Watchguard baut Angebot an modularen UTM-Appliances aus

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Firebox-Topmodell M4600 (Bild: Watchguard)

Konkret handelt es sich um die Firebox-Neuvorstellungen M4600 und M5600. Sie verfügen über redundant ausgelegte Stromversorgungen sowie eine Möglichkeit zur modularen Anbindung von LAN-Ports. Dadurch eignen sie sich laut Hersteller als zentrales System in Hub-and-Spoke-Umgebungen.

Watchguard hat sein Portfolio an Unified-Threat-Management-Appliances der Reihe Firebox um zwei modulare Modelle erweitert. Mit den Topmodellen M4600 und M5600 (PDF) richtet sich der Sicherheitsanbieter insbesondere an Unternehmen mit verteilten Standorten sowie an Firmen mit komplexen IT-Infrastrukturen.

Firebox-Topmodell M4600 (Bild: Watchguard)
Das Firebox-Basismodell M4600 bietet standardmäßig acht Gigabit-Ethernet-Ports (Bild: Watchguard).

Die laut Hersteller auf Höchstleistung ausgelegten Appliances verfügen etwa über redundant ausgelegte Stromversorgungen und die Möglichkeit zur modularen Anbindung von LAN-Ports. Hierzu bietet jede Appliance zwei Anschlüsse für Erweiterungen. Kunden haben die Wahl zwischen Glasfaser- und Kupfer-Anbindungen. Beispielsweise können vier Zehn-Gigabit- oder acht Ein-Gigabit-Glasfaser-Module eingebaut werden. Denkbar sind aber auch acht Gigabit-Ethernet-Anschlüsse für die Kupferleitung. Bereits standardmäßig kommt das Modell M4600 mit acht Gigabit-Ethernet-Modulen, während das leistungsfähigere Modell M5600 zusätzlich vier Zehn-Gigabit-LAN-Module integriert.

Watchguard zufolge qualifizieren sich die beiden UTM-Appliances auf diese Weise als zentrales System in typischen sogenannten Hub-and-Spoke-Umgebungen. Damit kann der Datenverkehr sowohl in der Zentrale als auch zwischen der Zentrale und den remote angebundenen Mitarbeitern und Standorten überwacht werden. Rund um die UTM-Appliances als Kernsystem soll sich die IT-Infrastruktur dadurch sowohl an aktuelle Bedürfnisse als auch auf künftige Anforderungen anpassen lassen.

Das neue Firebox-Topmodell M5600 (Bild: Watchguard)
Das Spitzenmodell M5600 bietet neben acht Gigabit-LAN-Ports noch zusätzlich vier 10-Gigabit-Anschlüsse (Bild: Watchguard).

An weiteren, ab Werk eingebauten Schnittstellen sind bei beiden Firebox-Modellen noch je ein serieller Port und zwei USB-Anschlüsse vorhanden.Standardmäßig auf allen Watchguard-Appliances installiert ist zudem das Tool “Dimension”, ein Visualisierungs- und Verwaltungswerkzeug, welches Daten zu Netzwerkaktivitäten aller Appliances aggregiert und die Vorgänge in Dashboards aufbereitet. IT-Administratoren sollen sich dadurch einen Überblick über alle Netzwerkaktivitäten verschaffen und auf Bedrohungen wie verdächtige Websites, Anwendungen oder Benutzer unmittelbar mit den jeweils passenden Maßnahmen reagieren können, beispielsweise durch eine Änderung der Richtlinien.

Der Firewall-Durchsatz beträgt beim Modell M4600 40 GBit/s, das Modell M5600 schafft hier sogar 60 GBit/s. Auch beim UTM-Durchsatz ist Letzteres schneller und liefert laut Datenblatt 11 GBit/s, wohingegen die Basis-Appliance M4600 hier auf 8 GBit/s kommt. Keine Unterschiede gibt es dagegen beim VPN-Durchsatz. Der beläuft sich bei beiden Firebox-Geräten auf 10 GBit/s.

Watchguard_LAN-Erweiterung (Bild: Watchguard)
Jede der Neuvorstellungen lässt sich zudem noch optional um weitere Kupfer- oder Glasfaser-Ethernet-Module erweitern (Bild: Watchguard).

Hinsichtlich der möglichen bidirektionalen Verbindungen ist das Modell M4600 in der Lage, 7,5 Millionen Verbindungen parallel aufzubauen, das Modell M5600 kommt hierbei sogar auf 12,7 Millionen. Und während Ersteres bis zu 1000 VLANs unterstützt, sind bei Letzterem unbegrenzt viele möglich. Dasselbe gilt auch für die Anzahl der VPN-Tunnel. So ist zum Beispiel die Zahl der möglichen VPN-Tunnel zur Zweigniederlassung einer Firma bei der Basisausführung M4600 auf 5000 begrenzt, während das Top-Modell M5600 auch hier keine Beschränkungen enthält.

Das Firebox-Modell M4600 kostet mit einer Security Suite einschließlich einer einjährigen Lizenz 17.610 Euro. Das Modell Firebox M5600 kostet ebenfalls inklusive Security Suite mit Lizenz für ein Jahr 44.617 Euro.

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