Samsung hat ab sofort Enterprise-SSD mit 15,36-TByte im Programm

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samsung-enterprise-ssd-pm1633a (Bild: Samsung)

Es handelt sich um das branchenweit bislang größte Solid State Drive. Das 2,5-Zoll-Modell PM1633a setzt auf Samsungs 256-GBit-V-NAND-Flash sowie ein 12-GBit/s-SAS-Interface. Damit werden laut Anbieter sequenzielle Transferraten von bis zu 1200 MByte/s möglich.

Samsung liefert nun die bereits im August 2015 auf dem Flash Memory Summit präsentierte Enterprise-SSD PM1633a aus. Mit einer Kapazität von 15,36 TByte ist sie aktuell das Solid State Drive mt der größten Kapazität. Der 2,5-Zoll-Datenträger mit 12-GBit/s-SAS-Interface lässt sich dem Anbieter zufolge insbesondere in Enterprise-Storage-Systemen nutzen. Wegen seines kleineren Formfaktors lassen sich anders als bei äquivalenten 3,5-Zoll-Modellen doppelt so viele Laufwerke in einem 19-Zoll-Standard-Rack mit 2 Höheneinheiten verbauen.

samsung-enterprise-ssd-pm1633a (Bild: Samsung)
Die PM1633a bietet in einem 2,5-Zoll-Gehäuse 15,36 TByte Speicherplatz (Bild: Samsung).

Um die Speicherkapazität von 15,36 TByte zu erreichen, verwendet Samsung bei der PM1633a 512 seiner 256-GBit-V-NAND-Flash-Chips. Diese werden in 16 Lagen übereinander gestapelt und bilden so ein 512-GByte-Paket. Von diesen NAND-Flash-Paketen finden sich wiederum insgesamt 32 Stück in dem 2,5-Zoll-Gehäuse.

Die dritte Generation von Samsungs V-NAND-Technologie mit 256 GBit nutzt 48 vertikal gestapelte Lagen. Damit bietet die PM1633a im Vergleich zum Vorgänger PM1633, der noch die zweite V-NAND-Generation mit 128 GBit in 32 Lagen verwendet, laut Hersteller deutliche Zuwächse in Sachen Leistung und Zuverlässigkeit.

Die neue Enterprise-SSD erreicht sequenzielle Lese- und Schreibraten von bis zu 1200 MByte/s und damit rund die doppelte Geschwindigkeit gewöhnlicher SATA-SSDs. Die Performance beim wahlfreien Lesen und Schreiben gibt Samsung mit bis zu 200.000 respektive 32.000 Ein-/Ausgabebefehlen pro Sekunde an (IOPS). Die Random-Read-IOPS-Leistungsfähigkeit ist somit etwa 1000-mal höher als bei herkömmlichen Festplatten mit SAS-Schnittstelle.

Außer dem SAS-Interface und dem modernen V-NAND-Speicher tragen auch ein 16-GByte-DRAM-Cache sowie die von Samsung eingesetzte Controller-Technik und Firmware bei. Letztere wurde so angepasst, dass sie auf eine große Menge High-Density-NAND-Flash parallel zugreifen kann.

Die 15,36-TByte-SSD unterstützt einen DWPD-Wert (Drive Writes Per Day) von 1. Das heißt, sie kann über den Produktlebenszyklus täglich einmal komplett beschrieben werden, ohne das Fehler auftreten. “Dieses Maß an Zuverlässigkeit verbessert die Cost-of-Ownership für Enterprise-Storage-Systeme. Die SSD kann zwei- bis zehnmal mehr Daten schreiben als typische SATA-SSDs, die in planaren MLC- und TLC-NAND-Flash-Technologien gefertigt werden”, verspricht Samsung.

Sollte es doch einmal zu Problemen kommen, stellt ein Schutzmechanismus sicher, dass keine Metadaten verloren gehen. Zusätzlich kommt die PM1633a mit Datenschutz- und Widerherstellungs-Software, die bei einem akuten Stromausfall Datenverluste verhindern soll.

Wer nicht die volle Kapazität von 15,36 TByte benötigt, wird zu einem späteren Zeitpunkt auch auf kleinere Varianten der PM1633a zurückgreifen können. Denn noch im laufenden Jahr will Samsung zusätzlich Ausführungen mit 7,68 TByte, 3,84 TByte, 1,92 TByte sowie 960 und 480 GByte anbieten.

[mit Material von Björn Greif, ZDNet.de]

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