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Panasonic bringt robuste 4,7-Zoll-Toughpad-Tablets mit Barcode-Scanner

RM151_windows_image_2_2_wp (Bild: Panasonic)
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Der 1D- und 2D-Scanner ist in schrägem Winkel in die “Full Ruggedized”-Modelle FZ-F1 und FZ-N1 verbaut, was das Verletzungs- und Überlastungsrisiko verringern soll. Die laut Hersteller derzeit leichtesten Handheld-Tablets am Markt sind baugleich, kommen aber mit verschiedenen Betriebssystemen.

Panasonic hat auf dem Mobile World Congress (MWC) in Barcelona die 4,7-Zoll-Tablets Toughpad FZ-F1 und FZ-N1 vorgestellt. Die Ruggedized-Geräte sind mit einem Gewicht von unter 280 Gramm nach Angaben des Herstellers die derzeit leichtesten ihrer Klasse am Markt. Das Modell FZ-N1 soll ab Juni zum Preis von 1715 Euro (zuzüglich Mehrwertsteuer) erhältlich sein. Der genaue Termin für die Markteinführung des Modells FZ-F1 ist dagegen noch ungewiss. Das 1746 Euro (zuzüglich Mehrwertsteuer) teure Gerät soll dem FZ-N1 aber im Lauf des Jahres folgen. Die Neuvorstellungen ergänzen Panasonics 5-Zoll-Toughpad-Tablets FZ-E1 und FZ-X1.

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Das Toughpad FZ-N1 ist mit Android 5.1.1 ausgestattet. Das Google-Betriebssystem wurde dabei noch um Android-for-Work-Funktionalitäten erweitert (Bild: Panasonic).

Unterschiede gibt es zwischen beiden Geräten hinsichtlich des vorinstallierten Betriebssystems. Die Geräte sind wahlweise mit einer auf die Unternehmensumgebung angepassten Windows (FZ-F1)- oder Android-Version erhältlich. Während das Modell FZ-F1 das laut Panasonic branchenweit erste Handheld-Tablet mit werkseitig installiertem Windows 10 IoT Mobile Enterprise ist, läuft das Modell FZ-N1 mit Android 5.1.1, das mit Android-for-Work-Funktionalitäten versehen wurde. Das soll es IT-Abteilungen erlauben, geschäftliche Applikationen und Daten von privaten zu trennen.

Besonders hervor hebt der Hersteller den schräg in die Geräte eingebauten Barcode-Scanner auf der Rückseite hervor. Damit sollen Gelenküberlastungen und Verletzungen durch vielfach wiederholte, unnatürliche Bewegungsabläufe vermieden werden. Außerdem sollen sich die Toughpads bequem halten und einhändig bedienen lassen, um so insgesamt die Produktivität zu verbessern.

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Auf der Rückseite haben beide Toughpad-Modelle einen Barcode-Scanner integriert (Bild: Panasonic).

Konzipiert wurde der 1D- und 2D-Barcode-Scanner laut Hersteller für Anwendungsbereiche, in denen häufiges Scannen zum Alltag gehört. Als Beispiele führt Panasonic Post-, Paket- und Kurierdienste, aber auch Produktionsstätten, Rettungsdienste und Versorgungsunternehmen an. Ebenso könne er für das Lager- und PoS-Management in Logistik und Handel zum Einsatz kommen.

Dank des Einbauwinkels des Barcode-Scanners müssten Nutzer nicht länger ständig ihre Ellbogen anheben oder ihre Handgelenke drehen, was wiederum das Risiko von Verletzungen und Überlastungen deutlich verringere. Des Weiteren hätten Anwender während des Scan-Vorgangs weiterhin den Bildschirm im Blick, wodurch die Prozesse schneller abgeschlossen werden könnten. Zusätzlich befinden sich auf beiden Geräteseiten noch Knöpfe zur Aktivierung des Barcode-Scanners, wodurch Rechts- und Linkshänder das Gerät laut Hersteller gleichermaßen einfach bedienen können.

Die Toughpads ermöglichen Nutzern darüber hinaus auch Funktionen zum Datentransfer und zur Telefonie sowie bei Bedarf einen optionalen – aktiven oder passiven – Eingabestift für Handschriftnotizen und digitale Unterschriften bei der Empfangsbestätigung etwa eines Pakets.

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Das Toughpad FZ-F1 läuft mit Windows 10 IoT Mobile Enterprise (Bild: Panasonic).

Die Toughpad-Modelle FZ-F1 und FZ-N1 teilen sich jedoch nicht nur den 1D- und 2D-Barcode-Scanner, sondern sind hardwaretechnisch baugleich. Sie integrieren beide ein sonnenlichttaugliches HD-Display mit kapazitivem Zehn-Finger-Multi-Touchscreen, das laut Anbieter auch bei Regen und mit Handschuhen bedient werden kann. Angetrieben werden sie von einer Qualcomm-Snapdragon-CPU mit vier Kernen, die wiederum von 2 GByte RAM unterstützt wird. Ferner stehen 16 GByte interner Flash-Speicher bereit.

Der jeweils in die Geräte verbaute Standard-Akku soll bis zu acht Stunden durchgängiges Arbeiten ermöglichen. Wem das noch nicht reicht, der kann dem Hersteller zufolge optional auf einen Hochleistungs-Akku zurückgreifen, der eine Laufzeit von bis zu 16 Stunden erlaubt.

Zur Datenübermittlung sowie zur Telefonie sind LTE- oder UMTS-Modul verbaut. Weitere drahtlose Kommunikationsoptionen bestehen über WLAN, Bluetooth und NFC. Zu den Schnittstellen zählen auch ein Micro-USB-Anschluss, ein Micro-SD-Karteneinschub sowie duale Micro-SIM-Kartenslots.

Überdies verfügen die 16,3 Millimeter dicken Geräte über drei Mikrofone mit integrierter intelligenter Störgeräuschunterdrückung sowie zwei Front-Lautsprecher, die eine Lautstärke von bis zu 100 Dezibel (dB) erreichen können. Damit sollen Telefongespräche auch in lauten Umgebungen deutlich zu verstehen sein. Außerdem ist in beiden Handheld-Modellen eine 8-Megapixel-Kamera in der Rückseite verbaut, welche durch eine 5 Megapixel auflösende Kamera auf der Vorderseite ergänzt wird.

Beide Handheld-Tablets nach dem Schutzstandard IP67 gegen das Eindringen von Staub und Wasser geschützt. Stürze überstehen sie aus einer Höhe von bis zu 1,80 Meter. An Zubehör liefert Panasonic unter anderem Handschlaufen, Halterungen zum Eindocken an Gabelstaplern und sonstigen Fahrzeugen, Halfter, den erwähnten Hochleistungs-Akku sowie Einfach- und Mehrfach-Ladestationen mit.

Zusätzlich sind die ebenfalls im Lieferumfang enthaltenen Stromadapter für Gleich- und Wechselstrom kompatibel zu den 5-Zoll-Toughpad-Modellen FZ-E1 und FZ-X1. Standardmäßig gibt der Hersteller drei Jahre Garantie auf die Geräte.

Seit September 2013 ist Rainer hauptsächlich für ITespresso im Einsatz, schreibt aber gerne auch mal hintergründige Artikel für ZDNet und springt ebenso gerne für silicon ein. Er interessiert sich insbesondere für die Themen IT-Security und Mobile. Sein beständiges Ziel ist es, die komplexe IT-Welt so durchsichtig und verständlich wie möglich abzubilden.

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