Raspberry Pi 3 mit WLAN, Bluetooth und 64-Bit-CPU nun für 35 Dollar lieferbar

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Raspberry Pi 3 (Bild: Raspberry)

Er kostet damit gleich viel wie das Vorgängermodell, soll aber rund 50 bis 60 Prozent mehr Leistung bringen. Der Vierkernprozessor mit 1,2 GHz kommt von Broadcom. Der Raspberry Pi 3 unterstützt WLAN 802.11b/g/n sowie Bluetooth 4.1 LE. Damit soll er jetzt “IoT Ready” sein.

Heute hat Raspberry den Einplatinenrechner Raspberry Pi 3 offiziell vorgestellt und gleichzeitig auch mit dem Verkauf begonnen. Der Preis für den Raspberry Pi 3 liegt ebenso wie bereits für das Vorgängermodell Pi 2 bei 35 Dollar. Allerdings ist die neue Serie wesentlich besser ausgestattet.

Die 8,5 mal 5,6 mal 1,7 Zentimeter große Platine bietet weiterhin HDMI und Fast-Ethernet, vier USB-2.0-Ports, einen MicroSD-Kartenleser, einen kombinierten 3,5-Millimeter-Audio- und Composite-Video-Anschluss, Kamera- (CSI) und Display-Interface (DSI) sowie einen 40-Pin-Anschluss. Allerdings sind integriertes WLAN (802.11b/g/n) sowie Bluetooth 4.1 LE hinzugekommen. Damit sei der Minirechner jetzt “IoT Ready”, also für den Einsatz im Internet der Dinge bereit, wie seine Macher erklären.

Als Prozessor wird beim Raspberry Pi 3 der Broadcom-Chip BCM2837 verbaut. Die 64-Bit-CPU verfügt über vier Cortex-A53-Kerne, die mit 1,2 GHz takten. Sie ersetzt den 900 MHz schnellen 32-Bit-Vierkernprozessor BCM2836 auf Basis von ARMs Cortex-A7-Design des Pi 2 und soll im 32-Bit-Modus 50 bis 60 Prozent mehr Leistung bringen als diese. Als Grafikchip dient nach wie vor ein Videocore 4. Der Arbeitsspeicher ist unverändert 1 GByte LPDDR2-900-RAM groß.

Raspberry Pi 3 (Bild: Raspberry)
Der Raspberry Pi 3 ist ab heute mit WLAN, Bluetooth und 64-Bit-CPU für 35 Dollar lieferbar (Bild: Raspberry).

Die LEDs sitzen nun auf der anderen Seite des SD-Karteneinschubs, um so Platz für die für WLAN erforderliche Antenne zu schaffen. In einigen für die Vorgängermodelle entworfenen Gehäusen sind sie dadurch nicht mehr sichtbar. Daher soll es auch ein neues offizielles Gehäuse geben. Die übrigen Anschlüsse bleiben an ihren bisherigen Positionen und bieten auch dieselben Funktionen wie bisher.

Das Board kann weiterhin über einen 5V-Micro-USB-Adapter mit Energie versorgt werden. Für USB-Peripherie mit hohem Strombedarf empfiehlt der Hersteller aber ein 2,5A-Netzteil. Durch die vollständige Kompatibilität des Raspberry Pi 3 zu seinen Vorgängern lassen sich alle dafür passenden Anwendungen und Erweiterungskarten auch mit ihm nutzen.

Der Raspberry Pi 3 ist wieder beim britischen Distributor Farnell/element14 erhältlich. Dort liegt der Verkaufspreis bei 33,95 Euro zuzüglich Versand. RS Components bietet ihn je nach Abnahmemenge für einen Stückpreis von 36,92 Euro respektive 36,02 Euro (ab fünf Einheiten) an.

Der Hersteller plant noch ein “Pi 3 Compute Model” und ein abgespecktes “Model A”. Ersteres soll in den nächsten Monaten, Letzteres zur Jahresmitte auf den Markt kommen. Das Compute-Modell vereint Prozessor und Arbeitsspeicher auf einem schmalen Board von der Größe eines Speichermoduls. Es kann dann auf eine Basisplatine mit allen erforderlichen Peripherieschaltkreisen gesteckt werden, was die Entwicklung angepasster Appliances auf Grundlage des Pi vereinfachen soll. Der “Pi 3 Model A” wird ohne Ethernet und nur mit einem USB-Port kommen. Es soll dafür auch günstiger angeboten werden.

[mit Material von Björn Greif, ZDNet.de]

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