Lancom bringt Geräte- und Netzwerkverwaltung in die Cloud

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cloud-computing (Bild: Shutterstock)

Mit der Lancom Management Cloud sollen Unternehmen ihre Netzwerkbetriebskosten deutlich verringern können. Lokale und standortübergreifende Netze lassen sich damit ebenso in Betrieb nehmen wie Access Points oder Router. Netzwerkschlüssel und Konfigurationsdaten lagern in deutschen Rechenzentren.

Der Aachener Netzwerkausrüster Lancom will auf der diesjährigen CeBIT (Halle 13, C28) eine Lösung namens Lancom Management Cloud (LMC) vorstellen, die anstelle von Anwendungen oder Rechenkapazitäten die Verwaltung von Geräten in die Cloud bringt. Die Pläne des Unternehmens beinhalten zudem das Management und Monitoring kompletter Netzwerke aus der Cloud heraus. Geheime Netzwerkschlüssel und Konfigurationsdaten liegen laut Anbieter ausnahmslos in vertrauenswürdigen, deutschen Rechenzentren.

Lancom-Systems (Bild: Lancom)

Mit der Lancom Management Cloud sollen sich lokale und standortübergreifende Netze schnell und einfach in Betrieb nehmen sowie verwalten und überwachen lassen. Anpassungen an veränderte organisatorische Rahmenbedingungen sollen zudem ebenso leicht umsetzbar sein wie die Erweiterung vorhandener Infrastrukturen und der Austausch von Netzwerkkomponenten. Komplexe Prozesse könnten so via Tablet, PC, Notebook oder Smartphone von überall ausgeführt werden. Unternehmen aller Größenordnungen sollen so von einer deutlichen Reduzierung ihrer Netzwerkbetriebskosten profitieren.

Die LMC ist Lancom zufolge als Public-Cloud-Lösung konzipiert. Über einfache Lizenzmodelle sollen sich Netzwerke jeder Größenordnung “effizient und wirtschaftlich” einrichten und verwalten lassen. Das Server-Hosting erfolgt in Deutschland. Der Anbieter beteuert, dass keinerlei Daten im Ausland gespeichert werden.

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Optional wird die Lancom Management Cloud für Dienstleister und generell Kunden mit großen Netzwerken auch als Private-Cloud-Lösung angeboten. In diesem Fall soll die Lösung abgeschottet im Rechenzentrum des Kunden betrieben werden können. Diese Variante sei besonders für Unternehmen und Institutionen interessant, die aus organisatorischen, technischen oder Sicherheitsgründen keine Public-Cloud-Angebote nutzen können.

Die Lancom Management Cloud übernimmt des Weiteren auch die Verwaltung von durch den Netzwerkausrüster offerierten Geräten wie WLAN-Access-Points, Switches, Routern sowie VPN-Gateways und soll so das ganzheitliche Management von drahtlosen und drahtgebundenen lokalen Netzwerken, aber auch von Infrastrukturen zur Standortvernetzung erlauben. Laut Lancom handelt es sich um den ersten Ansatz, der das durchgängige Management von Netzwerk-Infrastrukturen auf Basis einer in Deutschland entwickelten und gehosteten Cloud-Lösung ermöglicht.

Die Lancom Management Cloud soll im zweiten Halbjahr 2016 schrittweise eingeführt werden. Den Anfang machen ausgewählte Projektkunden. Die allgemeine Verfügbarkeit ist dann für das vierte Quartal 2016 vorgesehen. Detaillierte Informationen zum Lizenzmodell und zu den Kosten hat Lancom für die laufende Markteinführung angekündigt.

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