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Elite X3: HP versucht´s doch nochmal mit Smartphones

HP Elite X3 mit Mobile Extender (Bild: HP)
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Nach den gescheiterten Versuchen nach der Übernahme von Palm bringt der Konzern nun ein Windows-Phablet mit 6-Zoll-Display und Dockingstation im Laptop-Format. Zielgruppe sind ganz klar Anwender in Unternehemn, was dadurch unterstrichen wird, dass die CRM-Lösung Salesforce1 auf dem Elite X3 vorinstalliert ist.

Im Vorfeld des Mobile World Congress in Barcelona hat Hewlett Packard ein Smartphone mit Windows 10 Mobile vorgestellt. Es ist das erste Windows-Smartphone des Konzerns und – abgesehen von den 2014 gezeigten Android-Tablets mit Telefoniefunktion nach dem 2011 gescheiterten Abenteuer mit Palm auch die Rückkehr in den Markt für Smartphones. Allerdings liegt diesmal der Schwerpunkt ganz klar auf Business-Anwendern und ist das Smartphone weniger als Smartphone, sondern vielmehr als kompakter “Taschen-Rechner” konzipiert. So ist zum Beispiel die CRM-Lösung Salesforce1 auf dem Elite X3 vorinstalliert.

Das HP Elite X3 soll laut HP Phablet, Laptop und Desktop-PC in einem Gerät vereinen und Nutzern den mühelosen Wechsel zwischen den einzelnen Modi erlauben. Die Windows-Funktion Continuum unterstützt HP dazu mit einem optional erhältlichen “Desk Dock” sowie dem “Mobile Extender”. Letzterer ist quasi eine Dockingstation im Laptop-Format. Das Elite X3 ist voraussichtlich ab Sommer 2016 lieferbar. Preise des Geräts sowie des Zubehörs will das Unternehmen später nennen.

HP Elite X3 mit Mobile Extender (Bild: HP)
HP Elite X3 mit Mobile Extender (Bild: HP)

Als Prozessor verbaut HP Elite X3 Qualcomms SoC Snapdragon 820, dem 4 GByte RAM zur Seite stehen. Der interne Speicher von 64 GByte lässt sich per MicroSD-Karte theoretisch um bis zu 2 TByte erweitern, praktisch sind es 200 GByte, da es derzeit keine größeren microSD-Karten gibt. Das 5,96 Zoll große AMOLED-Display stellt 2560 mal 1440 Bildpunkte dar und wird von Gorilla Glass 4 geschützt.

Der Akku hat eine Kapazität von 4150 mAh und kann durch Qualcomms Quick-Charge-3.0-Technik per Kabel oder drahtlos schnell aufgeladen werden. Das Elite X3 ist 7,9 Millimeter dick und wiegt 190 Gramm. Das Gehäuse ist nach IP67 wasserdicht sowie stoßgeschützt nach MIL-Standard 810G. Es übersteht damit Stürze aus einer Höhe von rund 120 Zentimetern unbeschadet.

Zur Kommunikation stehen LTE Cat6, WLAN, NFC, und Bluetooth 4.2 zur Verfügung. In der Vorderseite sitzt eine8-Megapixel-Kamera mit HDR-Support, in der Rückseite eine 16-Megapixel-Kamera mit Blitz. Zudem verfügt das Elite X3 über Frontlautsprechern von Bang & Olufsen und omni-direktionale Mikrofone mit Rauschunterdrückung, die bei der Nutzung von Microsofts Sprachassistenten Cortana und Kommunikationsdiensten wie Skype helfen sollen.

Für Windows Continuum stellt HP mit dem Desk Dock eine eigene Lösung zur Verfügung. Sie bietet einen DisplayPort-Anschluss für einen externen Bildschirm sowie zwei USB-A-, einen USB-C- und einen LAN-Anschluss – letzterer fehlt Microsofts eigenem Display Dock. Das Elite X3 selbst wird im Portraitmodus in das Dock eingesetzt – das Smartphone soll auch mit einer Schutzhülle in das Dock passen. Die Anmeldefunktion Windows Hello unterstützt das Elite X3 dank integriertem Iris-Scanner sowie Fingerabdruckleser. Weitere Sicherheitsfunktionen sind Secure Boot, ein Reset-Schutz und eine Anti-Roll-Back-Funktion.

HP Desk Dock (Bild: HP)
HP Desk Dock (Bild: HP)

Der Mobile Extender wiegt rund ein Kilogramm und macht aus dem Elite X3 ein Notebook mit einem 12,5 Zoll großen Full-HD-Display. Er erlaubt es, externe Geräte per USB-C oder Micro-HDMI anzuschließen. Alle Apps, Passwörter und Daten werden jedoch ausschließlich auf dem Elite X3 verwaltet und gespeichert. Die HP Workspace genannte Funktion stellt auf dem Elite X3 einen virtuellen PC zur Verfügung, der den Zugriff auf vom Arbeitgeber verwaltete x86-Anwendungen erlaubt. In Verbindung mit Desk Dock und Mobile Extender lassen sich die Anwendungen auch mit Maus und Tastatur bedienen.

[mit Material von Stefan Beiersmann, ZDNet.de]

Journalist, Chefredakteur von ITespresso.de. Sucht immer nach Möglichkeiten und Wegen, wie auch kleine Firmen vom rasanten Fortschritt in der IT profitieren können. Oder nach Geschäftsmodellen, die IT benutzen, um die Welt zu verbessern - wenigstens ein bisschen.

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