-Daten zum Ort der Aufnahme versehen sind. Neben spielerischen und kompetetiven Elementen ermöglicht es die App ihren Nutzern, über Fotos anderer Nutzer etwa bestimmte Ziele in der Nähe zu finden.

Das in Unterhaching bei München ansässige Start-up GlobeSnap hat auf einer Presseveranstaltung in München sich und seine gleichnamige Fotosharing-App für iOS vorgestellt, welche seit dem 1. März im Apple App Store zum kostenlosen Download bereitsteht. Zudem hat das Unternehmen angekündigt, seine Anwendung in Zukunft auch für Android verfügbar zu machen.

globesnap_logo (Bild: GlobeSnap)

Die GlobeSnap-App erlaubt generell das ortsbezogene Teilen von hochgeladenen Bildern und bringt dabei auch spielerische sowie kompetetive Elemente ein. Auf einer Google-Maps-Karte wird dabei zunächst der Standort eines Nutzers, aufgeteilt in 500 mal 500 Meter große Areale, angezeigt. Gegenwärtig werden die Gebiete laut GlobeSnap ausschließlich einem kompletten Land wie den USA zugeordnet, eine granularere Einteilung der Areale – etwa in einzelne Bundesländer respektive -staaten wie Alaska – soll zukünftig aber noch umgesetzt werden.

Indem der Anwender nun direkt Fotos schießt oder bereits bestehende Fotos aus seiner Smartphone-Bildergalerie hochlädt, kann er dadurch das betreffende Areal “erobern”. Voraussetzung hierfür ist laut Anbieter allerdings, dass das jeweilige Bild mit GPS-Daten versehen ist, damit der Ort der fraglichen Aufnahme, jedoch nicht der aktuelle Standort des Nutzers, lokalisiert und dem Foto zugeordnet werden kann. Ein Foto muss des Weiteren in maximal zwei auswählbare, passende Kategorien eingeteilt werden.

Anschließend lässt es sich entweder direkt oder mit einer benutzerdefinierten Verzögerung von bis zu 48 Stunden hochladen. Zusätzlich kann es noch auf Facebook geteilt werden. Das soziale Netzwerk stellt momentan zudem die einzige Anmeldemöglichkeit in der App dar. Eine separate Registrierungsoption soll aber noch folgen.

Für ein so “erobertes” Areal erhält der Anwender schließlich 10 Punkte. Grundsätzlich gilt, dass ein Nutzer umso mehr Punkte sammelt, je mehr Areale er “einnimmt”. Überdies kann er durch Facebook-ähnliche “Likes” seiner Fotos von anderen Nutzern zusätzliche Bonuspunkte erhalten. Diese lassen sich auf Basis ihrer jeweiligen Kategorie bewerten. Weitere Punkte können durch das Anklicken von Werbebannern und -videos aggregiert werden. Auf diese Weise finanziert sich die kostenlos erhältliche App.

globesnap_grid_de (Screenshot: GlobeSnap)
Die iOS-App Globesnap unterteilt eine Karte in 500 mal 500 Meter große Areale, die sich nach und nach “erobern” lassen. Ein “erobertes Areal” wird orange eingefärbt (Screenshot: GlobeSnap).

Das GlobeSnap-Ziel für den Nutzer ist es prinzipiell, dass dieser dank der Qualität und Einzigartigkeit seiner eigenen Bilder auf verschiedenen Ranglisten am Ende ganz oben steht. Hierbei steht er entweder weltweit mit anderen Anwendern in Konkurrenz oder aber tritt diesbezüglich gegen seine Freunde an. Insgesamt gibt es bis zu vier verschiedene Ranglisten, die sich nach GlobeSnap-Punkten, eingenommenen Areale oder gesammelten Likes unterteilen. Da Nutzer bei GlobeSnap – wie bei Twitter – auch anderen Nutzern folgen können, enthält die App zudem noch eine nach der Anzahl der Follower geordnete Rangliste.

Darüber hinaus haben die Entwickler des Münchner Software-Unternehmens Weptun, mit dem GlobeSnap für die Erstellung der App zusammengearbeitet hat, auch einen sogenannten “Erkunden”-Modus implementiert. Der ermöglicht es Anwendern, sich unter anderem zufällige Bilder aus der näheren Umgebung anzeigen zu lassen. Gefällt dem Nutzer ein Bild, kann er sich anzeigen lassen, wo es aufgenommen wurde, einen Kommentar setzen, oder dem Fotografen folgen. Anschließend gibt er per Wischgeste respektive Klick an, ob ihm das einer bestimmten Kategorie zugeordnete Bild gefällt oder nicht. Anschließend wird ein neues Bild geladen.

Konstantin Lutz, Geschäftsführer und Mitgründer von GlobeSnap, sieht trotz einiger Parallelen doch grundsätzlich Unterschiede zu vergleichbaren Apps: “Dienste wie Instagram und Snapchat bieten nur die Möglichkeit, die Dinge zu fotografieren, die einem ohnehin schon ins Auge springen. Aber es gibt noch keine App, die es wirklich erlaubt, wortwörtlich überall schöne Dinge zu fotografieren.”

Im Gegensatz zu GlobeSnap seien Dienste wie Twitter und Instagram zeitlich eher begrenzt. “Diese Anwendungen leben sehr in der Gegenwart, wir haben dagegen eine dauerhafte und lokale Reichweite. Das heißt, wenn ein Nutzer ein Foto heute hochlädt, kann ein anderer Nutzer im ‘Erkunden’-Modus das in zwei Jahren immer noch sehen, wenn er ein bestimmtes Motiv, das darauf zu finden ist, in seiner Nähe sucht”, erklärt Lutz bei der Präsentation von GlobeSnap.

Seit September 2013 ist Rainer hauptsächlich für ITespresso im Einsatz, schreibt aber gerne auch mal hintergründige Artikel für ZDNet und springt ebenso gerne für silicon ein. Er interessiert sich insbesondere für die Themen IT-Security und Mobile. Sein beständiges Ziel ist es, die komplexe IT-Welt so durchsichtig und verständlich wie möglich abzubilden.

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