BreitbandNetzwerke

Telekom übernimmt von Congstar Geschäft mit Kabelanschlüssen

Deutsche Telekom Logo (Bild: Deutsche Telekom)
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Das Angebot wird neu geordnet und künftig als Zuhause Kabel Fernsehen nur noch von der Deutschen Telekom selbst vermarktet. Aktuell sind damit sogenannte Triple-Play-Anschlüsse (Telefonieren, Internet, Fernsehen) mit bis zu 200 MBit/s im Download und 20 MBit/s im Upload erhältlich. Für die Zukunft stellt der Konzern allerdings bis zu 800 MBit/s in Aussicht.

Die Deutsche Telekom hat zum 1. März die bislang von ihrer Tochter Congstar vermarkteten Kabelanschlüsse übernommen. Sie werden nun von der Telekom selbst unter dem Namen “Zuhause Kabel Fernsehen” vermarktet. Damit bietet die Telekom nun – ebenso wie die Kabelnetzbetreiber Kabel Deutschland (jetzt Vodafone) und Unitymedia schon seit Herbst 2014, einen Internetanschluss mit Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 200 MBit/s an. Künftig sollen dann sogar bis zu 800 MBit/s möglich sein. Grundsätzlich ist das Angebot laut Telekom bundesweit verfügbar, wodurch es sich von den auf die jeweiligen Verbreitungsgebiete von Vodafone, Unitymedia, Tele Columbus und der kleineren Kabelnetzbetreibern mit jeweils regional beschränkten Angeboten unterscheidet.

fernseher (Bild: Shutterstock / Roger-costa morera)

Einen Haken hat die Sache aus Sicht potenzieller Kunden allerdings: Es wird grundsätzlich nur in Wohnanlagen zur Verfügung gestellt, für die die Hausverwaltung oder der Bewirtschafter mit der Telekom einen Vertrag über Kabel-TV unterzeichnet haben. Sie können dann bei einem Vertrag mit Laufzeit die Leistungen für 49,95 Euro monatlich erhalten. Unabhängig vom zusätzlich buchbaren Pay-TV-Angebot beinhaltet “Zuhause Kabel Fernsehen” rund 230 frei empfangbare TV- und Radiosender, darunter 40 Fremdsprachenprogramme sowie 30 Sender in HD-Qualität. Für den Empfang dieser Sender benötigen Nutzer keine zusätzliche Hardware.

In die Vermarktung von Kabelanschlüssen ist die Telekom 2013 eingestiegen. Zuvor hatte sie mit der Wohnungsgesellschaft Deutsche Annington, die inzwischen Vonovia heißt, eine Vereinbarung über die Versorgung von gut 170.000 damals von der Firma verwalteten Wohnungen unterzeichnet. Die waren zuvor zum Großteil von Unitymedia bedient worden. Den Mietern bot Congstar dann ab Anfang 2013 über das Kabelnetz zusätzlich ein Paket aus Breitband- und Festnetzanschluss an (“Congstar komplett 2 Kabel”).

Mit dem Wechsel zur Telekom selbst wird das Portfolio nun zudem um ein eigenes Pay-TV-Angebot ergänzt. Dies enthält aktuell knapp 40 HD-Sender, über 65 SD-Sender sowie 28 Vollprogramme und über 40 Programme in 10 Sprachen, die in insgesamt 12 Paketen angeboten werden. Neben dem “Zuhause Kabel Fernsehen”-Anschluss ist dafür dann allerdings, wie bei solchen Angeboten gewohnt, zusätzliche Hardware erforderlich. Ein weiteres Novum ist, dass die Telekom Receiver und CI+Modul nun erstmal auch zur Miete anbietet. Eine Übersicht über Sender und Konditionen gibt die Deutsche Telekom in einer eigens dafür angefertigten Broschüre (PDF)

Journalist, Chefredakteur von ITespresso.de. Sucht immer nach Möglichkeiten und Wegen, wie auch kleine Firmen vom rasanten Fortschritt in der IT profitieren können. Oder nach Geschäftsmodellen, die IT benutzen, um die Welt zu verbessern - wenigstens ein bisschen.

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