Release Candidate von SQL Server 2016 demnächst verfügbar

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Microsoft SQL Server (Bild: Microsoft)

Tester sollen noch vor 10. März eine Evaluierungsversion bekommen. SQL Server 2016 RC0 wird als Neuerungen Unterstützung für UTF-8, weitere Zeichenkettenfunktionen und parallele Scans von nicht gruppierten Indizes in speicheroptimierten Tabelle mitbringen.

Microsoft will in diesen Tagen den finalen Release Candidate (RC0) von SQL Server 2016 bereitstellen. Die neueste Ausgabe des relationalen Datenbankmanagementsystems liegt aktuell schon im TechNet Evaluation Center als Community Technology Preview 3.3 vor. Mit dem RC0 erhalten Tester noch vor dem 10. März Zugriff auf eine Evaluierungsversion. An diesem Termin werden in einer Veranstaltung, die auch live im Web übertragen wird, unter anderem CEO Satya Nadella und Cloud-Chef Scott Guthrie die Frage erörtern, “wie Dateneinblicke die Geschäftsumwandlung vorantreiben”. SQL Server 2016 wird dafür ein zentrales Produkt sein.

Microsoft SQL Server (Bild: Microsoft)

Im Developer Network listet Microsoft bereits jetzt die geplanten Neuerungen in SQL Server 2016 RC0 auf. Dazu zählen Unterstützung für UTF-8, neue Zeichenkettenfunktionen sowie parallele Scans von nicht gruppierten Indizes in speicheroptimierten Tabellen.

Der RC0 soll außerdem eine Vorschau auf eine neue Version der auf Azure gehosteten SQL Stretch Database enthalten. Sie wird bis zu ein Petabyte an Daten unterstützten. Azure-Abonnenten können sich schon dafür registrieren. Ebenfalls neu wird die Möglichkeit sein, ein Verbund-Dienstkonto zur Kommunikation zwischen SQL Server und den Azure-SQL-Datenbankservern zu nutzen.

Die meisten Neuerungen von SQL Server 2016 hatte Microsoft bereits beim Release der ersten öffentlichen Vorschau im Mai 2015 dargelegt. Beispielsweise nannte es damals erweiterte In-Memory-Techniken, operative Echtzeitanalyse, neue Sicherheits- und Verschlüsselungstechniken, sowie Analyse auf Basis der mit Revolution Anlytics übernommenen Programmiersprache “R” sowie Mobile Business Intelligence für On-Premise-Daten.

Die wichtigsten Neuerungen von SQL Server 2016 im Überblick (Grafik: Microsoft).
Die wichtigsten Neuerungen von SQL Server 2016 im Überblick (Grafik: Microsoft).

Die neue Stretch-Database-Funktion ermöglicht Zugriff auf historische Daten, indem sie relativ häufig und selten genutzte Transaktionsdaten auf Microsoft Azure “dynamisch ausdehnt”. So sollen Anwender schneller an die benötigten Daten gelangen. Von SQL Server 2014 übernimmt der Nachfolger auch die dort Hekaton genannte Technologie für die In-Memory-Verarbeitung von Online-Transaktionsprozessen (OLTP). Sie kann laut Microsoft künftig für eine deutlich größere Zahl an Anwendungen verwendet werden sowie von gesteigerter Nebenläufigkeit profitieren.

Ein weiterer Bestandteil von SQL Server 2016 wird die Datenverarbeitungs-Engine Polybase sein, die bisher in der SQL Server Parallel Data Warehouse Appliance zum Einsatz kam. Eine bedeutende Neuerung ist zudem die Sicherheitstechnik Always Encrypted. Mit ihr kann SQL Server Berechnungen mit verschlüsselten Daten durchführen, wobei der Schlüssel zusammen mit der Anwendung in der Kundenumgebung verbleibt. Ver- und Entschlüsselung erfolgen direkt innerhalb der Anwendung.

Weitere Verbesserungen sollen zudem für höhere Verfügbarkeit und schnelleres Disaster Recovery mit mehreren synchronen Kopien und Secondary Load Balancing sorgen. Nativer JSON-Support verbessert Microsoft zufolge die Leistung und erlaubt den Einsatz zahlreicher unterschiedlicher Dateitypen. Die in SQL Server Enterprise Information Manager (EIM) enthaltenen Werkzeuge und Analysedienste wurden hinsichtlich Leistung, Nutzbarkeit und Skalierbarkeit optimiert.

Außerdem hat Microsoft auch die Backup- und Wiederherstellungsoptionen für SQL Server auf Azure und das Servermanagement für Master Data Services verbessert. Neu hizugekommen sind Funktionen für die Verschleierung von Daten in Echtzeit, um unautorisierten Zugriff zu verhindern und die Möglichkeit, Änderungen an Daten zeitlich nachzuverfolgen.

[mit Material von Björn Greif, ZDNet.de]

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