Teamplace erlaubt nun auch Dokumentenaustausch im Chat

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Teamplace (Bild: Teamplace)

Die Neuerung kommt quasi zeitgleich mit der Aktualisierung von WhatsApp, durch die nun auch PDF-Dokumente als Anhang verschickt werden können. Allerdings bietet das Angebot der Berliner wesentlich mehr und vor allem viele in Firmen wichtige Funktionen.

Das Berliner Unternehmen Teamplace, das im vergangenen mit einem Cloud-Speicher für Teams und Gruppen auf den Markt gekommen ist, hat sein Angebot jetzt wesentlich erweitert. Die bisher bereits mögliche gemeinsame Bearbeitung von Dokumenten im Cloud-Speicher über Kommentarfunktion, Versionierung und den sogenannten Activity Stream, der die Aktivitäten der Teammitglieder protokolliert, wurde jetzt durch die Möglichkeit ergänzt, mittels der für Android und iOS verfügbaren Mobil-App sich innerhalb des Teams auch in Chat-Form zum Dokument auszutauschen. Alternativ steht auch der Zugang per Web-App zur Verfügung.

Die Team-Mitglieder sehen dabei immer, bei welcher Datei es sich um die aktuelle Version handelt, können aber dennoch auch ältere Varianten davon aufrufen. Laut Anbieter kann Teamplace “fast jedes Dokument ohne die entsprechende Anwendung auf jedem Gerät anzeigen”. Die Kommentare der einzelnen Team-Mitglieder bleiben versionsübergreifend erhalten, so dass sich die Entwicklung leicht im Blick behalten lässt. Mittels Push Notification werden sie dann jeweils über Änderungen oder Anmerkungen der anderen informiert.

Teamplace erlaubt nun auch Dokumentenaustausch im Chat (Bild: Teamplace)

“Natürlich gibt es massenweise Messenger-Anwendungen, mit denen man auch Dokumente austauschen kann. Denen wollen wir auch gar keine Konkurrenz machen“, wird Teamplace-CEO Ole Raack in einer Pressemitteilung zitiert. “Aber die produktive Kommunikation findet in Teams und am Content statt; hier sind wir überzeugt, setzen wir neue Maßstäbe. Wer für sein nächstes Meeting einfach einen Teamplace aufsetzt wird schnell feststellen, dass Ergebnisse einfach schneller erreicht werden, ohne eine E-Mail geschrieben zu haben.”

Damit ist – trotz der auf den ersten Blick vergleichbaren Zielsetzung wie bei WhatsApp oder den Möglichkeiten, wie sie zum Beispiel Skype zur Dateiübertragung bietet, klar, dass Teamplace eine andere Stoßrichtung hat und letztlich mehr kann. Bei WhatsApp steht ganz klar die Möglichkeit im Vordergrund, Dokumente verteilen zu können. Das aktuelle Update sorgt dafür, dass Firmen zum Beispiel Eintritts- oder Fahrkarten, Gutscheine, Bestellbestätigungen oder andere rechtlich relevante Dokumente potenziell statt per E-Mail auch über WhatsApp verschicken können. Ob sie das tun wollen, sei dahingestellt.

Skype blieben als Kommunikationskomponente von Microsofts Office-Suite ein Übertragungsmedium. Teamplace dagegen positioniert sich als zentraler Arbeitsplatz für räumlich verteilt arbeitende Teams und Arbeitsgruppen und wurde von Anfang an für Firmen, nicht für Privatanwender konzipiert. Idee dahinter ist, dass professionelle Nutzer heutzutage überwiegend projektbasiert arbeiteten. Sie können so für jedes ihrer Projekte einen Teamplace erstellen auf den jeweils die anderen Kollegen mit zugreifen können.

Begrenzungen in Bezug auf Speicherplatz und Teammitglieder gibt es nicht. Im Februar wurde zudem die bis dahin geltende Zeitbegrenzung für jeden “Teamplace” von 30 auf 90 Tagen angehoben. Jedes Teamprojekt kann so kostenlosen, unbegrenzten Speicherplatz für eine unbegrenzte Anzahl von Mitgliedern für eine begrenzte Zeit nutzen. Anwender können dabei mehrere Projekte parallel pflegen. Vier Wochen nach Ablauf des Zeitlimits werden die Inhalte dann vollständig gelöscht. Will man das verhindern, werden 5 Euro pro Monat und Projekt fällig.

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