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Intel arbeitet offenbar an Augmented-Reality-Brille mit 3D-Kameratechnik RealSense 3D

intel-logo (Bild: Intel)
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Es könnte womöglich aber auch lediglich ein Prototyp sein, der Intels Partner von RealSense 3D überzeugen soll. Gegenwärtig ist nicht bekannt, ob sich die Brille, vergleichbar mit Microsofts Augmented-Reality-Gerät HoloLens autark, also ohne einen Rechner oder zusätzliches mobiles Gerät, bedienen lässt.

Angeblich entwickelt Intel eine Augmented-Reality-Brille, welche die RealSense-3D-Technik des Unternehmens einsetzt. Das hat das Wall Street Journal offenbar von nicht näher spezifizierten Quellen erfahren. Die Meldung wollte Intel zwar nicht kommentieren, der Konzern bestätigte aber immerhin, dass er “regelmäßig an Prototypen für neue Produkte arbeite”.

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RealSense 3D kombiniert mehrere Kameras mit 3D-Sensoren miteinander. Die Technik ermöglicht es einem Computer oder Smartphone, die räumliche Tiefe sowie Handgesten und andere Bewegungen einer Person zu erfassen. Das wiederum erlaubt zum Beispiel die berührungslose Steuerung von Geräten. Intels RealSense-Kameras kommen derzeit aber auch schon in so unterschiedlichen Geräten wie HPs All-in-One-PC Sprout Pro oder dem ersten 3D-Scanner des 3D-Drucker-Anbieters XYZPrinting zum Einsatz. Außerdem sind aktuell sieben PC- und Notebok-Modelle von Dell, HP und Lenovo damit ausgerüstet.

Zu den bereist mit Intels RealSense-Technologie ausgestatteen Produkten gehören zum Beispiel Dells All-in-One-PC Inspiron 24 7000 und der hier abgebildete JP Envy 34 (Bild: HP Inc.)
Zu den bereits mit Intels RealSense-Technologie ausgestatteten Produkten gehören zum Beispiel Dells All-in-One-PC Inspiron 24 7000 und der hier abgebildete HP Envy 34 (Bild: HP Inc.)

Der WSJ-Bericht umfasst jedoch keine technischen Einzelheiten zu der Augmented-Reality-Brille. Möglicherweise wird sie aber in der Lage sein, die reale Welt um digitale Objekte zu erweitern. Ob sie, ähnlich wie Microsoft HoloLens, ohne ein zusätzliches Mobilgerät oder einen Desktop-Rechner auskommt, ist unklar. Möglicherweise dient die Augmented-Reality-Brille Intel aber auch nur dazu, seine Technologien Partnern zu präsentieren, um sie anschließend verkaufen zu können.

Intel habe bisher mindestens fünf Unternehmen aus dem Bereich Augmented Reality gekauft, heißt es weiter in dem Bericht. Außerdem ist es seit 2013 über seinen Wagniskapitalarm an dem italienischen Hersteller Recon Instruments beteiligt, der Datenbrillen – bislang in erster Linie für Sportler – anbietet. Matt Margolis, Chief Analyst bei Wall Street Forensics, schätzt, dass Intel bislang zwischen 300 und 500 Millionen Dollar in Augmented Reality investiert hat. CEO Brian Krzanich habe das RealSense-Team zudem kürzlich darum gebeten, Intel beim Einstieg in neue Geschäftsfelder wie Drohnen und Roboter zu helfen.

[mit Material von Stefan Beiersmann, ZDNet.de]

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Seit September 2013 ist Rainer hauptsächlich für ITespresso im Einsatz, schreibt aber gerne auch mal hintergründige Artikel für ZDNet und springt ebenso gerne für silicon ein. Er interessiert sich insbesondere für die Themen IT-Security und Mobile. Sein beständiges Ziel ist es, die komplexe IT-Welt so durchsichtig und verständlich wie möglich abzubilden.

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